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Elyas M’Barek sauer ARD streicht Klitoris-Szene aus Trailer – Reaktion überrascht

Zensur-Eklat bei „Verstehen Sie Spaß?“? Elyas M’Bareks Kinotrailer zur Liebes-Komödie „Liebesdings“ wurde anscheinend massiv gekürzt. Was steckt dahinter? 

Damit dürfte auch Elyas M’Barek (40) nicht gerechnet haben. Der Schauspiel-Star, der aktuell in der Liebes-Komödie  „Liebesdings“ zu sehen ist, machte große Augen, als er am 25. Juni bei „Verstehen Sie Spaß“ erschien, um seinen neuesten Film zu promoten.

Denn der Trailer, den die ARD während der Sendung abspielte, entsprach nicht unbedingt der ursprünglich geplanten Version. Der TV-Sender griff kurzerhand zur Schere und zensierte mehrere Szenen. Was steckt dahinter? 

Elyas M’Barek: ARD zensiert „Liebesdings“-Trailer

Wie die „Bild“ berichtete, gab es bereits im Vorfeld Unstimmigkeiten bezüglich des Kinotrailers. Auf Wunsch des SWR – der verantwortliche Sender – sollten pikante Szenen entfernt werden. Dazu zählten: lebensgroße Tampons und eine Klitoris-Mütze.

Alles zum Thema Verstehen Sie Spaß

Sogar Elyas M’Bareks Zunge wurde demnach gezügelt. Denn der Begriff Klitoris fiel ebenfalls der Schnitt-Schere der Öffentlich-Rechtlichen zum Opfer. „Das war nicht meine erste Begegnung mit einer Klitoris. Zumindest ich habe da keine Berührungsängste“, stellte der Schauspieler im „Bild“-Interview klar.

Für ihn sei das alles ein völlig absurdes Verhalten: „Das ist in meinen Augen keine Diskussion mehr für das Jahr 2022. Wir sollten viel mehr darüber sprechen und viel unverkrampfter mit weiblicher Sexualität umgehen und auch generell mit Sexualität an sich. Dieses Thema gehört, wie alle anderen auch, zum Leben.“

„Verstehen Sie Spaß?“: SWR-Sprecher reagiert auf Zensur-Vorwurf 

„Kern und Highlight von 'Verstehen Sie Spaß?‘ sind die Spaßfilme mit der versteckten Kamera. [..] Damit diese Spaßfilme die beste Bühne bekommen, werden einbettende Talks und vorgestellte Trailer gegebenenfalls gekürzt.

Die Entscheidung zur Trailerkürzung hat in diesem Fall die Redaktion gemeinsam mit Constantin Film, Produktionsfirma von 'Liebesdings‘, getroffen. Inhaltliche Tabus spielten dabei, auch bei der redaktionellen Kürzung des Talks, keine Rolle – das war einzig eine dramaturgische Entscheidung“, teilte dein SWR -Sprecher auf „Bild“-Anfrage mit. 

Dass die gravierenden Schnitte in Absprache mit der Produktionsfirma stattgefunden hätten, entspreche allerdings nicht der Wahrheit, wie Anika Decker, Regisseurin und Autorin von „Liebesdings“, nun nachlegte. 

„In der wunderbaren, kreativen Zusammenarbeit mit dem Filmverleih ist ein wirklich toller Trailer zur Bewerbung unseres, mit dem Prädikat 'besonders wertvoll' der Filmbewertungsstelle ausgezeichneten, Kinofilmes 'Liebesdings' entstanden. Wir hätten uns sehr gefreut, wenn dieser gezeigt worden wäre. Zeitgeistige Themen sollten auch bei den TV-Sendern zeitgemäß Beachtung finden.“

Dieser Wunsch wurde sogleich wahr: Am Donnerstagmorgen wurde die Kino-Komödie erneut im Ersten vorgestellt, diesmal im Frühstücksfernsehen – und mit Klitoris. Bei „Live nach Neun“ waren diverse Trailer-Szenen aus dem Film zu sehen – darunter auch einige, deren Fehlen bei „Verstehen Sie Spaß?“ noch bemängelt worden war: Man sah Elyas M'Barek mit überdimensionaler Klitoris-Mütze in einer Bar. Auch ein Trailer-Ausschnitt, in dem Lucie Heinze als Theaterchefin Frieda von der „Klitoris“, dem „Orgasmus“ und „den unterschiedlichsten Formen von Hoden“ spricht, ist im „Live nach Neun“-Einspieler gelandet. (cw)

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