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Diese Musiklegende steht mit 90 immer noch auf der Bühne

Er feiert am 30. Juli seinen 90. Geburtstag: Blues-Legende Buddy Guy steht immer noch auf der Bühne. (Bild: Jason Kempin/Getty Images)

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Er feiert am 30. Juli seinen 90. Geburtstag: Blues-Legende Buddy Guy steht immer noch auf der Bühne. (Bild: Jason Kempin/Getty Images)

Er kannte Muddy Waters und Howlin' Wolf persönlich - und steht mit 90 Jahren immer noch selbst auf der Bühne. Zum runden Geburtstag von Buddy Guy feiert im Oktober ein Who's-who der Gitarrenwelt in der Radio City Music Hall.

In den 60er-Jahren entwickelte sich Buddy Guy zu einem der besten Gitarristen aller Zeiten. (Bild: Tucker Ransom/Getty Images)

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In den 60er-Jahren entwickelte sich Buddy Guy zu einem der besten Gitarristen aller Zeiten. (Bild: Tucker Ransom/Getty Images)

Eric Clapton, John Mayer, Susan Tedeschi und Derek Trucks, Jon Batiste, Joe Bonamassa, Billy F. Gibbons von ZZ Top: Das Line-up liest sich ein Who's-who der Gitarrenwelt. All diese Musiklegenden und rund ein Dutzend weiterer Stars werden am 1. Oktober in der Radio City Music Hall in New York bei einem Konzert namens „Buddy's Got The Blues“ gemeinsam auf der Bühne stehen. Der Grund für das Staraufgebot: Buddy Guy wird 90 - und der Blues-Gitarrist, der Muddy Waters und Howlin' Wolf noch persönlich kannte, wird ebenfalls performen.

Bereits am 30. Juli vollendet die Blues-Legende ihr 90. Lebensjahr. Doch aufhören will Buddy Guy noch immer nicht. Erst im vergangenen Jahr veröffentlichte er das Album „Ain't Done With The Blues“ - ein Titel, der Programm ist. Auch am 1. Oktober wird Guy selbst auftreten, musikalischer Leiter des Abends ist Rolling-Stones-Drummer Steve Jordan. „Ich kann es kaum erwarten, 90 Jahre Leben, Lieben und Bluesspiel mit all meinen Freunden zu feiern“, sagte Guy in einem Presse-Statement. „Wir machen daraus eine Nacht - nicht nur für mich, sondern für die, die uns alles beigebracht haben, die Freunde, mit denen wir gespielt haben, und die, die nach uns kommen.“

Einer der besten Gitarristen aller Zeiten

1990 (Bild) gewann Buddy Guy einen seiner insgesamt neun Grammys. (Bild: IMAGO / MediaPunch)

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1990 (Bild) gewann Buddy Guy einen seiner insgesamt neun Grammys. (Bild: IMAGO / MediaPunch)

Dass er überhaupt Musiker wurde, verdankt der in Lettsworth, Louisana geborene George „Buddy“ Guy einer Mischung aus Talent und einem gehörigen Schluck Mut. Mit 13 Jahren brachte er sich das Gitarrenspiel anhand einer Aufnahme von John Lee Hooker selbst bei. Bald spielte er mit Bands rund um Baton Rouge, war aber zu schüchtern, um sein Können vorzuführen. Erst ein Schulfreund überredete ihn zu einem sogenannten Schoolboy-Whiskey - in angetrunkenem Zustand spielte Guy schließlich in einem Club vor und bekam prompt einen Vertrag.

2005 wurde Buddy Guy in die „Rock And Roll Hall Of Fame“ aufgenommen. (Bild: Evan Agostini/Getty Images)

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2005 wurde Buddy Guy in die „Rock And Roll Hall Of Fame“ aufgenommen. (Bild: Evan Agostini/Getty Images)

1957 zog er nach Chicago, wo er in diversen Clubs auftrat. Unter der Aufsicht von Blues-Legende Willie Dixon nahm er erste Stücke auf, bevor er 1960 zum renommierten Label Chess Records wechselte. Den Durchbruch schaffte er 1964 mit dem Album „Folk Festival Of The Blues“, auf dem er gemeinsam mit Muddy Waters und Howlin' Wolf zu hören war. Von da an schrieb er Musikgeschichte: Als der „Rolling Stone“ 2023 die 250 größten Gitarristen aller Zeiten kürte, landete Guy auf Platz 27 - gewürdigt für die „gewaltigen Bends, markante Verzerrung, rasenden Licks“ von Klassikern wie „Stone Crazy“ and „First Time I Met The Blues“. Auch seine Zusammenarbeit mit Junior Wells in den 70er-Jahren wurde hervorgehoben.

Bis heute betreibt Guy in Chicago seinen eigenen Club, Buddy Guy's Legends, in dem er selbst noch auftritt. Auch privat bleibt die Musik in der Familie: Seine Tochter Shawnna machte als Rapperin Karriere, eine weitere Tochter, Carlise Guy, eröffnet inzwischen seine Konzerte mit der Nu Blu Band.

Buddy Guy versucht, den Musik am Leben zu erhalten

Im Horrorfilm „Sinners“ (2025) hatte Buddy Guy eine kleine Rolle, bei der Oscar-Verleihung 2026 (Bild) war deshalb zu Gast. (Bild: Mike Coppola/Getty Images)

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Im Horrorfilm „Sinners“ (2025) hatte Buddy Guy eine kleine Rolle, bei der Oscar-Verleihung 2026 (Bild) war deshalb zu Gast. (Bild: Mike Coppola/Getty Images)

Doch Guy weiß auch, dass er zu den letzten seiner Art gehört. „Ich bin der letzte alte Mann, der noch auf der Bühne steht und den Blues spielt“, sagte er dem Magazin. „Darüber haben wir mit Muddy und Howlin' Wolf gesprochen, bevor sie starben. Sie sagten: 'Buddy, bitte halte den Blues am Leben.' Und ich versuche es.“

Der Versuch ist durchaus von Erfolg gekrönt: Dass ihn eine neue Generation von (Musik-)Fans kennenlernte, dazu trug auch sein Auftritt im Kinohit „Sinners“ von 2025 bei, der den Delta-Blues der 1930er wieder ins Rampenlicht rückte. Und auch auf seinem letzten Album zeigte er sich auf der Höhe der Zeit: In „Upside Down“ singt er über Inflation, Armut und mangelnden Zugang zur Gesundheitsversorgung - für ihn „eine verdammte Schande“.

Und Guy steht nicht nur bei seinem Geburtstagskonzert noch live auf der Bühne: Er spielt bis Ende Oktober über 30 Shows in den USA. Doch was ist - mit über 70 Jahren Bühnenerfahrung - sein Rezept für anhaltenden Erfolg? Es war ein Tipp von B.B. King, der ihm riet, einen Song live nie so zu spielen wie auf der Aufnahme. Guys Philosophie bleibt schlicht: auf die Bühne gehen und die bestmögliche Show abliefern. „Als Musiker kann man meiner Meinung nach niemals allen gefallen“, sagte er erst jüngst in einem Interview mit „Local Spins“. „Also gehe ich einfach raus und versuche nicht, der Beste in der Stadt zu sein, sondern nur der Beste zu sein, bis der Beste auftaucht.“ (tsch)

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