Nach der Erfolgsserie „4 Blocks“ blickt der Ableger „4 Blocks Zero“ bei HBO Max auf die Vorgeschichte, während sich Prime Video an die filmische Adaption des ursprünglich als Fanfiction gestarteten Romans „The Love Hypothesis“ wagt. Welche Streaming-Highlights die kommende Woche noch bereithält, verrät die Übersicht.
Die mitreißende Vorgeschichte von „4 Blocks“Das sind die Streaming-Tipps der Woche

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Onkel Ibrahim (Tariq Al-Saies) galt im Knast als „der Deutsche“, nun ist er wirklich in Berlin. (Bild: 2026 Warner Bros.Discovery / W&B TV / Julia Terjung)
Vor fast zehn Jahren revolutionierte ein Gangster-Epos die deutsche Serienlandschaft: „4 Blocks“ erzählte 2017 hierzulande erstmals eine ernstzunehmende Mafia-Geschichte. Ob Drogenhandel, Geldwäsche, Prostitution, Schutzgeld, Auftragsmorde oder Revierkämpfe - die Story des Familienclans um Toni Hamady (Kida Khodr Ramadan) in Berlin-Neukölln galt manchen gar als ein deutsches „Sopranos“. Entsprechend räumte der hochgelobte Erfolgs-Hit zahlreiche Preise ab, vom Grimme-Preis über den Deutschen Fernsehpreis zur Goldenen Kamera. Nach drei furiosen Staffeln war 2019 trotzdem Schluss. Bis jetzt: Das Prequel „4 Blocks Zero“ erscheint nun bei HBO Max. Was die Streamer in den nächsten Tagen noch zu bieten haben, erfahren Sie in der Übersicht.
„4 Blocks Zero“ - HBO Max

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Alles nur Fake? Da sind sich Olive Smith (Lili Reinhart) und Professor Adam Carlsen (Tom Bateman) in der Bestseller-Verfilmung „Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe“ irgendwann selbst nicht mehr so sicher. (Bild: Prime Video)
„4 Blocks Zero“ (ab Freitag, 25. September, bei HBO Max) erzählt die Vorgeschichte der Hamadys im Berlin der 90er-Jahre. In acht Episoden beleuchtet die Serie die libanesische Ursprungsfamilie von Ali Hamady, bevor er zu Clan-Chef „Toni“ wurde. Tareq Nassery spielt den jungen Mann, der mit seinen drei Geschwistern bei Vater Malik (Rami Fadel Khalaf) und Großmutter Hanin (Fatima Khanfour) in Berlin-Neukölln aufwächst. Nach der Flucht aus dem Libanon und dem Tod der Mutter will das Familienoberhaupt seinen Kindern ein besseres Leben ermöglichen. Nicht leicht, muss er sich doch ohne echte Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis als Koch durchschlagen. Trotz ärmlicher Verhältnisse und rassistischer Stimmungsmache sollen aus den Geschwistern gut integrierte Menschen werden.
Doch Toni und seine Brüder Abbas (Soufiane El Mesaudi) und Marwan (Almountaser „Monty“ Alchltouh) geraten immer wieder in Konflikt mit der Staatsmacht. Dann kommt ihr Onkel (Tariq Al-Saies) aus dem Gefängnis im Libanon und im Auftrag eines großen Bosses nach Berlin, wo er aber bald in den kriminellen Untergrund gerät ...
„4 Blocks Zero“ ist spannender Mafia-Thriller, Coming-of-Age-Drama und akkurater historischer Abriss der deutschen Migrationsgesellschaft - und deshalb ein würdiger Ableger der großen Mutterserie.
„The Love Hypothesis“ - Prime Video

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Genie Luke (Joe Freeman) verfügt über telekinetische Fähigkeiten. Doch sein besonderes Talent wird dem 14-Jährigen zum Verhängnis, als er in einer Einrichtung verschleppt wird. (Bild: ZDF / Chris Reardon)
Auch wenn es auf den ersten Blick nicht danach aussieht: Bei dem vor allem auf Booktok gefeierten Bestsellerroman „The Love Hypothesis“ handelt es sich streng genommen um eine Star-Wars-Fanfiction. Unter dem Titel „Head Over Feet“ veröffentlichte die heutige Romanautorin Ali Hazelwood bereits 2018 eine Liebesgeschichte, die von den von Daisy Ridley und Adam Driver gespielten Figuren Rey und Kylo Ren aus der neuen „Star Wars“-Trilogie inspiriert war. 2021 erschien der darauf basierende Roman, der im Deutschen den etwas sperrigen Titel „Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe“ trägt. Eben dieses Buch wurde nun von Amazon Prime Video verfilmt. Der Film ist dort ab Mittwoch, 23. September, abrufbar.
Die Protagonistin Olive (“Riverdale“-Star Lili Reinhart) promoviert gerade an der Stanford University. Die Biologin liebt die klaren Regeln und Strukturen ihrer Wissenschaft. Als sie herausfindet, dass ihre beste Freundin Ahn (Rachel Marsh) Gefühle für ihren Ex Jeremy (Nicholas Duvernay) hegt, sich aus Rücksicht aber nicht traut, nach einem Date zu fragen, küsst Olive spontan vor Ahns Augen den erstbesten Mann, um ihr zu beweisen, dass sie über Jeremy hinweg ist. Dumm nur, dass es sich dabei um Adam Carlsen (Tom Bateman) handelt, einen als „Doctor Evil“ gefürchteten Lehrbeauftragten. Olive erklärt ihm ihre Lage und schlägt eine vorgetäuschte Beziehung vor. Adam willigt überraschend ein. Nur: Liebe funktioniert nun mal nicht nach wissenschaftlichen Regeln ...
„Das Institut“ - ZDF.de

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Cowboy Woody (links) und Buzz Lightyear sehen sich in „Toy Story 5“ einer furchteinflößenden Bedrohung ausgesetzt: moderne Technik im Kinderzimmer. (Bild: 2026 Disney/Pixar)
Stephen King ist ein Meister des Horrorgenres. Viele der von ihm erdachten Schreckensszenarien wurden nicht nur Bestseller-Romane, sondern wurden ebenso erfolgreich verfilmt. Mit „Das Institut“ erschien im Juli 2025 eine weitere Serie, basierend auf dem gleichnamigen King-Roman, bei MGM+ in den USA. Ein gutes Jahr später ist die achtteilige Produktion nun (ab Donnerstag, 24. September) auf zdf.de zu sehen.
Erzählt wird von Luke Ellis (Joe Freeman), einem 14-jährigen Genie, das über telekinetische Fähigkeiten verfügt. Doch sein besonderes Talent wird dem Teenager zum Verhängnis, als er eines Nachts in eine düstere Einrichtung namens „Das Institut“ verschleppt wird. Dessen Leiterin Julia Sigsby (Mary-Louise Parker) arbeitet, nach eigenen Aussagen, an nichts Geringerem als an der Rettung der Welt. Helfen sollen dabei Luke und andere außergewöhnlich begabte Jugendliche. Doch Miss Sigsby hat die Kräfte ihrer Insassen unterschätzt. Ehe sie sich versieht, beginnen die Jugendlichen, sich für einen möglichen Ausbruch zu verbünden ...
„Toy Story 5“ - Disney+
Spielzeug, das erst ein Leuchten in Kinderaugen zaubert und dann irgendwann in der Ecke verstaubt, bevor es in einer Kiste landet und schließlich ganz verschwindet - es ist wohl der Lauf der Dinge. Schon der allererste „Toy Story“-Film erzählte im Grunde genau diese tragische Geschichte. Cowboy Woody musste damals um seine Existenz fürchten, als mit Buzz Lightyear plötzlich ein neueres, lauteres, spektakuläreres Spielzeug auftauchte. Über 30 Jahre später sind Woody und Buzz immer noch da - schon lange nicht mehr als Rivalen, sondern als Freunde und Verbündete. In „Toy Story 5“ (ab Freitag, 25. September, bei Disney+) müssen beide gemeinsam fürchten, aus dem Kinderzimmer verdrängt zu werden.
Der kleine Andy aus dem ersten Teil von Pixars „Toy Story“-Reihe ist längst aus dem Spielzeugalter herausgewachsen, an seine Stelle ist inzwischen Bonnie getreten. Aber auch die wird älter und lässt ihre alten Spielsachen irgendwann links liegen. Ein neues Tablet mit dem Namen „Lilypad“ zieht das achtjährige Mädchen in seinen Bann. Da sehen Woody, Buzz Lightyear und Co. auf einmal richtig alt aus. Also wirklich richtig, richtig alt: Im Trailer blitzte kurz schon eine kleine kahle Stelle am Hinterkopf des Spielzeug-Cowboys auf, dem in der deutschen Fassung wieder Michael „Bully“ Herbig seine Stimme leiht (im Original, wie gewohnt: Tom Hanks).
Woody, Buzz, Cowgirl Jessie und all die anderen bekannten Spielsachen aus der „Toy Story“-Palette müssen sich nun also überlegen, wie sie mit Lilypad umgehen sollen. Dieses neue Spielzeug leuchtet zwar sehr schön und gibt sich immer freundlich und hilfsbereit, aber die Gefahr, dass das traditionelle Spielzeug in der Versenkung verschwindet, ist jetzt natürlich so groß wie nie. (tsch)
