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Die letzte Serie mit Luna JordanDas sind die Streaming-Tipps der Woche

Emilia (Luna Jordan, links) würde in der Serie „Wake up“ alles dafür tun, um ihre ältere Schwester Clara (Alicia von Rittberg) aus dem Koma zurück ins Leben zu holen.  (Bild: ZDF und Janine Sametzky /Serviceplan)

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Emilia (Luna Jordan, links) würde in der Serie „Wake up“ alles dafür tun, um ihre ältere Schwester Clara (Alicia von Rittberg) aus dem Koma zurück ins Leben zu holen. (Bild: ZDF und Janine Sametzky /Serviceplan)

Mit „Wake up“ zeigt das ZDF die letzte Serie mit der im Mai verstorbenen Luna Jordan, während Apple TV die erste deutsche Original Serie „Where's Wanda?“ fortsetzt. Welche Streaming-Highlights die kommende Woche noch bereithält, verrät die Übersicht.

Als Luna Jordan Mitte Mai im Alter von nur 25 Jahren plötzlich und völlig unerwartet verstarb, erschütterte die Nachricht die ganze Branche. Nun erscheint mit „Wake up“ ihr letztes Projekt als Schauspielerin auf zdf.de. Die sechsteilige Serie erinnert im Folgen-Abspann an die „Jenseits der Spree“-Darstellerin. Was die Streamer in den nächsten Tagen noch zu bieten haben, erfahren Sie in der Übersicht.

„Wake up“ - ZDF.de

Yellow is the new black: Die Klatts (von links) Ole (Leo Simon), Carlotta (Heike Makatsch) und Dedo (Axel Stein) besuchen Schwester und Tochter Wanda (Lea Drinda) im Gefängnis. (Bild: Apple TV)

Copyright: Apple TV

Yellow is the new black: Die Klatts (von links) Ole (Leo Simon), Carlotta (Heike Makatsch) und Dedo (Axel Stein) besuchen Schwester und Tochter Wanda (Lea Drinda) im Gefängnis. (Bild: Apple TV)

Die Schwestern Clara (Alicia von Rittberg) und Emilia (Luna Jordan) sind unzertrennlich. Die Mutter der beiden starb im Kindesalter der Mädchen. Danach war die ältere Clara für Emilia Ersatzmutter. Dann zerstört ein Skiunfall das Leben der beiden. Seit zwei Jahren liegt Clara im Koma. Emilia leidet unter Ängsten und nimmt an einer Studie von Nanobot-Forscherin Hevi Abdel-Nansen (Aybi Era) teil. Dabei passiert etwas Seltsames: Als sich Forscherin und Probandin über injizierte Nanobots therapeutisch verknüpfen, findet ein ungeplanter Bewusstseins-Transfer statt. Hevi sieht und fühlt sich im Körper Emilias. Diese sieht in der Technik eine Möglichkeit, ihrer komatösen Schwester ein zeitweises „Traveln“ in ihren Körper und auch eine Form der Begegnung zu ermöglichen. Wider die Bedenken von Angehörigen (Carlo Ljubek als Vater) und Forschern arbeiten Hevi Abdel-Nansen und ihr Team daran, die neue Technik über weitere Versuche mit den Schwestern zu erforschen. Die sechsteilige Serie „Wake up“ steht ab Freitag, 23. Oktober, beim ZDF zum Streamen bereit.

Es ist einer jener fiebrig gequälten Auftritte, die Jordan zu einer besonderen Schauspielerin machten, die mit ihrem Spiel unter Gleichaltrigen herausstach. Wohl auch deshalb wurde „Wake up“ auf dem Filmfest München mit dem Bernd Burgemeister Fernsehpreis als beste TV-Serie ausgezeichnet.

Der Stoff erlebte von der Grundidee bis zur deutschen TV-Serie einige Transformationen. Der kanadische Sci-Fi-Thriller „Husk“ von J. K. Messum beschreibt eine Welt der Zukunft, in der lebende Menschen als Husks (Hüllen) ihre Körper temporär vermieten, damit reiche Kunden darin reale, physische Reize erleben können. Den düsteren Near Future-Roman verwandelte der schottische TV-Macher Jamie Brittain (“Skins“) in ein Serienkonzept, das nun wiederum von einem deutschen Writers Room adaptiert wurde. Mit Désirée Nosbusch als CEO des Forschungskonzerns und Robert Stadlober als ihr Sohn sind auch die Nebenrollen prominent besetzt.

„Where's Wanda?“, Staffel zwei - Apple TV

Meisterdieb Assane (Omar Sy) findet immer neue Mittel, um Polizei und Publikum zu überraschen. (Bild: Emmanuel Guimier/Netflix)

Copyright: Emmanuel Guimier/Netflix

Meisterdieb Assane (Omar Sy) findet immer neue Mittel, um Polizei und Publikum zu überraschen. (Bild: Emmanuel Guimier/Netflix)

Die Erwartungen an die erste deutsche Apple-Eigenproduktion „Where's Wanda?“ waren 2024 groß. Die Serie galt mit einem geschätzten Budget von mehr als 20 Millionen Euro nicht nur als teuerste deutsche Comedyserie aller Zeiten, auch die Mischung aus schwarzem Humor, skurriler Geschichte und prominent besetztem Cast versprach so einiges. Im Mittelpunkt stand Wanda (Lena Drinda), die spurlos aus ihrer Heimatstadt verschwindet und von ihren Eltern Carlotta (Heike Makatsch) und Dedo Klett (Axel Stein) sowie Bruder Ole (Leo Simon) mit zunehmend absurden und illegalen Methoden gesucht wird.

International fiel die Resonanz hervorragend aus: Auf Rotten Tomatoes erreichte die Serie die seltene Marke von 100 Prozent. In Deutschland hingegen gingen die Meinungen deutlich stärker auseinander. Während einige den Mut zum schrägen Genremix und den eigenwilligen Humor lobten, kritisierten andere die Plattheit und die uneinheitliche Struktur der acht Episoden. Dennoch geht „Where's Wanda?“ ab Mittwoch, 21. Oktober, bei Apple TV, in eine zweite Staffel.

Im Grunde machen die Klatts genauso weiter wie bisher. Chaotisch, schrill und immer im Einsatz „für Wanda!“. Auch dieses Mal heiligt für sie der Zweck die Mittel. Eine Familie muss tun, was eine Familie eben tun muss. Denn Wanda schlittert einmal mehr ungewollt in Schwierigkeiten. Die Frage zu Staffel zwei lautet im Übrigen genau genommen nicht mehr „Where's Wanda?“, sondern „War's Wanda?“, nachdem sie mit der Tatwaffe in der Hand neben der ermordeten Bürgermeisterin Katarina Vinson (Palina Rojinski) erwischt wurde.

„Lupin“, Staffel vier - Netflix

Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt hatte in seinem Leben schon viele Prominente auf seiner Behandlungsliege. Nun wird der Sportmediziner von WOW porträtiert.  (Bild: Sky / Kimmig Entertainment GmbH)

Copyright: Sky / Kimmig Entertainment GmbH

Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt hatte in seinem Leben schon viele Prominente auf seiner Behandlungsliege. Nun wird der Sportmediziner von WOW porträtiert. (Bild: Sky / Kimmig Entertainment GmbH)

Ein Gentleman wie Assane Diop (“Ziemlich beste Freunde“-Star Omar Sy) steht natürlich zu seinem Wort: Er hatte im Verlauf der turbulenten dritten Staffel von „Lupin“ versprochen, sich der Polizei zu stellen - und ließ sich am Ende ohne Gegenwehr festnehmen. Nach vier Jahren im Gefängnis soll Assane zu Beginn der vierten Staffel vorzeitig freikommen - wegen guter Führung. Oder war das gute Benehmen doch nur gespielt? Die acht neuen Folgen der Netflix-Hitserie (ab Freitag, 23. Oktober) beginnen jedenfalls mit einem großen Knall: Just an seinem letzten Tag im Knast landet der Meisterdieb einen Coup, wie ihn Frankreich noch nicht gesehen hat.

An mehreren Orten gleichzeitig sein, um wertvolle Kunstobjekte zu stehlen? Das hat Assane Diop selbst in seinen besten Zeiten nicht fertiggebracht. Wie soll er das erst aus dem Gefängnis heraus bewerkstelligt haben? Natürlich beteuert er seine Unschuld: Es muss einen Nachahmer geben - und zwar einen ziemlich gewieften, der Assane das Leben ganz offensichtlich zur Hölle machen will. Dabei zielt er nicht nur auf den Gentleman-Gauner persönlich: Seine Familie ist, wieder einmal, in Gefahr. Ihm bleibt gar nichts anderes übrig, als auszubrechen.

Tarnen, tricksen, täuschen: Assane mag sich als Familienmensch bezeichnen, das Leben mit ihm ist freilich nicht einfach. Trotzdem hat seine Ex-Freundin Claire (Ludivine Sagnier) stets zu ihm gehalten und ihn sein Sohn Raoul (Théo Christine) bewundert. Doch die letzten Jahre haben Spuren hinterlassen: Assane muss nicht nur seinen Namen reinwaschen, sondern auch seine Familie zurückgewinnen. Dabei liefern virtuose Gaunereien und riskante Manöverm noch immer beste Unterhaltung, auch wenn „Lupin“ den Schuwng der ersten Staffeln nicht bewahren konnte.

„Müller-Wohlfahrt - Der Arzt der Champions“ - WOW

Usain Bolt, Bono, Diego Maradona und sämtliche FC-Bayern-Legenden eint eines: Sie ließen sich von Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt behandeln. Sky widmet dem heute 84-jährigen Sportmediziner und Orthopäden mit „Müller-Wohlfahrt - Der Arzt der Champions“ (ab Freitag, 23. Oktober, WOW) nun eine Doku.

„Wir wollen mit dieser Dokumentation den Menschen hinter der bekannten Persönlichkeit Dr. Müller-Wohlfahrt zeigen“, beschreibt Regisseur Thomas Ammann, der neben Werner Kimmig auch als Produzent fungiert, die Intention hinter dem 60-Minüter: „seine Herkunft, seine Überzeugungen, seine Motivation, auch im 85. Lebensjahr noch jeden Tag in der Praxis zu stehen und seinen Patientinnen und Patienten zu helfen.“

Der Film erzählt aus der Kindheit des 1942 im niedersächsischen Leerhafe geborenen Sohns einer ostfriesischen Pfarrersfamilie ebenso wie von seiner Karriere, die ihn zu einer der prägendsten Figuren im deutschen und internationalen Spitzensport machte. Zu Wort kommen zahlreiche Prominente, darunter Uli Hoeneß, Katarina Witt, Joachim Löw, Wladimir Klitschko und Peter Maffay. (tsch)