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Die Hoffnung stirbt zuletztDas sind die Kino-Highlights der Woche

Der junge Pilot Hig (Jacob Elordi) düst auch in einer völlig zerstörten Welt mit seinem Flugzeug durch die Gegend. (Bild: Disney/20th Century Studios)

Copyright: Disney/20th Century Studios

Der junge Pilot Hig (Jacob Elordi) düst auch in einer völlig zerstörten Welt mit seinem Flugzeug durch die Gegend. (Bild: Disney/20th Century Studios)

„Oh la la 2“, „One Night Only“ und „Das Ende der Sterne“, ein postapokalyptisches Drama von Regielegende Ridley Scott.

Er dreht und dreht und dreht. Ridley Scott geht langsam auf die 90 zu, er denkt deshalb aber noch lange nicht ans Aufhören. „The Last Duel“, „House of Gucci“, „Napoleon“ und „Gladiator II“ - allein vier Filme der Hollywood-Legende kamen seit 2021 in die Kinos. Großproduktionen, entstanden mit enormem Aufwand, sicherlich nichts für schwache Nerven! Auch bei seiner neuen Regiearbeit scheute Scott keine Mühen. Mit „Das Ende der Sterne“, einer Adaption des Romans „Das Ende der Sterne, wie Big Hig sie kannte“ von Peter Heller, taucht der Brite nun in ein postapokalyptisches Szenario ein, das schlimmste Erinnerungen an die verblassende Zeit der Covid-19-Pandemie weckt.

Hig (Jacob Elordi, links) und Bangley (Josh Brolin) haben sich nach der Pandemiekatastrophe zusammengetan. (Bild: Disney/20th Century Studios)

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Hig (Jacob Elordi, links) und Bangley (Josh Brolin) haben sich nach der Pandemiekatastrophe zusammengetan. (Bild: Disney/20th Century Studios)

Außerdem neu im Kino: „Oh la la 2 - Neue Tests, neues Chaos“, ein Fortsetzungsfilm mit Humorspezialist Christian Clavier, und die romantische Komödie „One Night Only“, in der Sex vor der Ehe in den USA nur in einer einzigen Nacht erlaubt ist.

Das Ende der Sterne

Gérard (Didier Bourdon, links) und Frédéric (Christian Clavier) müssen niederschmetternde Nachrichten verkraften. (Bild: Weltkino/White and Yellow Films/SND)

Copyright: Weltkino/White and Yellow Films/SND

Gérard (Didier Bourdon, links) und Frédéric (Christian Clavier) müssen niederschmetternde Nachrichten verkraften. (Bild: Weltkino/White and Yellow Films/SND)

Düstere Zukunftsvisionen haben einen besonderen Platz in Ridley Scotts Karriere. Mit „Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“ und „Blade Runner“ schuf der Filmemacher zwei Klassiker des Science-Fiction-Kinos, die noch heute das Genre prägen. Verwundern muss es also nicht, dass ihn auch Peter Hellers postapokalyptische Geschichte interessierte. 14 Jahre nach Erscheinen des Romans geht Scotts prominent besetzte Leinwandadaption an den Start, deren Titel etwas schlanker ausfällt als jener der deutschen Buchveröffentlichung.

Vor gar nicht allzu langer Zeit hielt die Covid-19-Pandemie die Welt in Atem und erschütterte die Gesellschaft in ihren Grundfesten. Noch dramatischer sind die Verwerfungen in „Das Ende der Sterne“, wo eine Seuche den Großteil der Menschheit dahingerafft hat. Das, was früher einmal Zivilisation genannt wurde, ist längst in sich zusammengebrochen. Jeden Tag geht es ums nackte Überleben.

Frédéric (Christian Clavier, vorne links) und Gérard (Didier Bourdon) wollen die anstehende Hochzeit mit ihren Ehefrauen Catherine (Marianne Denicourt, hinten links) und Nicole (Sylvie Testud) genießen. (Bild: Weltkino/White and Yellow Films/SND)

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Frédéric (Christian Clavier, vorne links) und Gérard (Didier Bourdon) wollen die anstehende Hochzeit mit ihren Ehefrauen Catherine (Marianne Denicourt, hinten links) und Nicole (Sylvie Testud) genießen. (Bild: Weltkino/White and Yellow Films/SND)

Inmitten der Verheerung haben sich der Pilot Hig (Jacob Elordi) und der Survivalexperte Bangley (Josh Brolin) ein abgeschottetes, funktionales Zuhause in einem verlassenen Flugzeughangar errichtet. Eines Tages allerdings erreicht den jungen Flieger eine mysteriöse Funkübertragung (“Alien“ lässt grüßen!). Getrieben von Hoffnung und Neugier, macht er sich auf die Suche nach dem Ursprung des Signals. Eine Reise ins Ungewisse beginnt.

Neben Shootingstar Jacob Elordi (unter anderem bekannt aus „Euphoria“ und „Wuthering Heights - Sturmhöhe“) und Charakterkopf Josh Brolin (“Dune“) gehören auch Margaret Qualley (“The Substance“), Allison Janney (“I, Tonya“) und Guy Pearce (“Der Brutalist“) dem Cast der Romanverfilmung an. Das Drehbuch für Ridley Scotts jüngstes Werk steuerte Mark L. Smith bei, der schon die Vorlage für den rauen Survival-Western „The Revenant - Der Rückkehrer“, Leonardo DiCaprios Oscar-Triumph, verfasste.

Oh la la 2 - Neue Tests, neues Chaos

Owen (Callum Turner) und Allie (Monica Barbaro) laufen sich ausgerechnet in der Nacht über den Weg, in der in den USA Singles und Unverheiratete Sex haben dürfen. (Bild: Universal Studios)

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Owen (Callum Turner) und Allie (Monica Barbaro) laufen sich ausgerechnet in der Nacht über den Weg, in der in den USA Singles und Unverheiratete Sex haben dürfen. (Bild: Universal Studios)

Spätestens seit dem Kinohit „Monsieur Claude und seine Töchter“ ist Christian Calvier Spezialist für Komödien, in denen kulturelle Vorurteile und Klischeevorstellungen hemmungslos aufeinanderprallen. Auch in „Oh la la - Wer ahnt denn sowas?“ aus dem Jahr 2024 schlägt der französische Leinwandstar in diese Kerbe. Zu sehen ist er dort als Weingutbesitzer, dessen Tochter den Sohn eines Autohändlers heiraten möchte. Beim Kennenlernen der Brautpaareltern sorgt ein von den zukünftigen Eheleuten heimlich in Auftrag gegebener Abstammungstest für turbulente Verwicklungen.

Die gemeinsamen Erlebnisse in der besonderen Nacht schweißen Allie (Monica Barbaro) und Owen (Callum Turner) mehr und mehr zusammen. (Bild: Universal Studios)

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Die gemeinsamen Erlebnisse in der besonderen Nacht schweißen Allie (Monica Barbaro) und Owen (Callum Turner) mehr und mehr zusammen. (Bild: Universal Studios)

Nach den Enthüllungen des ersten Films hat sich der adelige Snob Frédéric (Christian Clavier) mit seinen indigenen Wurzeln arrangiert. Und auch sein Pendant, der prollige Verkäufer Gérard (Didier Bourdon), findet es gar nicht mehr so schlimm, dass sein Vater Deutscher ist. Trotz großer Unterschiede wollen die beiden Patriarchen die anstehende Hochzeit von Alice (Chloé Coulloud) und François (Julien Pestel) ohne Konflikte über die Bühne bringen.

Überschattet werden die Vorbereitungen zum Fest dann aber von einer schockierenden Nachricht: Die DNA-Tests aus dem Vorgänger sind fehlerhaft! Sowohl Frédéric als auch Gérard scheinen plötzlich gar keine französischen Anteile mehr in ihrem Erbgut zu haben. Beide schlittern daraufhin in eine handfeste Identitätskrise. Gleichzeitig macht das unerwartet Auftauchen von Fréderics türkischem Cousin (ebenfalls verkörpert von Clavier) das Durcheinander perfekt.

One Night Only

Was kommt dabei heraus, wenn man den dystopischen Thriller „The Purge - Die Säuberung“ (Prämisse: in einer einzigen Nacht im Jahr sind in den USA alle Verbrechen erlaubt) als romantische Komödie erzählt? Wahrscheinlich so etwas wie „One Night Only“! Der Film von „Wo die Lüge hinfällt“-Regisseur Will Gluck spielt in einem Amerika, in dem Sex vor der Ehe per Gesetz verboten ist. Nur in einer einzige Nacht des Jahres dürfen alle Singles und Nichtverheirateten in einem Zwölf-Stunden-Zeitfenster miteinander schlafen.

Genau während dieser kurzen Spanne möchte der Pizzabäcker Owen (Callum Turner) seiner Lebensgefährtin Malika (Maya Hawke) einen Heiratsantrag machen. Die zieht es jedoch vor, mit einem anderen in die Kiste zu springen. Suboptimal läuft es auch für die Sängerin Allie (Monica Barbaro), die von ihrer besten Freundin Jacinta (Indie-Pop-Musikerin King Princess) während der Partnersuche unvermittelt sitzen gelassen wird.

Durch Zufall laufen sich der abservierte Owen und die heillos romantische Allie in New York über den Weg. Beim ersten Treffen gehen sie rasch wieder auseinander. Als beide nur wenig später ein Kondom benötigen, sehen sie sich unverhofft wieder. Ein Wink des Schicksals? Mit jeder neuen Begegnung verdichten sich jedenfalls die Zeichen, dass beide in dieser besonderen Nacht mehr finden könnten als einen Menschen für den schnellen Spaß. (tsch)

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