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Playlist aus der HölleDie 13 wirklich nervigsten Songs aller Zeiten – auch einstiger Rekord-Hit dabei

Ozzy Osbourne 2022 bei einem Auftritt vor dem Buckingham Palace in London.

„Dreamer“ (Ozzy Osbourne; 2002): Weil auch die harten Jungs einen weichen Kern haben, muss ihn wohl irgendwann jeder Metalhead unternehmen, den Ausflug ins Balladen-Geschäft. Ozzy Osbourne, der einst mit seiner Band Black Sabbath einen ganz neuen Sound prägte und die Rockmusik über Jahrzehnte beeinflusste, schickte 2002 „Dreamer“ ins Powerballaden-Rennen. Und da zur selben Zeit seine Doku-Soup „The Osbournes“ bei MTV durch die Decke ging, wollten das auf einmal viele Menschen hören. In Deutschland schaffte es „Dreamer“ auf Platz 2 der Charts, wurde im Radio – sonst eigentlich kein natürliches Biotop für Ozzys Werke – rauf und runter gedudelt.In dem Song träumt der einstige Fürst der Finsternis von einer besseren Welt, Vergleiche mit John Lennons „Imagine“ zog nicht nur er selbst. Paul McCartney sollte mitwirken, lehnte aber ab. Der Song sei ohnehin schon perfekt, so die Beatles-Legende. Einer solchen Ikone zu widersprechen, fällt nicht leicht. Und eigentlich hätte ich dem derangierten Rock-Opa seinen unerwarteten Erfolg ja sogar gegönnt – würde er in der faden und berechnenden Weltverbesserer-Schnulze nicht klingen wie eine jaulende Fledermaus, der gerade der Kopf abgebissen wird. Träum weiter, Ozzy. Aber bitte leise.(Antje Rehse)

Dan Reynolds, Sänger der US-amerikanischen Rock-Band Imagine Dragons, 2018 steht beim Musikfestival Lollapalooza.

„Thunder“ (Imagine Dragons; 2017; hier Sänger Dan Reynolds 2018): Noch nerviger als andauernder Donnerschlag zur Schlafenszeit ist wohl nur das entsprechend benannte Lied „Thunder“ (Deutsch: „Donner“) der US-amerikanischen Rockband Imagine Dragons. Noch immer donnert der Hit aus dem Jahr 2017 zuverlässig in den Playlisten vieler Radiosender, wirft außerdem bei YouTube die Frage auf, wie um alles in der Welt rund 2 Milliarden Klicks – offenbar von freiwilligen Hörerinnen und Hörern – zustande kommen konnten. Ganze 98 Mal fällt der Name des Songs in den insgesamt 3:07 Minuten, und nur die allerletzte Nennung macht dabei Freude. Dann nämlich ist klar: Das musikalische Gewitter ist endlich weitergezogen. (Béla Csányi)

Europe Best Of

„The Final Countdown“ (Europe; 1986; hier geht's zum Stream): „We`re headin` for Venus (Venus)“ – hat man jemals einen jämmerlicheren Welthit gehört als „The Final Countdown“ von den schwedischen Pudelrockern „Europe“? 1986 war das, das ist 37 Jahre her, aber immer noch nicht lange genug, um Schweden heute in die NATO aufzunehmen. Aber die Mehrheit der Menschheit ist da anderer Meinung: Dieses eine Mal (und nie wieder) stürmten „Europe“ die Charts: Nr. 1. in Deutschland, Österreich, Schweiz, Großbritannien. Alle vollkommen fehlgeleitet, ein gewaltiger Irrtum.Trotzdem hab ich einen Freund bei „Europe“. Gitarrist John Norum fand das Synthesizer-Riff so schrecklich, dass er feststellte: „Wir können das nicht benutzen.“ Man hat nicht auf ihn gehört. So wurde John Norum zum tragischen Helden, ist doch sein Name für alle Zeiten mit dem größten Weltraumschrott verbunden, den andere bis heute als Hymne feiern: Da-da-da-daaa-da-da-da-da-daaa…Europe? Hör up! (Ayhan Demirci)

Der Sänger James Blunt 2005 in Köln beim RTL-Jahresrückblick.

„You're Beautiful“ (James Blunt; 2005): „My life is brilliant, my life is pure“ – und mein Radio ist direkt stumm. Das Werk „You’re beautiful“ von James Blunt führt meine persönliche Liste der Horror-Dudel-Radio-Liedchen unangefochten an. Im Jahr 2005 war es der Durchbruch des britischen Daniel Küblböcks – warum das so war, erschließt sich mir bis heute nicht. Der hohe, monotone und hypnotisierende Gesang, das Gitarren-Geklimper, im Musikvideo steht der strippende James in einem Schneesturm und schaut schmachtend in die Kamera – die Nackenhaare formieren sich noch bis heute wieder und wieder in Reih und Glied. Dieses Lied soll einer der Sommerhits des Jahres gewesen sein – und das beispielsweise in der Euphorie des Confed-Cups, durch den uns Coach Klinsi damals führte. James Blunt und Sommerfeeling passt ungefähr so gut wie Bayer Leverkusen und eine ausgebaute Titelvitrine. Da dann doch zehnmal lieber „Puffmama Layla“. Früher war wohl doch nicht alles besser. (Niklas Brühl)

Der britische Rockstar Sting während seines Auftritts im Olympiastadion. Rockmusiker Sting feiert am 02.10.2021 seinen 70. Geburtstag. (zu dpa "Keine Zeit für Nostalgie: Sting wird 70 und hat ein neues Album") +++ dpa-Bildfunk +++

„All for Love“ (Bryan Adams, Rod Steward und Sting; 1993; hier eine Kombi der drei Musiker aus den späten 90ern): Drei Weltstars nehmen gemeinsam einen Film-Song auf? Da kann ja eigentlich nichts schiefgehen, oder? Doch, wenn der Schmalz nur so rinnt wie bei Bryan Adams, Rod Steward und Sting im Jahr 1993, dann schon. Das Trio untermalt die (ebenfalls grausige) Neuverfilmung von „Die drei Musketiere“ mit Charlie Sheen, Kiefer Sutherland, Chris O’Donnell und Oliver Platt als Aramis, Athos, Porthos und D’Artagnan. Das Musketier-Motto „Einer für alle und alle für einen“ mal schön verballhornen, viel Gitarren- und Pianogesülze dazu packen, und ein peinliches Kumpelvideo drehen – fertig ist der Hit, der es tatsächlich auf Platz 1 in Deutschland schaffte und sich 25 Wochen in den Charts hielt. Machte es nicht besser, sorgte nur dafür, dass die Schnulze in der Heavy Rotation lief.Im dazugehörigen Video malträtiert Sting sein armes Saiteninstrument, Bryan Adams scheint beim Singen körperliche Schmerzen zu haben (sind es die zu engen Röhren-Jeans?) - und spätestens beim Anblick der Vokuhila von „Rotz“ Steward mit schwarzem Rüschenblüschen will man der Songzeile „When there is someone that you now, than just let your feeling show („Wenn es jemanden gibt, den du kennst, lass deinen Gefühlen freien Lauf“) Folge leisten. Mein Gefühl: Das ist schlimm, ganz schlimm. Und dann dieser ständige Wettstreit, wer den Ton am längsten halten kann – all for Hörsturz, mehr ist da bei aller Liebe nicht.(Marie Schäfers)

H.P. Baxxter, Sänger der Band Scooter, beim Auftaktkonzert der "The Big Mash Up Tour 2012" in Hamburg.

„How much is the fish“ (Scooter; 1998): Die Bässe sind viel zu lasch, das manische Geschreie von HP Baxxter nervt, über seine „Rap-Parts“ reden wir lieber erst gar nicht und der ganze Erfolg des Songs basiert eigentlich auf dem „Son ar chistr“-Sample, das gefühlt jeder schon mal benutzt hat. Fazit: Wirklich absolut schmierigster Pillen-Techno (und sonst kriegt man mich mit Techno fast immer auf die Tanzfläche).(Thimon Abele)

Frontmann Chad Kroeger steht mit der kanadischen Rockband Nickelback am 30. November 2013 im Tiroler Ischgl, Österreich, auf der Bühne.

„How You Remind Me“ (Nickelback, 2001 – hier Sänger Chad Kroeger 2013): Keine Party in der Schule kam damals ohne dieses Lied aus, und in den USA war der Song über acht Jahre das meistgespielte Werk in den Radios. Dabei ist für mich klar: Wenn Nickelbacks „How You Remind Me“ im Radio läuft, wechsle ich den Sender. Diese 223 Sekunden sind zu lang, um sie auch mehr als 20 Jahre später nochmal durchzustehen, zu viel Selbstmitleid trieft einem da entgegen, zu sehr will ich Gedanken an eines der schlechtesten Musikvideos aller Zeiten (ja, auch derer, die noch kommen werden) vermeiden. Von dem miesen Start, den Nickelback und ich hatten, konnten wir uns nie erholen. Auch die Folge-Werke der kanadischen Rockband haben es auf meinen persönlichen Index geschafft. (Christian Spolders)

Lena Meyer-Landrut freut 2010 sich über ihren Sieg für Deutschland mit dem Song «Satellite» beim Eurovision Song Contest (ESC).

„Satellite“ (Lena Meyer-Landrut; 2010 – hier unmittelbar nach ihrem ESC-Sieg): Beim „Eurovision Song Contest“ (ESC) räumte Lena Meyer-Landrut mit dem Song „Satellite“ voll ab. 2010 gewann sie damit den ESC. Immer wieder läuft der Song im Radio. Wenn ich ihn höre, schalte ich sofort ab. Im Text heißt es übersetzt: „Für dich bin ich überall rumgerannt, ich habe mir sogar für dich die Haare gemacht. Ich habe neue Unterwäsche gekauft, sie ist blau, und gleich am nächsten Tag hab ich sie getragen.“ Boa, bei mir dreht sich der Satellit. (Matthias Trzeciak)

Das Cover der Opus-Platte "Live is life" von 1984)

„Live is Life“ (Opus; 1984; hier das Cover von damals): Ehrlich, ich liebe die Musik der 80er Jahre. Um es mit den Carpenters (ja, das waren die 70er) zu sagen „Every Sha-la-la-la „Every Wo-o-wo-o Still shines. Every shing-a-ling-a-ling. That they're startin' to sing, so fine.“Will sagen, ich bin für noch so banale Berieselung und Dudelei offen. Aber Opus – das geht gar nicht. Mit dem ersten Ton setzt bei mir der Hass ein. Meine Ohren, mein ganzer Körper schaltet in den Das-erträgst-du-nicht-Modus und zieht sprichwörtlich den Stecker. Vor meinen Augen spielen sich schlimme Szenen ab. Oberlippenbartträger in pastellfarbenen Overalls stampfen rhythmisch mit dem Fuß auf, klatschen ekstatisch in die Hände und grölen ein „Na na na na na“ in die Welt. Ich werde mit jedem Ton aggressiver. Es heißt, der Song habe zuerst nicht aufgenommen werden können, da das Tonband (die gute alte Zeit) zu Ende war. Was wäre uns ohne Ersatzband erspart geblieben… (Susanne Scholz)

Die "Weather Girls" singen 2002 auf dem Presseball im Atlantic-Hotel in Hamburg.

„It’s raining Men“ (The Weather Girls; 1982 – hier 2002 ): Es gibt diese zwei Momente, die mich immer wieder erschaudern lassen. Wenn in kitschigen US-Filmen plötzlich, wie aus dem Nichts, ein Gospel-Chor auftaucht, alle so ultra-glücklich mit gespielter Fröhlichkeit in die Hände klatschen und die Gewänder fliegen, dann ist es wieder geschehen. Ähnlich war es in den 80er-Jahren auch in der Dorf-Disco. Wenn aus den Boxen das Gewittergeräusch und die kitschige Disco-Fanfare ertönte, war es Zeit, das Weite zu suchen. „Get ready, all you lonely girls“ war das Startsignal für einen gepflegten weiblichen Flashmob auf der Tanzfläche. Geschrieben wurde der Song übrigens schon 1979, doch weder Diana Ross, Donna Summer, Cher oder Barbra Streisand, denen er angeboten wurde, wollten ihn (wohlweislich?) singen. Martha Wash und Izora Armstead griffen zu, brachten den Titel 1982 aber auch nur auf Platz 43 in den deutschen Charts, obwohl ihn bis heute jeder kennt. „Hallelujah - It's raining Men“, dieses halb gekreischte Gesinge der beiden „Wetter-Frauen“, zog sich sogar geschlagene 5:24 Minuten. Es war übrigens der erste und einzige Hit des Duos, das in den Anfangstagen „The Two Tons o’ Fun (Die zwei Tonnen Spaß)“ hieß. Noch heute sollte jeder DJ, der Männer regnen lässt, vom Blitz getroffen werden.(Marcel Schwamborn)

1/13

Es gibt sie, diese Songs, die einen einfach kirre machen. Hier kommt die (total subjektive) Anti-Hitliste mit den 13 schlimmsten Songs aller Zeiten.

Musik ist etwas gar Wunderbares: Sie kann beruhigen, motivieren, trösten, aufmuntern. Sie umhüllt uns wie eine unsichtbare Kuscheldecke – allerdings nur dann, wenn wir die Melodie, die wir hören, auch mögen. Denn so leicht uns Musik das Leben auf der einen Seite machen kann, umso dunkler und perfide erklingt ihre andere Seite. 

Denn Töne, Melodien, Riffs, Soli und Synkopen können auch das genau Gegenteil bewirken: mehr oder weniger latente Aggressionen, gepflegte Hassattacken und prickelnde Kopfhaut. Kurz: Was dem einen gefällt, ist für den anderen die reinste Form der Ohrenfolter.

Playlist aus der Hölle: Die nervigsten Songs aller Zeiten

Und weil Musik sooo schön polarisieren kann, weil dasselbe Lied gleichzeitig die eine Kollegin euphorisch und unter dem Ausstoß spitzer Jubelschreie auf die Tanzfläche stürmen und den anderen Kollegen  gleichzeitig leise würgend den Raum verlassen lässt, weil zu Musik jede und jeder eine Meinung hat, präsentieren wir hier die 13 schrecklichsten Songs aller Zeiten.

Alles zum Thema Britney Spears


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Eine von der EXPRESS.de-Redaktion sorgfältigst und selbstverständlich streng subjektiv erstellte „Playlist aus der Hölle“. In der unter anderem Luis Fonsi und Michel Teló einträchtig neben James Blunt und Rod Steward versammelt sind. Schauen Sie mal in die Bildergalerie: Ist Ihr ganz persönlicher Trommelfell-Terrorist auch dabei? Oder wird hier gerade Ihr Lieblingssong durchbeleidigt? 

Wie dem auch sei: Weil in Sachen Musik jeder Mensch ein anderes Empfinden haben darf (und muss – sonst wär's ja langweilig!), wünschen wir Ihnen viel Spaß mit unserer Auswahl. Und wer weiß, vielleicht haben wir ja das ein oder andere Mal genau Ihren Geschmack getroffen ...?!

Die nervigsten Songs aller Zeiten: Mit Britney Spears gegen Piraten

Übrigens: Aufgrund der Tatsache, dass im Universum kaum etwas so schlecht ist, dass es nicht auch noch für etwas gut sein könnte, haben sich Experten Musikstücke auf völlig anderen Gebieten zunutze gemacht:

  1. Eine internationale Studie ergab 2019, dass hochfrequente elektronische Musik Gelbfiebermücken vom Stechen abhalten kann. Aufgelegt hatte das Forscher-Team „Scary Monsters And Nice Sprites” von Skrillex. Und höre da – die weiblichen Mücken (nur diese stechen), die damit beschallt wurden, attackierten potenzielle Opfer weitaus weniger.
  2. Am Horn von Afrika spielte die britische Handelsmarine 2013 „Oops! I did it again“ und „Toxic“ von Britney Spears, um somalische Piraten zu verscheuchen. Die Lautsprecher der Handelsschiffe zeigten dabei in Richtung der Piraten und wurden voll aufgedreht. Der britischen Zeitung „The Mirror“ hatte Rachel Owens, britische Offizierin der Handelsmarine, seinerzeit gesagt: „Diese Typen können die westliche Kultur oder Musik nicht ausstehen. Das macht Britneys Musik perfekt.“ Man habe, so Owens schmunzelnd, auch über Justin Biebers Musik nachgedacht. Das sei aber eindeutig „ein Verstoß gegen die Genfer Konventionen“.

Und wenn Sie einen schlimmen Ohrwurm haben, der partout nicht verschwinden will, gibt's zwei simple Tricks: Kaugummi kauen (die Kaubewegung unterbricht das innere Gedudel; gleichzeitiges Kauen und ein Lied lautlos singen funktioniert nicht) und mit dem Lieblingslied gegen den Ohrwurm ansingen. Muss gar nicht laut sein! (smo)