Vier Jahre nach ihrer Diagnose blickt die Schauspielerin mit Ungewissheit und Schuldgefühlen entgegen, während die Ursache ihrer Lähmung unklar ist.
Diagnose-Schock für „Dumpfbacke“Christina Applegate hat doch kein MS!

Copyright: dpa
Christina Applegate: Vier Jahre nach ihrer Diagnose blickt die Schauspielerin mit Ungewissheit und Schuldgefühlen entgegen, während die Ursache ihrer Lähmung unklar ist. (Archivbild)
Aktualisiert:
Die US-amerikanische Schauspielerin Christina Applegate leidet nach neuesten medizinischen Untersuchungen offenbar nicht an Multipler Sklerose. Wie die 54-Jährige in der aktuellen Ausgabe ihres gemeinsamen Podcasts „MeSsy“ mit Kollegin Jamie-Lynn Sigler öffentlich machte, stuften ihre behandelnden Ärzte den ursprünglichen Befund aus dem Jahr 2021 als Fehldiagnose ein.
Ihre Medizinerin habe ihr kürzlich mitgeteilt: „Herzlichen Glückwunsch, Sie haben kein MS.“ Bei Applegate selbst habe die Nachricht jedoch keine Erleichterung ausgelöst. Sie sei „überhaupt nicht glücklich“ gewesen, während sich ihr Umfeld gefreut habe. Der Grund für ihren Zustand bleibt damit vollständig unklar.
Neue Untersuchungsmethoden widerlegen bisherige Annahme
Neue diagnostische Verfahren hätten laut Applegate ergeben, dass eine andere Ursache für ihre schweren körperlichen Einschränkungen verantwortlich sein müsse. Für die Schauspielerin kommt die Korrektur unerwartet.
Sie betonte, sie habe „alle Symptome einer MS-Erkrankung. Jedes einzelne davon.“ Gleichzeitig räumte sie ein, dass diverse andere Krankheitsbilder ein vergleichbares Beschwerdebild hervorrufen können. Es stecke definitiv etwas anderes dahinter.
Die ersten Symptome traten bereits während der Dreharbeiten zur Serie „Dead to Me“ auf, darunter Gleichgewichtsstörungen und Taubheitsgefühle in den Gliedmaßen. Im Sommer 2021 folgte die Diagnose Multiple Sklerose.
Trotz des revidierten Befunds bleibt Applegates gesundheitliche Situation unverändert ernst. Sie ist nach eigenen Angaben weiterhin auf einen Rollstuhl angewiesen und kann teils kürzeste Strecken nicht eigenständig zurücklegen.
Psychische Belastung und Sorge um die Gemeinschaft
Neben den physischen Folgen thematisierte Applegate, die als Kelly „Dumpfbacke“ Bundy in der Sitcom „Eine schrecklich nette Familie“ bekannt wurde, im Podcast auch die mentale Belastung durch den langwierigen Krankheitsverlauf.
Sie habe infolge der Entwicklungen eine schwere Depression durchgemacht. Der Verlust ihrer beruflichen Tätigkeit und ihres bisherigen Alltags habe ihr gesamtes Leben zum Stillstand gebracht.
Zudem belaste sie die Rolle, die sie in den vergangenen Jahren als prominente Fürsprecherin für MS-Betroffene eingenommen hatte. Durch die Rücknahme der Diagnose empfinde sie nun Reue gegenüber den Betroffenen.
Es fühle sich seltsam an, da sie das Gefühl habe, „alle im Stich gelassen zu haben“. Was genau ihre fortschreitenden Lähmungserscheinungen auslöst, müssen nun weitere fachärztliche Abklärungen zeigen. (jag)
