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Deutscher Jubel in CannesValeska Grisebach holt Preis der Jury, Hauptpreis für „Fjord“

Filmfestival in Cannes - „Fjord“

Copyright: Andreea Alexandru/Invision/AP/dpa

Cristian Mungiu ist mit der Goldenen Palme ausgezeichnet worden. (Archivbild)

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Goldene Palme für Drama „Fjord“ – auch Deutschland jubelt.

Der Hauptgewinner der Filmfestspiele in Cannes ist gekürt! Der rumänische Filmemacher Cristian Mungiu konnte sich mit seinem Werk «Fjord» die prestigeträchtige Goldene Palme sichern. Diese Entscheidung teilte die Jury mit, deren Vorsitz der südkoreanische Regisseur Park Chan-wook innehatte.

Das Drama behielt die Oberhand gegenüber 21 weiteren Filmen im Wettbewerb und erzählt eine Story, die wirklich niemanden kaltlässt.

Darum geht's im Gewinner-Drama

In «Fjord» verkörpern Sebastian Stan und Renate Reinsve ein tiefgläubiges Paar mit rumänisch-norwegischen Wurzeln, das mit dem Nachwuchs – fünf Kinder an der Zahl – in ein einsames Dorf in Norwegen umsiedelt. Doch dann der Albtraum: Ihre Tochter weist Verletzungen auf, und plötzlich stehen die Eltern unter dem furchtbaren Verdacht der Kindesmisshandlung.

Der Film zeigt den erbitterten Streit zwischen den Eltern und den norwegischen Ämtern, verzichtet dabei aber auf simple Lösungen. Für Regisseur Mungiu ist das schon der zweite Mega-Erfolg: Bereits 2007 holte er mit «4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage» den Hauptpreis.

Auch Deutschland feiert in Cannes

Aber auch aus deutscher Perspektive gab es Grund zur Freude! Die Filmemacherin Valeska Grisebach aus Deutschland bekam für ihr Werk «Das geträumte Abenteuer» die Auszeichnung der Jury. Was für eine riesige Anerkennung beim wichtigsten Filmfest der Welt!

Der Große Preis der Jury, der als zweitwichtigster Preis gilt, wurde dem russischen Filmemacher Andrej Swjaginzew für seinen Thriller «Minotaur» mit Gesellschaftskritik verliehen. Sein Film verknüpft das Schicksal eines Geschäftsmannes mit dem allgegenwärtigen russischen Angriffskrieg auf die Ukraine.

Diese Stars und Filme wurden ebenfalls geehrt

Die Auszeichnung für die beste Regie ging an gleich drei Kreative: das spanische Duo Javier Calvo und Javier Ambrossi für «The Black Ball» sowie den Polen Pawel Pawlikowski für «Vaterland». Der Film mit Sandra Hüller handelt von einer Reise von Thomas und Erika Mann durch Deutschland nach dem Krieg im Jahr 1949.

Als beste Darsteller prämierte man Emmanuel Macchia und Valentin Campagne für ihre Leistung in «Coward», wo sie zwei verliebte Soldaten im Ersten Weltkrieg mimen. Bei den Darstellerinnen siegten Virginie Efira und Tao Okamoto für ihre Rollen im Drama «All of a Sudden».

Besondere Ehre für eine absolute Legende

Ein hochemotionaler Moment war die Ehrung für eine Ikone aus Hollywood. Die US-Schauspielerin Barbra Streisand erhielt eine Goldene Ehrenpalme. Aufgrund einer Knieverletzung konnte sie die Trophäe jedoch nicht selbst in Empfang nehmen.

Per Videonachricht bedankte sie sich und sagte, Filme hätten „diese magische Fähigkeit“, Menschen zu vereinen. Die Laudatio auf sie hielt die französische Darstellerin Isabelle Huppert. Die Auszeichnung für das beste Skript sicherte sich der Franzose Emmanuel Marre für «A Man of His Time». (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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