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Der Aufstieg von Muhammad AliDas sind die Streaming-Tipps der Woche

Muhammad Ali ist der größte Boxer aller Zeiten. In der Prime-Video-Serie „The Greatest“ schlüpft nun Jaalen Best in dessen Rolle.  (Bild: Amazon Content Services LLC/Brooke Palmer)

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Muhammad Ali ist der größte Boxer aller Zeiten. In der Prime-Video-Serie „The Greatest“ schlüpft nun Jaalen Best in dessen Rolle. (Bild: Amazon Content Services LLC/Brooke Palmer)

Amazon Prime Video erzählt in „The Greatest“ den Aufstieg des größten Boxers aller Zeiten nach, während Owen Wilson in „Stick“ bei Apple TV abermals in die Rolle des fiktiven Profi-Golfers Pryce Cahill schlüpft. Welche Streaming-Highlights die kommende Woche noch bereithält, verrät die Übersicht.

Messi oder Ronaldo? Djokovic oder Federer? Die Diskussion um den „Greatest Of All Time“ - kurz GOAT - spaltet in so mancher Sportart die Fangemeinde. Doch im Boxsport sind sich Experten wie Fans größtenteils einig, wem eine solche Würdigung zusteht: Muhammad Ali. Das sah der forsche Sportler auch früh selbst so. Schon 1964 besang er sich in einer Single als „The Greatest“. Fachpresse und Fans übernahmen den Spitznamen. Nun, zehn Jahre nach dem Tod des „Sportlers des Jahrhunderts“, trägt auch die Prime-Video-Serie jenen programmatischen Titel. Was die Streamer in den nächsten Tagen noch zu bieten haben, erfahren Sie in der Übersicht.

„The Greatest“ - Prime Video

Owen Wilson spielt in der zweiten Staffel von „Stick“ abermals den abgehalfterten Profi-Golfer Pryce Cahill. (Bild: Apple TV/Jessica Brooks)

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Owen Wilson spielt in der zweiten Staffel von „Stick“ abermals den abgehalfterten Profi-Golfer Pryce Cahill. (Bild: Apple TV/Jessica Brooks)

„Die Serie ist darauf ausgelegt, all das zu zeigen, was in Dokumentarfilmen nicht zu sehen war und was man sonst nirgendwo finden kann, wenn man sich alte Kämpfe und alte Interviews ansehen möchte“, warb Creator und Regisseur Ben Watkins (“Cross“) im Gespräch mit dem Branchendienst „Deadline“ für seine neue Serie „The Greatest“ (ab Mittwoch, 4. November, Prime Video). Dafür holte er sich keine Geringere als Alis Witwe Lonnie ins Boot. Sie fungiert als Executive Producerin, unter anderem an der Seite von „Rocky“-Star und Oscargewinner Michael B. Jordan.

Deutlich weniger bekannt ist der Jung-Schauspieler, der in die Rolle der Sportlegende schlüpft. Der 28-jährige Jaalen Best dürfte mit seinen wenigen Episodenrollen in Serien wie „American Horror Stories“ nur ausgewiesenen Branchenkennern etwas sagen. In große Fußstapfen tritt er schauspielerisch allemal: Will Smith schwang 2001 im Biopic „Ali“ die Fäuste und wurde dafür für den Oscar nominiert.

In acht Episoden wirft „The Greatest“ einen Blick auf die Anfänge der Karriere von Cassius Clay, wie Muhammad Ali bürgerlich hieß. Von den ersten Kämpfen 1960 bis zum ersten WM-Titel 1964. „Dieser Junge tut Dinge, die ich noch nie zuvor gesehen habe“, staunt Trainer Angelo Dundee (Giovanni Ribisi), der den aufstrebenden Boxer nach dessen Olympiasieg 1960 unter seine Fittiche nimmt. Vater Cassius Clay Sr. (Omari Hardwick) beäugt den Erfolg seines Sohnes hingegen auch kritisch: „Du hast zwar Olympia gewonnen, aber ich bin der Champ in meinem Haus.“

Doch der unübersehbar begabte Cassius strotzt nur so vor Selbstbewusstsein. Forsche Presseauftritte tragen zu seinem Ruf bei, selbst attestiert er sich: „Ich bin jung, attraktiv, schnell und unschlagbar.“ Dieses Understatement lebt er auch in jungen Jahren schon außerhalb des Rings. Sagen lassen will er sich nichts, erst recht nicht vom weißen Establishment. Um etwas an der unbefriedigenden Situation der schwarzen Bürger in den 1960er-Jahren zu verbessern, engagiert er sich in seiner Gemeinde. In diesem Zusammenhang trifft er auch auf Malcolm X (Michael Ealy).

„Stick“ - Apple TV

Die „Geschwister Furchtbar“ Josef (Emil Belton, links) und Otto (Oskar Belton) sind nicht nur die anstrengendsten Patienten - sondern im wirklichen Leben auch die Macher der Serie. Die Brüder schreiben, spielen, führen Regie und schneiden selbst, was im deutschen Fernsehen selten ist. (Bild: © ARD Degeto Film/hr/Radio Bremen/Kleine Brüder GmbH/Ostkreuz/David Luther (Repro))

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Die „Geschwister Furchtbar“ Josef (Emil Belton, links) und Otto (Oskar Belton) sind nicht nur die anstrengendsten Patienten - sondern im wirklichen Leben auch die Macher der Serie. Die Brüder schreiben, spielen, führen Regie und schneiden selbst, was im deutschen Fernsehen selten ist. (Bild: © ARD Degeto Film/hr/Radio Bremen/Kleine Brüder GmbH/Ostkreuz/David Luther (Repro))

Hinfallen, aufstehen, weitermachen: Das hat für den abgehalfterten Profi-Golfer Pryce Cahill (Owen Wilson) dank des jungen Talents Santi (Peter Dager) in der ersten Staffel geklappt. Doch nun hat der Teeanger andere Pläne als sein Mentor und erliegt der Versuchung, sofort in den Profi-Zirkus einzusteigen: Die neuen Folgen der famosen Golf-Serie „Stick“ (ab Mittwoch, 4. November, bei Apple TV) drehen sich um den ewigen Konflikt zwischen Lebenserfahrung und jugendlichem Wagemut.

Was Santi unterschätzt: Im Profizirkus wird aus Unbeschwertheit schnell Erwartung. Unter Druck können Diamanten entstehen, aber man kann auch daran zerbrechen: Er wagt den Schritt trotzdem. Und Pryce? Dem bleibt nichts anderes übrig, als ein Comeback zu wagen: Er will als ältester Golfer aller Zeiten ein Major gewinnen. Doch seine neue Trainerin Amanda (Rhea Seehorn, „Pluribus“) hat bis dahin noch eine ganze Menge Arbeit vor sich.

Jeder möchte sich vor dem anderen beweisen und wissen, was wirklich in ihm steckt: Die neuen Folgen der Golf-Comedy bergen wieder jede Menge Unterhaltungs- und Konfliktpotenzial. „Stick“ erzählt davon wortgewandt und liebenswert - mit einer geistreichen und wohlfühligen Mischung aus Wehmut, Komik und großem Herzen.

„Die Friesenjunkies“ - ARD Mediathek

Neben einigen neuen Gesichtern erwarten Fans in „American Horror Story: 13“ zwischen Spukhotel, Mörderhaus und Hexenzirkel auch altbekannte Stars wie Sarah Paulson. (Bild: FX  / Eric Liebowitz)

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Neben einigen neuen Gesichtern erwarten Fans in „American Horror Story: 13“ zwischen Spukhotel, Mörderhaus und Hexenzirkel auch altbekannte Stars wie Sarah Paulson. (Bild: FX / Eric Liebowitz)

Süchtig zu sein, macht keinen Spaß. Okay, vielleicht für einen kurzen Moment, dann wenn die Suchtbefriedigung „kickt“. Aber danach? Ist das Leben eine Mischung aus Selbstbetrug und Scham. Ein fürwahr bitteres Thema. Weil die Serie „Die Friesenjunkies“ jedoch von den jungen Comedy-Überfliegern Oskar und Emil Belton (“Die Discounter“) initiiert und inszeniert ist, mischen sich zu jenen dunklen Gefühlen auch Momente großer Komik.

Stars wie Sylvie Meis, Martin Brambach, Marie-Lou Sellem, Peter Kurth, David Schütter sowie Sönke Möhring, Marc Hosemann, Lera Abova, Stephan Luca, Pheline Roggan oder Nicole Heesters stellen sich als Patienten und Therapeuten einer Suchtklinik ihren Dämonen. Und ihre tragikomischen Charaktere und ihre Geschichten funktionieren!

Die Beltons erschaffen in der achtteiligen Impro-Comedy einen für deutsche Verhältnisse sehr einen besonderen Humor. Dabei gibt es auch Charakterentwicklung und berührende Momente zu bestaunen. Qualitäten, die das Format über eine reine Sketch-Comedy erheben. „Die Friesenjunkies“ stehen ab Freitag, 6. November, in der ARD Mediathek zum Abruf bereit.

„American Horror Story: 13“ - Disney+

Aller guten Dinge sind 13 - zumindest im Fall von „American Horror Story“. Seit ihrem Start im Jahr 2011 gilt die gruselige Anthologieserie als globales Phänomen: Über 100-mal war „American Horror Story“ für einen Emmy nominiert, ausgezeichnet wurden unter anderem Jessica Lange, Kathy Bates (beide als beste Nebendarstellerinnen), James Cromwell als bester Nebendarsteller und Lady Gaga als beste Hauptdarstellerin. Ab Samstag, 7. November, sind 13 neue Folgen der Horror-Anthologieserie von Ryan Murphy und Brad Falchuk bei Disney+ verfügbar.

Der Titel „American Horror Story: 13“ bezieht sich dabei nicht nur auf die 13. Staffel. Die unglücksbringende Zahl spielt auch inhaltlich eine Rolle: Nachdem er nur knapp dem Tod entrungen ist, wird der Pfleger Ben DeSoto (Joey Pollari) überall von der Zahl 13 heimgesucht. Und dann ist da noch sein neuer Job in dem mysteriösen New Yorker Apartmentkomplex The Apollyon ...

Neben einigen neuen Gesichtern erwarten Fans zwischen Spukhotel, Mörderhaus und Hexenzirkel auch altbekannte Stars aus den vergangenen zwölf Staffeln: Sarah Paulson schlüpft in gleich mehrere Rollen und kehrt unter anderem als Hexe Cordelia Goode zurück, Emma Roberts ist wieder als die Hexe Madison Montgomery zu sehen. Insgesamt sollen zwölf der altbekannten Figuren zurückkehren. Am überraschendsten ist dabei die Rückkehr von Jessica Lange, die zuletzt 2018 in der achten Staffel „American Horror Story: Apocalypse“ zu sehen war. (tsch)