Ein ganz Großer der Rockmusik ist gegangen. Sein Abschied war sanft.
„Ein Bilderbuch-Ende“Rocklegende ist tot – „Hole in My Shoe“ war ein Welthit

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Dave Mason (oben Mitte) war neben Jim Capaldi (l), Steve Winwood (unten) und Chris Wood (r) Gründungsmitglied der Kult-Gruppe Traffic. (Archivbild)

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Ein schwerer Verlust für die Rockmusik: Mit 79 Jahren ist Dave Mason gestorben. Bekannt wurde er als Gründungsmitglied der Kultband Traffic. Das berichtet die „Daily Mail“. Der Brite prägte mit seinem Sound eine ganze Ära.
Über die genaue Todesursache ist bislang nichts bekannt. Allerdings hatte Dave Mason in der Vergangenheit mit Herzproblemen zu kämpfen. Eine Mitteilung schildert seine letzten Stunden eindringlich: Am Sonntag (19. April) sei er nach einem gemeinsamen Essen mit seiner Frau Winifred ruhig in seinem Lieblingssessel eingeschlafen. „Ein Bilderbuch-Ende – zu seinen eigenen Bedingungen“, heißt es in dem Statement.
Traffic: So prägte er die Rock-Welt
Gemeinsam mit Steve Winwood, Jim Capaldi und Chris Wood rief Mason die Gruppe Traffic 1967 in Birmingham ins Leben. Ihr erstes Album „Mr. Fantasy“ (1967) mit dem Superhit „Hole in My Shoe“ und das darauffolgende Werk „Traffic“ machten sie zu Legenden des Genres. Sein Vermächtnis blieb unangefochten, auch wenn Mason die Formation bald wieder verließ und eigene Wege ging.
Seine Laufbahn war voller spektakulärer Zusammenarbeiten. Mason musizierte mit den bedeutendsten Persönlichkeiten der Musikbranche. So wirkte er bei Produktionen von Jimi Hendrix, den Rolling Stones, Michael Jackson und George Harrison mit. Ebenso arbeitete er im Studio mit Eric Clapton sowie Paul McCartney & Wings.
Zusammenarbeit mit Legenden wie Hendrix und den Stones
Als Solomusiker landete er in den 1970ern Hits wie „Only You Know and I Know“ und „We Just Disagree“. Zuvor sorgte er bereits 1971 für Aufsehen, als er gemeinsam mit der ehemaligen Mamas & Papas-Sängerin Cass Elliot das erfolgreiche Duo-Album „Dave Mason & Cass Elliot“ aufnahm.
Außerdem nahmen so unterschiedliche Künstlerinnen und Künstler wie Rita Coolidge, Mongo Santamaria, Grand Funk Railroad, Joe Cocker oder David Ruffin seine Kompositionen auf.
Mitte der 1990er-Jahre verstärkte er kurzzeitig Fleetwood Mac, wirkte am 1995 erschienenen Album „Time“ mit und tourte mit der Band – doch der kommerzielle Misserfolg führte schnell zu seinem Ausstieg.
Zuletzt wurde es stiller um den Künstler. Bereits 2024 zwang ihn ein „ernsthaftes Herzleiden“, eine Konzertreise abzusagen. Wegen „anhaltender gesundheitlicher Probleme“ kündigte er 2025 schließlich seinen Rückzug von der Bühne an. Er lebt mit seiner Frau Winifred Wilson und seiner Tochter Danielle.
