Hinter den Kulissen Seltene Einblicke einer Pop-Ikone: So tickt Cher privat

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Cher gab uns seltene Einblicke in ihr Privatleben – und das ist eher weniger glamourös.

Los Angeles – Sie ist immer perfekt gestylt und man mag kaum glauben, dass Cher schon 72 ist. Im zweiten Teil von „Mamma Mia“ (ab 19. Juli im Kino) spielt sie eine aufgedonnerte Oma.

Doch wie viel Oma steckt wirklich in ihr?

Jetzt gab sie seltene private Einblicke, die zeigen, dass das Showbusiness nicht immer nur schöne Seiten hat.

Cher hatte ihr eigenes „MeToo”-Erlebnis

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Denn die Sängerin und Schauspielerin enthüllt, dass sie ihr eigenes „MeToo”-Erlebnis hatte. „Ich war sehr jung”, sagt die unverwüstliche Pop-Ikone, als wir sie zum Interview trafen.

Wie jung? Genauer gesagt 28. „Aber man muss bedenken, dass ich 16 war, als meine Karriere mit Sonny begann und 27, als ich ihn verließ. Dazwischen hatte ich mich nicht besonders entwickelt, war ziemlich unreif.”

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Mit Cher traf sich Dierk Sindermann.

Und wer war es, der das ausnutzen wollte?

Cher: Ich will keinen Namen nennen. Aber glauben Sie mir, er war ein sehr berühmter Produzent.

Was war passiert?

Cher: Ich wollte einen Film machen und er lud mich zu sich nach Hause ein. Dort passierten verschiedene Dinge, die ich absolut nicht erwartet hätte. Ich war schließlich auch berühmt und ich konnte es nicht fassen, dass dieser Typ es mit so einem Dreck bei mir versuchen wollte. Ich sagte ihm „Mir ist übel” (macht eine Geste, als ob sie sich übergeben muss) und bin weg.

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Hatte Ihre Mutter Sie vor einer solchen Situation gewarnt?

Cher: Ja, sie hat auch als Komparsin gearbeitet und kleine Rollen gespielt. Sie hatte mich vor der „Casting Couch” gewarnt. Und mir einen Rat gegeben: „Wenn du das für einige Leute, die Rollen vergeben, tust, dann kannst du das. Wenn du es nicht tust, dann musst du härter arbeiten.”

Hat Ihre Mutter also nicht versucht, Sie vor einer Showbusiness-Karriere zu bewahren?

Cher: Im Gegenteil, sie hat mich immer angespornt. Seitdem ich vier war und „Cinderella“ im Kino gesehen hatte. Sie war überhaupt meine große Stütze im Leben. Ich war nicht gut in der Schule, weil ich Legasthenikerin bin. Doch Mama meinte immer, dass es am Ende egal ist, was für Noten ich habe. Sie sagte immer: „Du bist megaschlau und wirst später Leute haben, die die Dinge für dich erledigen, die du nicht machen musst.“ Sie hatte ja so recht.

Irrer Nacktauftritt: Cher ließ es in Las Vegas richtig krachen.

Sie sind Sängerin, Schauspielerin, Geschäftsfrau, Mode-Designerin, Produzentin und Komponistin. Wie schaffen Sie das alles?

Cher: Das weiß ich auch nicht. Ich sollte tot sein (lacht).

Mal im Ernst.

Cher: Ich bin nicht gut darin, mit meiner Zeit gut umzugehen. Gewöhnlich fasse ich zu viele Projekte auf einmal an. Weil sie so klingen, als ob sie Spaß machen. Damit habe ich mich schon oft in die Bredouille gebracht.

Zum Beispiel?

Cher: Zum Beispiel das Angebot „Wollen Sie nicht die Nationalhymne singen?” Klar, das klingt nach Fun. Und dann machst du es und du bist vor Schreck wie gelähmt. Das war eines der beängstendsten Erlebnisse, die ich je gehabt habe.

Bei Ihnen fragt sich jeder, wie Sie es schaffen, so viel jünger auszusehen...

Cher: Das werde ich nicht verraten. Außer, dass ich regelmäßig Sport treibe und mich gesund ernähre. Natürlich habe ich auch Methoden, wie ich meine Haut jung halte. Es hilft auch, wenn man keinen Alkohol trinkt und keine Drogen nimmt. Und vor allem rauche ich nicht. Denn das lässt dich wirklich schnell alt aussehen.

Merken Sie Ihr Alter trotzdem manchmal?

Cher: Also natürlich merke ich es schon hier und da, wenn ich durch die Welt jette. Aber grundsätzlich fällt mir das Arbeiten immer noch leicht und meine Erholungsphasen sind so kurz wie eh und je. Ich wusste nicht einmal, dass ich die 40 erreicht hatte bis ich 60 geworden bin (lacht).

In „Mamma Mia! 2“ spielen Sie eine sehr jugendliche Oma. Haben Sie damit selbst Erfahrung?

Cher: Ich habe keine Enkelkinder. Ich wünschte ich hätte sie. Ich glaube nämlich, dass Großeltern immer cooler sind als Eltern. Ich weiß noch, dass ich als Mädchen einmal das Parfum meiner Oma ins Klo gegossen habe. Anstatt zu schimpfen, hat sie nur gelacht und fand die Aktion süß.

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In „Mamma Mia 2“ spielt Cher eine aufgedonnerte Oma.

Mit Ihnen und Meryl Streep waren gleich zwei Legenden an einem Set. Wie haben Sie sich verstanden?

Cher: Meryl und ich haben schon vor 35 Jahren zusammen vor der Kamera gestanden und sind seither befreundet. Wenn ich nicht meine Karriere haben würde, dann hätte ich gerne ihre. Sie ist einfach perfekt und weiß, wie sie ihr Leben und ihre Arbeit perfekt ausbalanciert.

Bei Ihnen werden immer wieder neue Männer an Ihrer Seite gesehen. Haben Sie zur Zeit eine feste Beziehung?

Cher: Ich hatte bis vor kurzem eine. Aber es ist unmöglich, einen Freund zu haben, wenn man so in der Öffentlichkeit steht. Das endet immer nur in Tränen. Deshalb werde ich in Zukunft Beziehungen vor der Presse verstecken. Vielleicht hilft das ja.

Wie schwer haben es Ihre Kinder, im Schatten einer so berühmten Mutter zu stehen?

Cher: Das war für Chaz und Elijah nie wirklich ein Spaß. Ich bin ihr ganzes Leben lang berühmt gewesen und das war immer hart für sie. Wir konnten nie mal was in der Öffentlichkeit machen, ohne dass Fotografen plötzlich auftauchten und all den Spaß ruiniert haben.

Sie sind zu Hause auch der Superstar Cher oder haben sie als Mutter ein ganz andere private Seite?

Cher: Sie glauben echt, ich lauf auch zu Hause aufgedonnert herum? (lacht). Nein, meine Cher-Personality in der Öffentlichkeit ist nicht die, die meine Söhne kennen. Sie sehen mich als Mama, die ohne Makeup, in Jogginghose im Haus herumläuft.

Was macht die private Cher am liebsten in ihrer Freizeit?

Cher: Ich hänge mit meinen Freunden herum. Ich liebe es, ins Kino zu gehen. Ich habe mir grade mit Elijah und unseren Freunden „Solo“ angeschaut und hatte total Spaß. Oder ich lade meine Freunde zu mir nach Hause ein und dann schauen wir uns Schwarz-Weiss-Klassiker an. Am liebsten mit Bette Davis, Clark Gable oder Humphrey Bogart.

Wenn Sie auf Ihr privates und berufliches Leben zurückschauen, gibt es Dinge, die Sie bereuen?

Cher: Für Reue habe ich nicht genug Zeit (lacht schallend). Aber im Ernst, natürlich gibt's die. Auf der anderen Seite ist es wichtig, wenn man im Leben an einigen Dingen scheitert. Denn dann denkst du darüber nach und versuchst es beim nächsten Mal besser zu machen. Wer scheitert, der kann Erfolg umso mehr schätzen.

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