Abrechnung mit sich selbst: In einem Interview packte Capital Bra über seine lange Drogenvergangenheit aus. Außerdem kündigte der Rapper an, was er jetzt ändern will ...
Capital Bra zieht Drogen-Reißleine„Möchte nicht mehr in der Psychiatrie landen“

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Capital Bra möchte seinem Drogenkonsum ein Ende setzen. (Bild: IMAGO / Jan Huebner)
Die Zahlen sprechen für sich: Mit mehr als 20 Songs schaffte es Capital Bra bereits an die Spitze der deutschen Charts. Doch bei allem Erfolg hatte der Rapper neben der Bühne immer wieder mit Problemen zu kämpfen. Wie tiefgreifend diese sind, deckte der 31-Jährige nun bemerkenswert offen in einem Interview auf. „Mit elf habe ich das erste Mal geraucht, gezogen, gekifft“, berichtete er dem „Spiegel“. Anschließend sei er ins Jugendheim gekommen. „Tilidin war die billigste Droge, die es gab und die man damals bekommen hat. Irgendwann aber wurde ich abhängig.“
Den Kampf gegen die Sucht nahm Capital Bra dabei weit mehr als nur einmal auf. „Ich hatte zehn, zwanzig Entzüge“, legte er im Gespräch offen. Diese Phasen seien aber stets von starken Schmerzen begleitet. Dazu leide er dann unter Panikattacken. „Auf Gras kann ich verzichten, auf Koks, auf was auch immer“, schilderte Capital Bra. Tilidin bekomme er aber mittlerweile per Rezept verordnet: „Warum soll ich mit Schmerz- und Panikattacken leben, wenn es dagegen Mittel gibt?“
In Sachen Drogen kennt Capital Bra mitunter kein Limit. Im April 2026 meldete er sich via TIkTok-Livestream aus einem Krankenwagen - nach einer Kokain-Überdosis. „Ich habe mich irgendwann nicht mehr gespürt, also meinen Körper nicht mehr. Das hat mir Angst gemacht“, dachte er nun daran zurück. Er habe „am ganzen Körper gezittert“.
Capital Bra über Drogensucht: „Es ist schlimm, dass ich meine Familie enttäusche“
Immer wieder beeinträchtigt der Drogenkonsum von Capital Bra auch seine Familie. „Ich kann nicht auf Drogen nach Hause gehen. Ich kann meine Söhne und Töchter nicht anfassen“, stellte der Musiker gegenüber dem „Spiegel“ klar. Als Ausweichmöglichkeit nutze er etwa Hotels. Teils komme er dann erst nach Hause, wenn seine Kinder bereits im Bett seien: „Dann muss ich mich zu Hause irgendwie heimlich durchschlängeln und direkt in die Dusche gehen und mich desinfizieren.“
Auch gegenüber seiner Partnerin, die ihn zeitweise bereits verließ, habe der 31-Jährige Schuldgefühle: „Es ist schlimm für mich, dass ich sie schon so lange und immer wieder enttäusche. Dass ich meine ganze Familie wegen der Drogen immer wieder enttäusche.“ Deshalb hat sich Capital Bra beim Blick in die Zukunft ein klares Ziel auf die Fahnen geschrieben: „Ich möchte nicht mehr in der Psychiatrie landen. Ich möchte irgendwann nicht mehr irgendwo einen Entzug machen müssen.“ Stattdessen wolle er sich auf seine Familie konzentrieren. (tsch)
