Einmal dem britschen König die Hand schütteln - auch wenn man dafür Frack tragen und Spott ertragen muss: „Ich würd's immer wieder tun“, sagte Sänger Campino im ARD-Talk „Inas Nacht“ über seinen umstrittenen Staatsbankett-Besuch vor drei Jahren.
Campino spricht bei „Inas Nacht“ über Spott nach Royals-Empfang„Hier habt ihr mich, ihr Trottel!“

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Ina Müller sprach Campino bei „Inas Nacht“ auf ein Treffen mit König Charles an. (Bild: NDR / Morris Mac Matzen)
Ein Punkrocker beim Royals-Empfang: Das gab es im März 2023 wirklich. Damals war Campino geladener Gast beim Staatsbankett für König Charles von England. Der Sänger der Toten Hosen durfte dem königlichen Gast sogar die Hand schütteln - im Frack! Da waren die hämischen Kommentare vorprogrammiert.

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„Hier habt ihr mich, ihr Trottel!“ Campino 2023 beim Staatsbankett für König Charles im Schloss Bellevue. (Bild: 2023 Getty Images/Sebastian Reuter)
Das sei eben die Kleiderordnung gewesen, erinnerte sich der Rocksänger nun als Gast des Kneipentalks „Inas Nacht“ im Ersten. „Der Spott ist in Ordnung, aber ich wäre mir doof vorgekommen, als Einziger in T-Shirt und kurzen Hosen aufzutauchen“, rechtfertigte der 64-Jährige seine Unterwerfung unter den Dresscode.
Eingeladen war Campino, der mütterlicherseits aus einer englischen Familie stammt, damals vonseiten der britischen Botschaft. „Ich habe in dem Moment an meine Mutter gedacht und meine Oma, wie die sich freuen würden, dass ich so eine Einladung kriege“, sagte er bei „Inas Nacht“. „Für die bin ich mehr oder weniger da hingegangen und habe mir diesen Shit reingezogen, was ich da zu suchen hätte.“
Gesundheitlich ist bei Campino „Hopfen und Malz verloren“

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Campino ließ es nicht nicht nehmen, mit den Toten Hosen bei „Inas Nacht“ einen neune Song zu spielen. (Bild: NDR / Morris Mac Matzen)
Campinos Auftritt auf ungewohntem Terrain hielten damals etliche Agenturfotografen fest. Der Sänger vergegenwärtigt es sich in der ARD-Show mit Galgenhumor: „Ich weiß noch, ich ging diese Treppe hoch am Bellevue und sah diese Hunderten von Fotografen, die alle danach hechelten, mich in diesem idiotischen Outfit zu fotografieren. Ich stand da in Siegerpose: Hier habt ihr mich, ihr Trottel!“ Bereut hat der gebürtige Düsseldorfer es nicht, die Einladung angenommen zu haben: „Ich würd's immer wieder tun, egal, wie viel Ärger es gibt.“
Weitere kritische Kommentare über sein Aussehen musste Campino bei Ina Müller dann auch nicht über sich ergehen lassen - ganz im Gegenteil. „Du achtest sehr auf dich“, wollte die Moderatorin erkannt haben. „Du bist der schlankeste, fitteste, durchtrainierteste 63-Jährige (inzwischen ist Campino 64 Jahre alt), den ich kenne. Was tust du dafür?“
Campino wiegelte ab: „Es ist ganz traurig. Ich bin mittlerweile über dieses Stadium hinaus. Ich habe aufgegeben, was den Kampf um den Körper angeht.“ Sein Motto laute nun: „Es ist vorbei. Nehmt mich, wie ich bin.“ Gesundheitlich sei nach Jahrzehnten auf Tour „Hopfen und Malz verloren“, der Sänger bezeichnete sich als „wandelndes Krankenhaus“. Sogar die Experten in der Berliner Charité seien ratlos: „Die sagen immer nur: Das müssen wir überwachen. Aber mehr fällt denen auch nicht ein.“ (tsch)
