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Bushido Geheimes Ton-Dokument aufgetaucht – platzt jetzt der Mega-Prozess?

Rapper und Musikproduzent Bushido vor Gericht

Rapper Bushido kommt in einen Saal des Bundesverwaltungsgerichtes.

Im Prozess gegen Clan-Boss Arafat Abou-Chaker tritt Bushido als Nebenkläger und Hauptzeuge auf. Der Rapper könnte nun wegen einer brisanten Ton-Aufnahme in Erklärungsnot geraten.

Es ist der Promi-Prozess schlechthin: Bushido (43) gegen Arafat Abou-Chaker (45)! Der ehemalige Freund und Geschäftspartner des Rappers („Sonnenbank Flavour“, „Nie ein Rapper“) steht dabei wegen versuchter schwerer räuberischer Erpressung, Freiheitsberaubung und gefährlicher Körperverletzung vor Gericht.

Weil Anis Ferchichi (Bushidos bürgerlicher Name) 2017 die geschäftlichen Beziehungen beenden wollte, habe der Clan-Boss eine Beteiligung am Musikgeschäft des Rappers sowie eine Millionensumme gefordert.

Bei einem Treffen am 18. Januar 2018 soll der Streit dann eskaliert sein. Nachdem Bushido sich endgültig lossagen wollte, sei der Musiker eingeschlossen, beleidigt, bedroht, mit Gegenständen (u.a. eine Wasserflasche) beworfen und ins Gesicht geschlagen worden. Das Martyrium soll insgesamt vier Stunden gedauert haben, so zumindest lautet Bushidos Schilderung bei der Polizei und vor Gericht.

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Ton-Aufnahme könnte Bushido vor Gericht in Bedrängnis bringen

Alles fake? Denn ein bislang unbekannter Gesprächsmitschnitt, der dem „Stern“ vorliegt, widerlegt diese Darstellung eindeutig. Der Prozess, der bereits im August 2020 startete und bei dem Bushido als Nebenkläger und Hauptzeuge auftritt, steht nun auf der Kippe.

Denn die brisante Audio soll Bushido als Lügner entlarven. Demnach habe das Treffen in Wahrheit weniger als zwei Stunden gedauert. Auf den Aufnahmen seien zudem weder Drohungen, Beleidigungen noch handgreifliche Streitigkeiten zu hören. Ein renommierter Audio-Forensiker bestätigte dem Magazin, dass an dem Mitschnitt nicht manipuliert wurde: „Wir können bei allen verwendeten Analysemodellen keine Indizien dafür finden, dass hier etwas herausgenommen oder hinzugefügt wurde", so der Sachverständige.

Bushido bleibt bei seiner Aussage

Bushido selbst bezweifelt auf Instagram die Existenz eines solchen Tondokuments. Der Rapper schreibt: „Ich bleibe bei meiner Schilderung der Ereignisse am 18. Januar 2018. Die angebliche Aufnahme, auf die sich der 'Stern' bezieht, ist uns nicht bekannt und kann daher von uns auch nicht überprüft werden.“

Es sei jedoch „verwunderlich“, so Bushido weiter, dass diese Aufnahme erst anderthalb Jahre nach Prozessbeginn aufgetaucht sei und nicht von einem Angeklagten in den Prozess eingeführt worden sei.

Die Beweisaufnahme in dem spektakulären Prozess am Berliner Landgericht soll am 9. Februar fortgesetzt werden. Der mittlerweile 59. Hauptverhandlungstag wird nach den neuesten Enthüllungen mit Spannung erwartet.

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