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Bei jeder anderen Band müsste man staunenDas sind die Musik-Highlights der Woche

Mick Jagger (links), Keith Richards (Mitte) und Ron Wood haben immer noch unheimlich viel Freude an der Musik. Mit „Foreign Tongues“ präsentieren die Rolling Stones jetzt ihr 25. Studioalbum. (Bild: Kevin Mazur)

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Mick Jagger (links), Keith Richards (Mitte) und Ron Wood haben immer noch unheimlich viel Freude an der Musik. Mit „Foreign Tongues“ präsentieren die Rolling Stones jetzt ihr 25. Studioalbum. (Bild: Kevin Mazur)

U2, Kelela und die Rolling Stones, die drei Jahre nach dem Nummer-eins-Album „Hackney Diamonds“ mit „Foreign Tongues“ nachlegen: Erfahren Sie hier, was neu, wichtig und hörenswert ist in der Welt der Musik.

Sie rollen und rollen und rollen auch nach sechs Jahrzehnten noch. Mit „Foreign Tongues“ zeigen die Rolling Stones, wie viel Freude sie nach wie vor an der Musik haben. „Auf dass es noch lange so bleiben möge!“, tönt der inzwischen 82-jährige Keith Richards. Neues und Hörenswertes gibt es außerdem von Kelela und U2.

The Rolling Stones - Foreign Tongues

US-Musikerin Kelela verbindet R&B, Shoegaze und Grunge zu einem ungewohnten, aber zugleich wunderschönen futuristischen Sound. (Bild: Neva Wireko)

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US-Musikerin Kelela verbindet R&B, Shoegaze und Grunge zu einem ungewohnten, aber zugleich wunderschönen futuristischen Sound. (Bild: Neva Wireko)

„Für mich geht es in erster Linie darum, das alles zu genießen“: So erklärt Keith Richards den Spirit, mit dem er zuletzt ins Metropolis-Studio in London ging, um den Nachfolger zu „Hackney Diamonds“ (2023) aufzunehmen. Ähnlich dürfte es auch seinen Bandkollegen Mick Jagger und Ron Wood gegangen sein. Die Rolling Stones haben alles erreicht und müssen nichts mehr beweisen, aber sie haben immer noch große Lust auf Musik. Und wenn drei der bedeutendsten Rockmusiker aller Zeiten Lust auf Musik haben, dann klingt eine Platte genau so wie „Foreign Tongues“.

Das 25. Studioalbum der Rolling Stones enthält insgesamt 14 Titel. Die größte Überraschung ist wohl das Amy-Winehouse-Cover „You Know I'm No Good“, abgesehen davon verzichten Richards, Jagger und Wood auf Experimente und Verrücktheiten. Das Sound-Repertoire ist nach 60 Jahren auf der Bühne auch so groß genug und wird auf „Foreign Tongues“ bestmöglich ausgeschöpft. Kerniger Rhythm and Blues, großformatiger Stadionrock, bis auf wenige ruhige Momente alles sehr lebhaft und energisch. Bei jeder anderen Band mit einem Durchschnittsalter über 80 müsste man staunen, aber die Stones ... sind halt die Stones.

Einige der Songs gehen auf dieselben Sessions zurück, in denen auch das gefeierte Vorgänger-Album „Hackney Diamonds“ entstand, deshalb ist auf einem Track auch noch der 2021 verstorbene Drummer Charlie Watts zu hören (“Hit Me In The Head“). Darüber hinaus holten die Rolling Stones und Produzent Andrew Watt diverse prominente Gäste ins Studio. Neben Steve Winwood, Chad Smith, Robert Smith und Bruno Mars wirkte auch Paul McCartney an dem Album mit, von dem übrigens noch nicht klar ist, ob es nun das letzte der Stones sein wird oder nicht. Angeblich liegen schon wieder zehn neue Songs in der Schublade.

U2 - Street Of Dreams

U2 feiern 2026 ihr 50-Jahre-Jubiläum, deshalb wird es erstmals seit 2017 auch wieder ein Album mit neuen Songs geben. (Bild: Olaf Heine)

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U2 feiern 2026 ihr 50-Jahre-Jubiläum, deshalb wird es erstmals seit 2017 auch wieder ein Album mit neuen Songs geben. (Bild: Olaf Heine)

Im September feiern U2, 1976 als Schülerband in Dublin gegründet, ihr Jubiläum. Zum 50-Jährigen wird es ein neues Album geben, das hat die Gruppe gerade erst angekündigt. Wird auch Zeit, werden viele Fans sagen. Zuletzt präsentierte sich die Band umtriebig und produktiv wie lange nicht, im Februar und April kamen überraschend zwei EPs kurz hintereinander (“Days of Ash“, „Easter Lily“). Das letzte vollwertige Album mit neuen Songs liegt aber schon neun Jahre zurück - „Songs Of Experience“, 2017.

Wie die neue Platte heißen soll und wann genau sie auf den Markt kommt, ist noch nicht bekannt. Aber immerhin kann man jetzt schon einen ersten Song hören, zu dem in Mexiko-Stadt auch ein stimmungsvolles Musikvideo gedreht wurde. „Street Of Dreams“ soll genau jene Mischung aus Gitarre, Rhythmus und Hymne sein, „die den Sound der Band seit Jahrzehnten prägt“, und genau so kommt es auch bei vielen Hörerinnen und Hörern an. „Ich bin seit den 80er-Jahren Fan und freue mich, endlich wieder Musik mit echten U2-Vibes zu hören“, kommentiert ein begeisterter Anhänger in den sozialen Medien. An anderer Stelle heißt es: „Ich höre da viel von den alten Platten in meiner Sammlung.“ Es scheint, als träfen U2 mit dem neuen Song einen Nerv ...

Kelela - New Avatar

Das Gesicht der Künstlerin schimmert bläulich auf dem Cover, das Album trägt den Titel „New Avatar“. Natürlich meint Kelela nicht die berühmte Science-Fiction-Filmreihe von James Cameron. Aber die Klangwelt, die sie auf ihrem dritten Langspieler erschafft, fühlt sich manchmal genauso weit weg an wie der Mond Pandora. R&B, Pop und Electronica bilden die Grundlage ihres Sounds, Kelelas Vision aber führt regelmäßig weit weg von dem, was man hinter solchen Begrifflichkeiten eigentlich erwartet. Deshalb hören beispielsweise auch die Gorillaz und Björk immer genau hin, wenn Kelela neue Musik veröffentlicht wie jetzt eben „New Avatar“.

„New Avatar“ ist eine kosmisch anmutende musikalische Reise zu Orten, die eigentlich gar nicht so kosmisch sind. Die Indie-Szene von Washington, D.C. etwa, in der Kelela einst künstlerisch sozialisiert wurde. Die Sängerin und Songschreiberin, früher mal Teil einer Progressive-Metal-Band, erinnert sich daran zurück, vermengt Alternative R&B und Post-Pop mit Shoegaze, Grunge und TripHop und kreiert so einen Sound, der ungewohnt ist, eigenartig, futuristisch und vor allem: wunderschön. Tipp für Fans und Interessierte: Demnächst startet Kelela erstmals seit mehreren Jahren wieder eine internationale Tour, die im Oktober auch nach Köln und Berlin führt. (tsch)

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