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„Begreife langsam, was passiert ist”Zwei Jahre nach Tod: Jetzt spricht Aviciis Mutter

Avicii

Copyright: Amy Sussman/Invision/AP/dpa

Avicii hat sich im April 2018 das Leben genommen. Das Foto zeigt ihn im Jahr 2013.

Stockholm – Es gibt nichts Schlimmeres für eine Mutter, als den Tod ihres Kindes miterleben zu müssen.

Für Anki Lidén (73) ist es auch zwei Jahre nach dem Tod ihres Sohnes Tim, der weltweit als Star-DJ Avicii bekannt war, schlimmer denn je.

Seitdem hat sich die schwedische Schauspielerin nicht mehr öffentlich geäußert – bis jetzt.

Tim Bergling (Avicii): Seine Mutter spricht zum ersten Mal nach seinem Tod

Mit seiner Musik begeisterte der schwedische DJ Avicii Millionen. Doch es wurde ihm schnell zu viel: Mit nur 28 Jahren nahm er sich auf tragische Weise das Leben.

Der Ruhm machte Avicii, der eigentlich Tim Bergling hieß, zu schaffen. Der Künstler hatte lange mit psychischen Problemen zu kämpfen und sah vermutlich keinen Ausweg mehr.

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Rund zwei Jahre nach der Tragödie sitzt bei seiner Mutter der Schock noch tief. Anki Lidén wird den schweren Verlust wohl nie verkraften.

Im Interview mit der schwedischen Zeitung „Aftonblandet” spricht sie erstmals offen über ihre Gefühlswelt.

Aviciis Mama: „Ich war vom Schock wie betäubt”

Die erste Zeit nach seinem Tod sei sehr traumatisch für sie gewesen: „Ich war vom Schock wie betäubt.”

In dieser schweren Zeit haben ihr tausende Avicii-Fans Kraft gegeben. „So viele fantastische Menschen teilten unsere Trauer. Wir spürten die Liebe zu Tim, es kamen Briefe aus der ganzen Welt, in der die Menschen schrieben, was Tim ihnen bedeutet hat”, so die 73-Jährige weiter.

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Um der Realität zu entfliehen, habe sie alles versucht: „Ich habe alle Streamingdienste, die man haben kann, Netflix usw. Ich habe mir alles mögliche angeschaut, um abschalten zu können.”

Sie gründete später die Stiftung „Tim Bergling Foundation”. Selbstmordgefährdete sollen dort schnelle und vorbeugende Hilfe bekommen.

Doch trotz Job und Ablenkung ist ihre Trauerarbeit längst nicht abgeschlossen.

Zwei Jahre nach seinem Tod: Aviciis Mutter trauert noch

„Viele glauben, dass es einem in der Trauer nach zwei Jahren besser geht, aber bei mir ist es nicht so. Ich kann manchmal immer noch nicht fassen, dass er weg ist. Manchmal geht es mir heute viel schlechter als damals kurz nach seinem Tod. Es ist schlimmer auf eine andere Art, nun begreife ich langsam, was passiert ist. Ein Kind zu verlieren ist einfach schrecklich”, erklärt sie.

Seine Musik könne sie sich bis heute nicht mehr anhören. Dann fange sie an zu weinen. (cg)

Norwegens König Haakon VIII. (l-r), Königin Mette-Marit, Königin Sonja, Kronprinzessin Ingrid Alexandra und Prinz Sverre Magnus winken vom Balkon des Königspalasts aus, nachdem der Trauerzug und die Trauerfeier für Norwegens König Harald V. stattgefunden haben.
Mette-Marit und Sonja in Tränen
Herzzerreißende Szenen auf dem Palastbalkon