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Aus einer Welt, die Spider-Man nicht kenntDas sind die Kino-Highlights der Woche

„Bitteres Fest“, „The Invite“ und „Spider-Man: Brand New Day“, Tom Hollands vierter Solo-Auftritt in der Rolle des berühmten Spinnenmanns von Marvel: Das sind die Kino-Neustarts am 29. und 30. Juli.

Das Marvel Cinematic Universe umfasst inzwischen 37 Filme, und nur noch die allergrößten Fans werden den Anspruch haben, alle zu kennen, um das große Ganze zu verstehen. Man kann an diesen Action-Spektakeln schon auch ohne den weiteren Handlungs-Kontext viel Spaß haben. Wer jetzt aber für Nummer 38 ins Kino geht, „Spider-Man: Brand New Day“, sollte doch zumindest über die Vorkommnisse in Nummer 27 Bescheid wissen, „Spider-Man: No Way Home“ aus dem Jahr 2021. Sonst versteht man bei dem neuen MCU-Blockbuster vielleicht wirklich überhaupt nichts mehr.

„Spider-Man: Brand New Day“ markiert für Peter Parker (Tom Holland) einen ganz neuen Anfang. (Bild: 2026 CTMG/2026 Marvel)

Copyright: 2026 CTMG/2026 Marvel

„Spider-Man: Brand New Day“ markiert für Peter Parker (Tom Holland) einen ganz neuen Anfang. (Bild: 2026 CTMG/2026 Marvel)

Außerdem neu in dieser Woche: In „Bitteres Fest“ philosophiert Pedro Almodóvar über die Macht der Fiktion, und „The Invite“ erzählt mit vierfacher Star-Besetzung von einem chaotischen Pärchenabend.

Spider-Man: Brand New Day

Raúl (Leonardo Sbaraglia) erzählt in „Bitteres Fest“ die Geschichte von Elsa - und damit erzählt er irgendwie auch seine eigene Geschichte. (Bild: El Deseo/Iglesias Más/Studiocanal)

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Raúl (Leonardo Sbaraglia) erzählt in „Bitteres Fest“ die Geschichte von Elsa - und damit erzählt er irgendwie auch seine eigene Geschichte. (Bild: El Deseo/Iglesias Más/Studiocanal)

Zur Erinnerung: In „Spider-Man: No Way Home“ wurde der Held Opfer einer schlimmen medialen Hetzkampagne, die ihn zu Unrecht als Mörder darstellte und dann auch noch der ganzen Welt offenbarte, dass Peter Parker hinter der Maske von Spider-Man steckt. Da führte wirklich kein Weg mehr nach Hause, weshalb der Spinnenmann seinen Freund Doctor Strange bat, einen besonderen Zauber anzuwenden: Die ganze Welt sollte vergessen, wer Spider-Man ist.

Fünf Jahre später bekommt Peter Parker alias Spider-Man (Tom Holland) nun also seinen Neustart, seinen „Brand New Day“. Das Drehbuch zum vierten (neuen) Solo-Film für Spider-Man verfassten Chris McKenna und Erik Sommers, die zuvor auch schon an „Homecoming“, „Far From Home“ und „No Way Home“ arbeiteten, den Regie-Posten übernahm diesmal Destin Daniel Cretton (“Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings“). Neben Hauptdarsteller Tom Holland gehören unter anderem auch Zendaya, Mark Ruffalo und Jon Bernthal sowie Neuzugang Sadie Sink (“Stranger Things“) zum Cast.

Elsa (Bárbara Lennie) muss ihr Leben nach einer Panikattacke neu sortieren. (Bild: El Deseo/Iglesias Más/Studiocanal)

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Elsa (Bárbara Lennie) muss ihr Leben nach einer Panikattacke neu sortieren. (Bild: El Deseo/Iglesias Más/Studiocanal)

„Das ist vielleicht meine Bestimmung: allein mit der Wahrheit zu leben“: Dieses neue Leben, in dem niemand mehr Peter Parker alias Spider-Man kennt, nicht einmal seine engsten Freunde, ist nicht leicht. Aber der Held fügt sich. Er tut, was Helden tun, und beschützt Tag für Tag die Menschen von New York. Natürlich trifft er dann doch irgendwann wieder auf seine alte Freundin MJ (seit Kurzem mit Tom Holland verheiratet: Zendaya). Aber es tauchen auch neue Bedrohungen auf, und das wird wohl noch eine ganze Weile so weitergehen: Nach dem immensen Erfolg von „No Way Home“ mit einem Einspielergebnis von 1,9 Milliarden Dollar soll „Spider-Man: Brand New Day“ (bereits ab Mittwoch, 29. Juli, im Kino) der Auftakt einer ganz neuen Trilogie sein.

Bitteres Fest

Angela (Olivia Wilde) und Joe (Seth Rogen) haben Probleme mit sich selbst und Probleme mit ihren Nachbarn. Vielleicht macht ein Dinnerabend zu viert ja alles besser? (Bild: Tobis Film)

Copyright: Tobis Film

Angela (Olivia Wilde) und Joe (Seth Rogen) haben Probleme mit sich selbst und Probleme mit ihren Nachbarn. Vielleicht macht ein Dinnerabend zu viert ja alles besser? (Bild: Tobis Film)

Zwei Frauen führen auf Lanzarote einen dramatischen Dialog. Die eine spricht von einer Krise, von einem unglücklichen Ende. Die andere hakt ein: „Du vergisst, es ist eine Fiktion, und ich entscheide über das Ende.“ Finger hacken Buchstaben in eine Tastatur, eine Geschichte in einer Geschichte in einer Geschichte. Ziemlich verkopft sei dieser neue Film „Bitteres Fest“ von Pedro Almodóvar, hieß es vorab in manchen Kritiken. Dass er es sich oder seinem Publikum zu leicht mache, kann man dem spanischen Kult-Filmemacher jedenfalls nicht vorwerfen.

Die Rahmenhandlung des Films erzählt von Regisseur Raúl (Leonardo Sbaraglia), der im Jahr 2025 an einem Drehbuch für einen neuen Film arbeitet. In „Bitteres Fest“ möchte Raúl die Geschichte von Elsa (Bárbara Lennie) erzählen, einer ehemaligen Filmemacherin in der Werbebranche, die 2004 nach einer Panikattacke mit einer Freundin (Victoria Luengo) nach Lanzarote reist, um sich neu zu orientieren. Gewissermaßen erzählt Raúl damit aber auch seine eigene Geschichte.

Die Trennlinie zwischen den verschiedenen Erzählungen ist in „Bitteres Fest“ bewusst nicht immer klar gezogen. Das kann verwirren. Dieser neue Film von Pedro Almodóvar, der Nachfolger zu „The Room Next Door“ (2024), beinhaltet aber auch spannende Denkanstöße, vor allem eben über die Macht von Erzählungen und Fragen wie: Was kann Fiktion in der echten Welt bewirken? Die Kritiken zu „Bitteres Fest“ fielen mehrheitlich positiv aus, in Cannes war der Film für die Goldene Palme nominiert.

The Invite

Er sagt ihr, dass ihm die neue Bluse gut gefalle, sie blafft ihn an, dass er ruhig öfter mal solche Komplimente aussprechen könne: Joe (Seth) und Angela (Olivia Wilde) stecken in einer Krise, das merkt man sofort. Die Beziehung der beiden hat einen Punkt erreicht, an dem tausend Dinge nerven. Was noch mehr nervt, sind nur die Nachbarn von oben, Pina (Penélope Cruz) und Hawk (Edward Norton). Vielleicht, so die Idee in „The Invite“, sollte man sich mal treffen und reden. Neue Gesichter, neue Gedanken, neue Impulse. Vielleicht wird dann alles besser. Oder vielleicht auch viel schlimmer ...

Pina und Hawk wirken wie das perfekte Paar. In jedem Fall haben die beiden ein perfektes Liebesleben - das hören Joe und Angela in dem dünnwandigen Gebäudekomplex jede Nacht ganz genau. Pina und Hawk kommen also zum Dinner vorbei, ein Pärchenabend. „Wir würden gerne etwas mit euch besprechen“, eröffnet Joe. Das trifft sich gut, findet Pina: „Wir würden auch gerne etwas mit euch besprechen.“

Alte Wunden, die wieder aufgerissen werden, Kränkungen, Missverständnisse, seltsame Andeutungen, Chaos: Der Abend läuft für Joe und Angela überhaupt nicht so, wie sie es erwartet hatten. Das Publikum aber darf sich auf eine wendungsreiche, bis zuletzt unberechenbare Tragikomödie mit absoluter Top-Besetzung freuen. Inszeniert wurde „The Invite“ (Drehbuch: Will McCormack, Rashida Jones) übrigens von Hauptdarstellerin Olivia Wilde, die zuletzt 2022 bei „Don't Worry Darling“ Regie führte. Als Vorlage diente der spanische Film „Sentimental“ (2020), der 2023 auch schon auf Deutsch neu verfilmt wurde (“Die Nachbarn von oben“). (tsch)

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