Last-Kingdom-Weltstar Emily Cox über lesbische Liebe in der Volksmusik und ihre Rolle im ARD-Krimi

Last-Kingdom-Star Emily Cox schaut in die Kamera.

Emily Cox (Last Kingdom) spielt am 24. September 2022 einen Volksmusik-Star in einer lesbischen Beziehung.

Mit ihrer Rolle im Netflix-Hit Last Kingdom wurde Emily Cox weltweit ein Star, zudem begeisterte sie ihre Fans in der Kultserie Jerks. Nun spielt die Österreicherin zur Primetime in der ARD einen Volksmusik-Star, deren Geliebte tot aufgefunden wird. Emily Cox über ihre Rolle, Homosexualität in der Volksmusik und eine mögliche Musik-Karriere.

Nun also Volksmusik. Emily Cox (37) hat schon so einiges gemacht in ihrer Schauspielkarriere. In Deutschland dürften die sympathische Österreicherin die meisten aus der Kultserie Jerks kennen. An der Seite von Christian Ulmen (46) wurde vier Staffeln lang fleißig improvisiert und viel gelacht. „Wir mussten sogar Szenen neu drehen, weil es der Kameramann nicht mehr geschafft hat, die Kamera ruhig zu halten, weil er so lachen musste“, erinnert sie sich an den Dreh mit Ulmen & Co.

Zum Weltstar aber wurde sie durch die Rolle der Brida im Netflix-Hit „The Last Kingdom“, die in diesem Jahr mit der fünften Staffel zu Ende ging. Bis heute bekommt Cox Post von Fans aus aller Welt, aus Brasilien oder Mexiko. „Der Aufwand war gigantisch, da waren immer 500 Mann am Set“, erinnert sich Cox an die Blockbuster-Produktion. „Wir haben teilweise bei 40 Grad in den Wikinger-Klamotten gedreht. Aber am Set ging es immer locker zu, da steckt man auch das weg.“

Emily Cox im Steirerstern in der ARD

Nun ging es für die in Wien aufgewachsene Tochter eines Briten und einer Irin zum Drehen in die Steiermark. Im Krimi „Steirerstern“ (Samstag, 24. September 2022, ARD und in der ARD-Mediathek) ist Cox Jana Skoff, Star des Volksmusiktrios „Jana & die Lausbuam“, die sich leidenschaftlich in die Indie-Musikerin Anna verliebt. Doch die wird dann tot aufgefunden und es beginnt die Suche nach der oder dem Schuldigen.

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Wäre das Spektaktel Volksmusik auch was für sie? „Nein, meine Musik ist das absolut nicht. Doch auf der Bühne den Statisten einzuheizen, das hat schon Spaß gemacht. Außerdem hab ich Riesenrespekt auch vor den Stars der Szene. Wer da nicht professionell und talentiert ist, der schafft es auch nicht“, sagt Cox.

Cox über Homosexualität: „Richtig, wenn Menschen ihrem Herzen folgen“

Wie sehr das Thema Homosexualität in der doch sehr traditionellen Volksmusik-Szene ein Tabu-Thema ist, damit hat sie sich eher nicht beschäftigt. Cox: „Man weiß ja, dass es etwa beim Fußball immer noch eine schwierige Thematik ist. Ob das auch in der Volksmusik so ist? Ich habe die Geschichte jedenfalls so genommen, wie sie ist. Ich finde es immer schön, wenn Menschen das tun, was sie wirklich-wirklich wollen, deswegen finde ich es richtig, dass sich Jana entschieden hat, ihrem Herzen zu folgen.“

Emily Cox als Brida in Last Kingdom.

Emily Cox wurde in ihrer Rolle als Brida in Last Kingdom zum Weltstar.

Die rockige Indie-Musik von Anna Friedberg (37) war ihr aber näher. „Das war ja ihre eigene Musik. Wir haben gemeinsam gesungen und das hat so einen Spaß gemacht. Wir wollen uns jetzt mal in London treffen und vielleicht das Lied zusammen aufnehmen. Wer weiß, vielleicht wartet da noch eine zweite Karriere auf mich“, lacht Cox.

Trotz ihrer Berühmtheit ist die in Berlin und Wien lebende Schauspielerin mehr als auf dem Boden geblieben, sie lacht auch im Gespräch mit Express.de viel und gern und erzählt begeistert über die Zusammenarbeit mit Regisseur Wolfgang Murnberger (62), der auch die Brenner-Krimis von Wolf Haas verfilmte (Cox: „Die sind wirklich Klasse!“) und mit dem sie schon „Nichts zu verlieren“ drehte. „Er hat so ein Geschick, auch in den tragischsten Momenten eine Prise Humor einzuflechten.“

Davon können sich die Zuschauer dann am kommenden Samstag beim „Steirerstern“ überzeugen. Cox: „Es war schön, auch mal auf österreichisch zu drehen. Der Film wird in zwei Versionen gezeigt - im ORF so wie wir ihn gedreht haben, und für das deutsche Fernsehen mussten wir viele Stellen nachsynchronisieren. Den Akzent hätten wohl nur die wenigsten verstanden.“

Demnächst ist sie als Pianistin Alma Mahler zu sehen. „Ich hatte den Anspruch an mich, die Passagen, in denen man sie am Klavier sieht, selbst zu spielen“, erklärt Cox. Der Anspruch dürfte aber auch von ihren Eltern kommen, die beide klassische Pianisten sind und Tipps gegeben haben dürften. Und am 1. Oktober wird auf dem Hamburger Filmfest die Mini-Serie „37 Sekunden“ präsentiert, wo Cox eine Anwältin spielt, deren Vater mit ihrer besten Freundin eine Affäre hatte und nun der Vergewaltigung bezichtigt wird.

Nun aber erst mal der Krimi aus der Steiermark, spannende Samstagabend-Unterhaltung mit Humor, Rock- und Volksmusik. „Es war eine tolle Zeit beim Dreh und ich glaube, das Ergebnis kann sich sehen lassen.“ Doch Emily Cox hat schon neue Pläne. Und wir sind schon gespannt, womit uns die in Deutschland lebende Österreicherin mit britischen Wurzeln als nächstes überrascht...

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