Abo

Schrecken der WeltmeereDieses deutsche U-Boot versetzt sogar Donald Trump in Angst

Die U-Boote der Klasse 212A der deutschen Marine sind weltweit gefürchtet. (Archivfoto)

Copyright: imago stock&people

Die U-Boote der Klasse 212A der deutschen Marine sind weltweit gefürchtet. (Archivfoto)

Aktualisiert:

Klein, aber oho: Deutschlands U-Boote sind eine technologische Meisterleistung.

Obwohl sie neben anderen Unterwasserfahrzeugen fast zierlich wirken, genießen die Tauchboote der Klasse 212A der Bundesmarine einen furchterregenden Ruf. Man nennt sie nicht ohne Grund „Wunder-U-Boote“. Ihr Antrieb ist nicht nuklear, doch ihre geringe Lautstärke macht sie für gegnerische Ortungssysteme zu einem größeren Problem als zahlreiche atomgetriebene Pendants.

Die deutsche Marine verfügt über eine Flotte von sechs dieser hochmodernen Jagd-U-Boote, die die Kennungen U 31 bis U 36 tragen. International wird dieses Programm als eines der fortschrittlichsten im konventionellen Bereich angesehen. Vor allem die außergewöhnliche Wendigkeit der Boote ist bemerkenswert.

Ein bahnbrechendes Antriebskonzept macht den Unterschied

Das Herzstück ist ein bahnbrechendes, außenluftunabhängiges Antriebssystem (AIP) aus dem Hause Siemens. Hierbei wird Elektrizität durch eine Reaktion von Wasserstoff mit Sauerstoff in Brennstoffzellen generiert. Dies ermöglicht es den Tauchbooten, bis zu drei Wochen lang getaucht zu operieren, ohne die Wasseroberfläche zu durchbrechen oder einen Schnorchel zu benötigen. All das geschieht bei einer bemerkenswert geringen Lärmentwicklung.

Ein deutsches U-Boot der Klasse 212A liegt im Hafen von Eckernförde.

Copyright: imago stock&people

Ein deutsches U-Boot der Klasse 212A liegt im Hafen von Eckernförde. (Archivfoto)

Die Aggregate arbeiten nahezu vibrationsfrei, für die Hülle wird amagnetischer Stahl verwendet und die spezielle X-Form der Ruderanlage reduziert die Geräuschkulisse zusätzlich. Diese „Silent Killer“ sind so schwer zu fassen, dass selbst aktive Sonaranlagen oft scheitern. Für den Angriff sind sie mit sechs Abschussrohren für Torpedos ausgestattet.

Die Leistungsdaten sind beachtlich: Getaucht schaffen sie Geschwindigkeiten von bis zu 20 Knoten und erreichen eine Tauchtiefe von mehr als 700 Metern. Ihre Bewaffnung besteht aus zeitgemäßen DM2A4-Schwergewichtstorpedos. Die U-Boote, die im Zeitraum von 2005 bis 2016 zur Flotte stießen, messen 56 bis 57 Meter in der Länge und haben eine Wasserverdrängung von circa 1830 Tonnen im Tauchzustand. Die Entwicklung stammt von den Howaldtswerken-Deutsche Werft (HDW/Thyssenkrupp Marine Systems). Ein identischer Bootstyp, die Todaro-Klasse, wird auch von der Marine Italiens eingesetzt.

Die nächste Generation steht schon in den Startlöchern

Hierbei handelt es sich nicht um veraltete Technik, sondern um eine konsequente Fortentwicklung der berühmten Elektroboote (Typ XXI) aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, nur eben 80 Jahre moderner. Jene galten seinerzeit als revolutionäre „Wunderwaffen“. In der heutigen Zeit stellen die Einheiten des Typs 212A einen vergleichbaren technologischen Sprung für die Unterwasserkriegsführung dar. Ihr Einsatzgebiet reicht von der Ostsee und dem Atlantik bis in das Mittelmeer. Ein Manöver mit der USS Enterprise hat bereits demonstriert, dass sie das Potenzial haben, komplette Flugzeugträgerverbände zu gefährden.

Aber der Fortschritt macht keinen Halt: Die Nachfolgegeneration, Typ 212CD (Common Design), entsteht bereits in Kooperation mit Norwegen. Diese neuen Boote werden einen vergrößerten Rumpf mit etwa 30 Prozent mehr Innenraum, eine rautenförmige Tarnkappen-Gestaltung und verbesserte Sensoren besitzen. Außerdem werden sie Marschflugkörper einsetzen können und sind für ausgedehnte Überwachungsfahrten in arktischen Gewässern konzipiert. Zwei zusätzliche Einheiten (U 37 und U 38) gehen an Deutschland, während Norwegen vier erhält. Die Indienststellung der 212CD-Klasse ist für den Zeitraum 2029/2031 geplant und wird die Leistungsfähigkeit der „Wunder-U-Boote“ nochmals steigern. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Blick auf das Weiße Haus

Nahost-Krieg

USA legt 15-Punkte-Plan für Kriegsende vor