Abo

Wahl-Zoff im LändleCDU wirft Grünen „Griff in die Schmutzkiste“ vor

CDU-Landesparteitag Baden-Württemberg

Copyright: Bernd Weißbrod/dpa

CDU-Generalsekretär Tobias Vogt wirft den Grünen eine schmutzige Wahlkampfführung vor. (Archivbild)

Die Stimmung in Baden-Württemberg ist kurz vor der Landtagswahl am Siedepunkt. Die CDU ist fuchsteufelswild auf die Grünen und beschuldigt sie einer unfairen Wahlkampf-Aktion. Im Mittelpunkt: private Telefonanrufe und ein kontroverses Video aus der Vergangenheit.

Nur zwei Tage vor der entscheidenden Abstimmung kracht es gewaltig! „Die Grünen haben ihren moralischen Kompass verloren“, wettert Tobias Vogt, der Generalsekretär der Landes-CDU. „Wer sein eigenes Parteilogo und seine Inhalte verstecken muss, dem bleibt am Ende offenbar nur noch der Griff in die Schmutzkiste.“

Was steckt dahinter? Auslöser des Streits ist ein Appell der Grünen Jugend auf Bundesebene, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) meldet. Die Nachwuchsorganisation fordert ihre Anhänger auf, im Endspurt des Wahlkampfs bei Familie und Freunden anzurufen, um gegen den Spitzenkandidaten der CDU Stimmung zu machen.

Grüne Jugend: Das Hagel-Video soll Thema werden

In dem Schreiben steht unmissverständlich: „Manuel Hagel ist nicht bereit als Ministerpräsident!“ Doch es wird noch brisanter. Die Grüne Jugend empfiehlt ihren Unterstützern, ein vieldiskutiertes Interview des CDU-Politikers Hagel aus dem Jahr 2018 gezielt anzusprechen.

Seinerzeit hatte sich Hagel etwas zu enthusiastisch über das Erscheinungsbild einer Schülerin geäußert. Die Grüne Jugend gibt für die Telefon-Aktion sogar passende Stichworte an die Hand: Man könne vorbringen, dass ein Regierungschef jungen Leuten respektvoll begegnen oder überholte Rollenklischees ablegen müsse.

CDU-General: „Hat mit fairem Wahlkampf nichts zu tun“

Für CDU-Generalsekretär Vogt ist damit eine Grenze überschritten worden. „Bürger dazu aufzufordern, ihre privaten Netzwerke für Angriffsbotschaften zu missbrauchen“, habe mit einem anständigen, demokratischen Wettbewerb „nichts zu tun“.

Vogt vermutet hinter der Aktion eine gezielte Strategie: Die Grünen wollten im linken Spektrum zusätzliche Wähler für sich gewinnen. „Dazu passt, dass die Grünen eine überdeutliche Übereinstimmung in ihrem Wahlprogramm mit der Linkspartei haben“, meint der CDU-Politiker laut dpa.

Die Grüne Jugend kontert die Vorwürfe. Eine Sprecherin ließ verlauten, es sei „unspektakulär“, wenn man als eigenständiger Jugendverband Kampagnen gegen die CDU fahre. Letztlich müssten die Bürgerinnen und Bürger entscheiden, wem sie das Amt anvertrauen. „Für die Grüne Jugend ist dabei klar, dass Manuel Hagel mit seinen Positionen nicht der Richtige ist.“

Der Wahlkampf im Südwesten spitzt sich also kurz vor dem Urnengang dramatisch zu. Ob diese Aktion den Grünen am Ende hilft oder eher schadet, wird sich am Wahltag zeigen. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Internationale Handwerksmesse

Wirtschafts-Bosse mit Hammer-Ansage

„Probleme mit Geld ersticken, funktioniert nicht!“