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Vom Auto ins AllAutozulieferer Schaeffler baut jetzt Teile für Satelliten

Klaus Rosenfeld

Copyright: Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Schaeffler-Vorstandschef Klaus Rosenfeld will sein Unternehmen breiter aufstellen und Geschäftsfelder in der Raumfahrttechnik erschließen. (Archivbild)

Autozulieferer Schaeffler startet jetzt im Weltall durch

Riesen-Überraschung in der deutschen Wirtschaft! Der fränkische Zulieferer Schaeffler hat genug von der Krise am Automarkt und startet jetzt voll durch – im Weltall. Um unabhängiger zu werden, investiert der Konzern massiv in die Raumfahrttechnologie.

Für die amerikanische Firma Spire Global, die an der Börse gelistet ist, wird Schaeffler demnächst hochspezialisierte Schwungräder herstellen. Diese Bauteile, bekannt als „Reaction Wheels“, sind für Satelliten essenziell. Sie sorgen dafür, dass die Flugkörper im All ihre exakte Position und den richtigen Kurs beibehalten. Spire plant zudem für 2025 die Eröffnung einer Produktionsanlage in München.

250 Millionen Euro Umsatz in fünf Jahren

Spire Global wird als erster bedeutender Abnehmer für Schaefflers neue Weltraum-Pläne gehandelt. Doch das ist erst der Anfang. „Wir werden uns aber selbstverständlich auch anderen Interessenten nicht verschließen“, äußerte sich Schaeffler-Vorstandschef Klaus Rosenfeld gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Allein die Kooperation mit Spire soll in den kommenden fünf Jahren ein Geschäftsvolumen von 250 Millionen Euro einbringen.

„Mit Schaeffler verbindet uns eine langfristige Vision für eine eigenständige europäische Raumfahrtindustrie, die in Europa selbst entwickelt, aufgebaut und betrieben wird“, ließ Theresa Condor, Vorstandschefin von Spire Global, verlauten. Ziel sei eine verlässliche europäische Industriebasis, um die Geschwindigkeit und Größenordnung moderner Raumfahrtmissionen zu erreichen.

Weniger Abhängigkeit von der Autoindustrie

Für Schaeffler-Vorstandschef Rosenfeld ist der Schritt ins All Teil einer größeren Strategie. Er versucht seit Längerem, den Konzern breiter aufzustellen und die Abhängigkeit von der schwächelnden Automobilindustrie zu reduzieren. Und die neuen Geschäftsfelder haben es in sich.

Zuletzt hatte Schaeffler bereits den Einstieg in Geschäfte mit menschenähnlichen Robotern sowie in die Rüstungsindustrie angekündigt. Dafür wurde am Rüstungsstandort München eine eigene Defence-Tochter gegründet, bei der nun auch die Raumfahrtaktivitäten gebündelt werden. Rosenfelds Ansage ist klar: „Wir meinen es ernst mit diesen Themen.“

Der Produktionsschwerpunkt von Schaeffler liegt zwar weiter in der Autoindustrie, wo das Unternehmen Komponenten für Antriebsstränge liefert. Doch in den traditionellen Feldern blieb das Wachstum zuletzt aus. Im ersten Quartal konnte Schaeffler nur noch in der Sparte E-Mobilität zulegen. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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