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Volkswagen-SchockVW baut 50.000 Stellen in Deutschland ab

Ein Mitarbeiter setzt im Werk von Volkswagen das Logo der Marke an einem Fahrzeug vom Typ ID.4 ein. Der VW-Konzern präsentiert am Dienstag in Wolfsburg seine Bilanz für 2025.

Copyright: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Ein Mitarbeiter setzt im Werk von Volkswagen das Logo der Marke an einem Fahrzeug vom Typ ID.4 ein. Der VW-Konzern präsentiert am Dienstag in Wolfsburg seine Bilanz für 2025.

Weiterer Schock in der Autoindustrie: Nachdem der Gewinn des Volkswagenkonzerns im vergangenen Jahr um fast die Hälfte eingebrochen ist, baut Deutschlands größter Autokonzern bis zu 50 000 Stellen ab.

Der Volkswagenkonzern streicht in Deutschland weitere Stellen: „Insgesamt sollen bis 2030 rund 50.000 Stellen im gesamten Volkswagen-Konzern in Deutschland abgebaut werden“, erklärte Konzernvorstand Oliver Blume in einem Brief an die Aktionäre.

Hintergrund: Der Gewinn von Deutschlands größtem Autokonzern ist im vergangenen Jahr um fast die Hälfte eingebrochen. Der Nettogewinn sank auf 6,9 Milliarden Euro, wie der Wolfsburger Konzern am Dienstag (10. März) mitteilte. Das ist das niedrigste Ergebnis seit der Dieselskandal-Krise im Jahr 2016.

US-Zölle und Porsche-Probleme

Verantwortlich macht der Autobauer vor allem die US-Zölle sowie die Probleme der Volkswagen-Tochter Porsche.

Auch bereinigt um Sonderfaktoren wie Abschreibungen bei Porsche lag die Gewinnmarge nur bei 4,6 Prozent, wie der Konzern weiter mitteilte. Werden die Zollkosten herausgerechnet, steigt sie auf 5,5 Prozent. Das reiche „langfristig nicht aus“, erklärte VW-Finanzvorstand Arno Antlitz. Für das Jahr 2026 rechnet der Konzern zunächst mit 4,0 bis 5,5 Prozent Rendite.

VW werde nun „weiter konsequent unsere Kosten senken“, erklärte Antlitz. Die Folge: weitere Stellenstreichungen in Deutschland. Ende 2024 hatte VW mit den Gewerkschaften einen Stellenabbau in Deutschland um 35.000 bis 2030 vereinbart, vor allem bei der Kernmarke VW.

Der Konzernumsatz blieb 2025 den Angaben nach weitgehend stabil bei knapp 322 Milliarden Euro (minus 0,8 Prozent). Weltweit beschäftigte VW 662.900 Mitarbeiter - 2,4 Prozent weniger als im Vorjahr.

Bei den Absatzzahlen freut sich der Autokonzern über einen Anstieg um fünf Prozent in Europa und zehn Prozent in Südamerika. In Nordamerika verkaufte VW hingegen zwölf Prozent weniger Fahrzeuge, in China sechs Prozent weniger. Insgesamt verkaufte der Konzern knapp neun Millionen Fahrzeuge, nach etwas mehr als neun Millionen im Vorjahr.

Der Anteil vollelektrischer Fahrzeuge stieg auf 22 Prozent vom Auftragsbestand. Im Absatz legten E-Autos um 55 Prozent zu. (AFP)

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