Verfassungsschutz nimmt rechte „Christfluencer“ ins Visier
Glaube als WaffeVerfassungsschutz warnt vor rechten Christfluencern mit AfD-Nähe

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Mehr Details zu christlichen Influencern, bei denen der Verfassungsschutz Handlungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung, erkennt, gibt die Bundesregierung nicht preis. Sie begründet dies unter anderem damit, dass dies zu «Abwehrstrategien» führen und dadurch die Erkenntnisgewinnung erschweren könnte. (Symbolbild)
Der deutsche Inlandsgeheimdienst beobachtet gezielt Personen und Zusammenschlüsse, die unter dem Deckmantel des Christentums extremistisches Gedankengut streuen wollen. In einer Stellungnahme zu einer Anfrage der Grünen im Parlament macht die Bundesregierung deutlich: Solche Gruppierungen verwenden „(pseudo-)christliche Motive und Diskurse“. Damit sollen laut Bericht vor allem Hetze gegen bestimmte Bevölkerungsteile sowie radikale Verschwörungsmythen ideologisch gestützt werden. Ein solches Vorgehen richtet sich gegen die Grundordnung der freiheitlichen Demokratie.
Besonders heikel: Manche dieser Leute sind in den sozialen Netzwerken als Influencerinnen und Influencer unterwegs. Die Antwort der Regierung stellt außerdem fest, dass innerhalb dieser Szene „Kontakte und Vernetzungsbestrebungen in politische Milieus im In- und Ausland wie gegenüber Mitgliedern der Partei Alternative für Deutschland (AfD)“ existieren.
Warnruf vor „Christfluencern“ mit AfD-Verbindungen

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Die Abgeordnete Marlene Schönberger (Grüne) sagt: «Dass bereits unsere Anfrage auf spürbaren Gegenwind aus extrem rechten Kreisen gestoßen ist, zeigt, wie empfindlich die Szene auf kritische Nachfragen reagiert.»
Die Innenexpertin der Grünen, Marlene Schönberger, schlägt wegen dieser perfiden Masche Alarm. Sie sagt, dass rechtsextreme Kräfte gezielt religiös angehauchte Bilder und Geschichten einsetzen, um vor allem junge Leute anzulocken. Dies habe die Bundesregierung nun bestätigt. Schönberger warnt: „Sogenannte Christfluencer mit Bezügen zur AfD und der MAGA-Bewegung verschmelzen rechtsextreme Ideologie, christlich aufgeladene Symbolik und Verschwörungstheorien.“
Grüne verlangen schärferes Vorgehen der Regierung
Ihre Kollegin Lamya Kaddor, die bei den Grünen für Religionspolitik zuständig ist, sieht ebenfalls dringenden Handlungsbedarf. Sie stellt klar, dass das Verhältnis zu den großen Kirchen von Vertrauen geprägt sei, fordert aber unmissverständlich: „Die Bundesregierung muss der Instrumentalisierung christlicher Symbolik und Narrative durch Rechtsextreme mehr Aufmerksamkeit widmen.“ (dpa/red)
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