Ukraine-Krieg Russland gibt Lyman auf – Kadyrow empfiehlt „Atomwaffen mit geringer Sprengkraft“

Teil-Erfolg für die Ukraine im Krieg mit Russland: Im Osten der Ukraine haben sich die Truppen von Wladimir Putin aus einer Stadt zurückgezogen, da sie eine Niederlage fürchten.

Freitag Siegesfeier, Samstag Rückzug: Russland hat in der Ukraine eine weitere militärische Niederlage eingesteckt.

Die Truppen von Kremlchef Wladimir Putin gaben am Samstag (1. Oktober 2022) die strategisch wichtige Stadt Lyman im ostukrainischen Gebiet Donezk auf.

Russische Streitkräfte ziehen sich wegen Gefahr der Einkesselung zurück

Die Streitkräfte seien wegen der Gefahr einer Einkesselung abgezogen worden, sagte Igor Konaschenkow, der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums.

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Zuvor hatten ukrainische Behörden von rund 5000 eingekesselten russischen Soldaten gesprochen. Trotz der Gewinne der Ukraine warnten westliche Politiker vor einer weiteren Eskalation in dem Konflikt.

Unterdessen hat der Tschetschenenführer Ramsan Kadyrow die russische Armee zum Einsatz von „Atomwaffen mit geringer Sprengkraft“ in der Ukraine aufgerufen.

„Meiner Meinung nach sollten drastischere Maßnahmen ergriffen werden, bis hin zur Verhängung des Kriegsrechts in den Grenzgebieten und dem Einsatz von Atomwaffen mit geringer Sprengkraft“, erklärte er auf Telegram nach dem Rückzug der Russen aus der strategisch wichtigen ukrainischen Stadt Lyman.

Ramsan Kadyrow bei Annexions-Feier im Kreml dabei

Der Machthaber der russischen Teilrepublik Tschetschenien prangerte zudem die „Vetternwirtschaft“ in der russischen Armee an. Diese werde „zu nichts Gutem führen“, erklärte er.

Donezk ist eine der vier ukrainischen Regionen, deren Annexion Russland am Freitag verkündet hatte. An der Zeremonie rund um die Unterzeichnung der Annexions-Abkommen hatte auch der kreml-treue Kadyrow teilgenommen. (afp/dpa)

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