Krieg in der Ukraine „Das ist enorm“: Neuer Bericht zu russischen Soldaten übertrifft alles

Ein US-Bericht legt nahe, dass etwa 75.000 Russen im Ukraine-Krieg getötet oder verletzt sein könnten, das wäre eine wesentlich höhere Zahl als bislang angenommen. Unser Foto zeigt einen russischen Soldaten Ende Juli an der türkischen Grenze.

Ein US-Bericht legt nahe, dass etwa 75.000 Russen im Ukraine-Krieg getötet oder verletzt sein könnten, das wäre eine wesentlich höhere Zahl als bislang angenommen. Unser Foto zeigt einen russischen Soldaten Ende Juli an der türkischen Grenze.

Laut US-Bericht verbreitet die Biden-Regierung eine neue Schätzung zu den Toten und Verletzen auf russischer Seite, die alle bisherigen Annahmen übertrifft. Auch in einem geheimen Briefing des Repräsentantenhauses soll die enorme Zahl geteilt worden sein. Mittlerweile hat sich auch der Kreml dazu geäußert.

Ein US-Abgeordneter, der vor kurzem die Ukraine besucht hat, hat dem Bericht nach am Mittwoch (27. Juli) bestätigt, dass die hohe Schätzung auch in einem Briefing an das US-Außenministerium, das Verteidigungsministerium, die Stabschefs und die Nachrichtendienste aufgetaucht sei.

Auch wenn die Schätzungen von Opfern bei den Militärs auf beiden Seiten spekulativ ist, sorgt die Zahl für einiges Aufsehen. So sehr, dass sich mittlerweile auch der Kreml zu einer Stellungnahme genötigt sah. 

Krieg in der Ukraine: 75.000 tote oder verletzte russische Soldaten geschätzt

Wie die „New York Times“ berichtet, wird von der US-Regierung geschätzt, dass mehr als 75.000 russische Soldaten im Krieg getötet und verletzt worden. Die Zahl übertrifft bisherige Schätzungen, vergangene Woche noch hat die CIA noch angenommen, 60.000 Russen sind verletzt oder getötet worden, berichtet die Nachrichtenagentur „Reuters“.

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Die demokratische Abgeordnete Elissa Slotkin bestätigte gegenüber CNN, dass die Schätzung in einem Briefing im Repräsentantenhaus verbreitet worden ist. Es sei darin um die Frage gegangen, „was wir noch für die Ukrainer tun können und sollten“, das sei in den nächsten drei bis sechs Wochen dringend. Kürzlich scheint Kyjiw bei Kämpfen im Süden des Landes mit einer Gegenoffensive Fortschritte zu machen. 

Das russische Militär sei erschöpft und die Ukraine suche nach zusätzlicher Verstärkung, da sie eine Gegenoffensive vom Süden her starten wollen. Bereits jetzt erzielt das ukrainische Militär wieder Fortschritte: In Cherson sei es dank vom Westen gelieferter Artilleriegeschütze gelungen, gezielt Moskaus Nachschubrouten anzugreifen, erklärte das britische Verteidigungsministerium.

Krieg in der Ukraine: 100 bis 200 Militäropfer auf ukrainischer Seite

Fest steht: Sollte die aktuelle Schätzung korrekt sein, würde das einen erstaunlichen Verlust bedeuten. Im Frühjahr wurde die Zahl der russischen Soldaten, die in der Ukraine kämpfen, auf bis zu 150.000 geschätzt.

Eine Schätzung von Opferzahlen ist schwierig und kann nicht unabhängig geprüft werden. Während des gesamten Krieges in der Ukraine haben sowohl Russland als auch die Ukraine versucht, ihre genauen Verluste zu verdecken. Beide Seiten haben ein Interesse daran, möglichst wenig Opfer auf dem Schlachtfeld anzugeben. Ein hochrangiger Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sagte kürzlich, dass die Militäropfer auf Seiten der Ukraine 100 bis 200 pro Tag betragen.

Mittlerweile hat sich auch der Kreml zur Schätzung geäußert und die Zahlen als „Fake“ bezeichnet. „Das sind ja keine Angaben der US-Administration, sondern Veröffentlichungen in Zeitungen“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Donnerstag (28. Juli). „In unserer Zeit scheuen sich nicht einmal die solidesten Zeitungen davor, alle möglichen Fakes zu verbreiten.“ Allerdings hat der Kreml auch im Februar sämtliche Erkenntnisse als „Fake“ zurückgewiesen, Russland könnte die Ukraine nach dem 20. Februar angreifen. 

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