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Schlimmer Verdacht Schreckliche Hinweise in befreiten Gebieten der Ukraine

Nachdem die Ukraine mehrere Gebiete befreit hat, ziehen sich die Russen zurück und hinterlassen Tod und Verwüstung. Die Szenen erinnern an die Befreiung des Kiewer Vororts Butscha und anderer Gebiete im April 2022. Hat sich im Oblast Charkiw ähnliches abgespielt?

Die Ukraine hat am vergangenen Wochenende – für viele überraschend – große Geländegewinne machen können. Die Bilder von glücklichen Menschen, die den Befreiern weinend vor Glück um die Arme fallen, gingen um die Welt. Doch schnell wurde auch ein schrecklicher Verdacht laut.

Rund 40 Verdachtsfälle von Kriegsverbrechen haben ukrainische Ermittlerinnen und Ermittler in den zurückeroberten Gebieten bis jetzt festgestellt. Darunter ist auch ein Foltergefängnis in der Stadt Balaklija, in dessen Keller 40 Menschen Monate lang misshandelt worden sein sollen. 

Ukraine: In befreiten Gebieten kommt Verdacht der Kriegsverbrechen auf

„Die Besatzer nahmen diejenigen mit, die beim Militär dienten oder dort Verwandte hatten, und suchten auch nach denen, die der Armee halfen“, schrieb der Leiter der Ermittlungsabteilung bei der Polizei Charkiw am Dienstag (13. September) auf Facebook.

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Wer so in die Fänge der russischen Besatzer geriet, musste mit Misshandlung und Folter rechnen. Unter anderem sollen Menschen mit Stromschlägen gefoltert worden sein.

Die schrecklichen Verdachtsfälle kommen leider nicht überraschend. Von Butscha, über Irpin, bis hin zum Foltergefängnis von Oleniwka: Die russische Invasion in der Ukraine wird seit Monaten von Berichten über Kriegsverbrechen der Invasoren begleitet. Doch bis heute streitet Russland alle Vorwürfe ab – trotz erdrückender Beweise wie zum Beispiel aus Butscha.

All die neuen Hinweise aus den kürzlich befreiten Gebieten scheinen sich zwar einzureihen, in diese Chronik des Grauens, doch sind sie erst einmal nur das: Hinweise. Die Prüfung der zahlreichen Verdachtsfälle wird einige Zeit in Anspruch nehmen.

Niemand wird die Männer und Frauen beneiden, die nun mit der traurigen Aufgabe des Beweise-Sammelns beginnen werden. Doch am Ende der grausamen Aufgabe steht die Hoffnung: die Hoffnung auf Wahrheit und vielleicht ja sogar auf Gerechtigkeit. (bcr)

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