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Strache drohen 10 Jahre HaftEx-FPÖ-Chef soll Partei um Hunderttausende Euro betrogen haben

Ex-FPÖ-Chef Strache vor Gericht in Wien

Copyright: Georg Hochmuth/APA/dpa

Der einst frühere FPÖ-Chef Strache bestreitet die Vorwürfe.

Ex-FPÖ-Chef Strache wieder vor Gericht: Untreue-Vorwurf.

Christian Strache, der frühere Anführer der rechten FPÖ, muss sich schon wieder in Österreich vor Gericht verantworten. Diesmal lautet der schwere Vorwurf: Untreue. Er soll versucht haben, Hunderttausende Euro aus einer Versicherung für sich abzuzweigen – Geld, das eigentlich der Partei gehörte.

Der Staatsanwalt legte am Landesgericht Wien dar, wie die Partei 2007 für ihren damaligen Vorsitzenden und späteren Vizekanzler (2017-2019) eine Police abgeschlossen hatte. Satte 940.000 Euro flossen von der FPÖ in den Vertrag. Die Abmachung: Stirbt Strache, ist seine Familie abgesichert. Wenn nicht, geht das Geld zurück an die Partei. Doch der Plan änderte sich angeblich: Strache soll mit einem Finanzverantwortlichen der FPÖ, der mit auf der Anklagebank sitzt, versucht haben, die Auszahlung an sich selbst umzuleiten.

Straches Konter: „Das war meine Rente!“

Doch Strache und sein Mitangeklagter weisen die Anschuldigungen entschieden zurück. Ihre Version der Geschichte: Die Police sei niemals eine gewöhnliche Lebensversicherung gewesen. Sie sei von Beginn an als eine Art Rentenplan für ihn gedacht gewesen, sollte seine politische Laufbahn ein abruptes Ende finden.

Und genau dieser Fall trat 2019 durch den berüchtigten Ibiza-Skandal ein. Strache, der zuvor bei Wahlen große Erfolge feierte, musste all seine Ämter in der Regierung und bei der FPÖ niederlegen. Auslöser war ein heimlich mitgeschnittenes Video, das an die Öffentlichkeit gelangte. Die Aufnahmen zeigten ihn im Gespräch mit einer vermeintlichen Oligarchin, wobei er empfänglich für korrupte Deals erschien.

Nach Ibiza: Freisprüche, aber keine Ruhe

Die Affäre zog eine ganze Welle an juristischen Ermittlungen nach sich. Strache musste sich bereits zwei Mal wegen Korruptionsvorwürfen vor Gericht verantworten – und wurde beide Male freigesprochen. Das ist der Punkt, der aufhorchen lässt: Trotz der früheren Freisprüche steht er nun wieder vor dem Richter. Im jetzigen Prozess, der bis Anfang Juli angesetzt ist, droht dem Wiener Lokalpolitiker eine Haftstrafe von bis zu zehn Jahren.

Voraussichtlich im Herbst steht bereits das nächste Verfahren gegen Strache an. In diesem Fall geht es um die Vergabe eines Jobs bei einem Glücksspielkonzern mit staatlicher Beteiligung. (dpa/red)

Währenddessen laufen im Rahmen der Aufarbeitung des Ibiza-Skandals auch die Ermittlungen der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft weiter. Im Visier ist hier der frühere Regierungschef der Konservativen, Sebastian Kurz, der von 2017 bis 2019 mit Strache eine Regierungskoalition bildete. Kurz selbst bestreitet alle gegen ihn erhobenen Korruptionsanschuldigungen. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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