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Steuer-Bonus für UrlauberAb Juli sinkt die Ticketsteuer, doch es gibt einen Haken.

Flugzeuge

Copyright: Lando Hass/dpa

Ob Flüge durch die Steuersenkung billiger werden, ist offen. (Symbolbild)

Günstiger in den Urlaub? Ticketsteuer sinkt, aber die Sache hat einen Haken.

Eine tolle Neuigkeit für alle Urlaubsplaner? In Berlin hat das Bundeskabinett grünes Licht gegeben: Die Abgabe auf Flugtickets von deutschen Flughäfen wird ab Juli gesenkt. Damit setzen CDU, CSU und SPD ein Vorhaben aus ihrem Koalitionsvertrag um, wie die dpa berichtet. Als nächster Schritt steht die Beratung im Bundestag an.

Doch ob das Geld am Ende wirklich bei den Reisenden ankommt und die Tickets günstiger werden, bleibt ungewiss. Die Regierung hat nämlich keine Möglichkeit, die Fluggesellschaften dazu zu zwingen, die geringere Steuer an die Kunden weiterzureichen. Die Preise der Airlines werden durch komplizierte Computersysteme bestimmt, in denen staatliche Gebühren nur eine von vielen Variablen sind. Obendrein sorgt der wegen des Irankriegs erhöhte Ölpreis aktuell für einen massiven Kostendruck.

Um diese Beträge geht es konkret

Die Höhe der Abgabe orientiert sich grob an der Flugdistanz vom größten deutschen Airport in Frankfurt am Main. Es gibt drei Stufen. Bei Inlandsflügen und Routen bis 2.500 Kilometer werden zukünftig 13,03 Euro fällig statt bisher 15,53 Euro. Für Mittelstrecken von 2.500 bis 6.000 Kilometern ist eine Absenkung von 39,34 Euro auf 33,01 Euro geplant. Bei Flügen auf der Langstrecke über 6.000 Kilometer sinkt die Steuer von 70,83 Euro auf dann 59,43 Euro.

Das kostet die Entlastung den Steuerzahler

Diese Entlastung ist für die Staatskasse nicht ohne Folgen. Laut dem Gesetzentwurf kostet die Maßnahme den Bund allein in diesem Jahr circa 185 Millionen Euro. Bis 2030 könnten sich die Mindereinnahmen sogar auf 355 Millionen Euro summieren. Um dieses Loch zu stopfen, soll ab 2027 an anderer Stelle im Haushalt des Verkehrsministeriums gespart werden. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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