Rheinmetall & OHB gründen Firma für Bundeswehr-Satelliten.
Rüstung im WeltallRheinmetall und OHB gründen Firma für Bundeswehr-Satelliten

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Der Raumfahrt- und Technologiekonzern OHB tut sich mit dem Rüstungskonzern Rheinmetall zusammen. (Archivbild)
Ein neuer Player für Deutschlands Sicherheit! Der Satellitenbauer OHB und der Rüstungsriese Rheinmetall schmieden eine Allianz. Wie die beiden Firmen verkündeten, gründen sie die „OHB Rheinmetall Space Networks GmbH“ in Bremen. Die Mission: Ein bombenfestes und immer verfügbares Kommunikationsnetz für die Bundeswehr auf die Beine zu stellen.
Dieses frische Joint Venture soll bei einem Satellitenvorhaben für die Streitkräfte die volle Zuständigkeit tragen – von der Konzeption über die Auslieferung bis zur laufenden Wartung. Geplant ist ein System, das Truppen, Vehikel, Anlagen und unbemannte Fluggeräte miteinander verbindet. Es soll Sprache, Informationen und Live-Daten über sämtliche Kommandoebenen hinweg absolut sicher übermitteln.
Bewerbung für 10-Milliarden-Euro-Auftrag
Schon zu Beginn des Jahres hatten das „Handelsblatt“ und die „Financial Times“ darüber berichtet: OHB und Rheinmetall haben es auf das bisher gewaltigste Satellitenvorhaben der deutschen Streitkräfte abgesehen. Das Volumen des Auftrags ist gigantisch und könnte eine Summe von bis zu zehn Milliarden Euro erreichen.
Die Regierung in Berlin präsentierte bereits im November ihre allererste Strategie für die Sicherheit im Weltraum. Die klare Ansage dahinter: Deutschland soll „glaubwürdig abschreckungs- und verteidigungsfähig aufzustellen“ sein. Der Kernpunkt dabei ist die Absicherung von Satelliten und der dazugehörigen Kommunikationstechnologie im Orbit.
Hunderte neue Arbeitsplätze an der Weser
Riesenjubel in Bremen! Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) ist begeistert von der Gründung der Gemeinschaftsfirma. Diese frische Zusammenarbeit zeige, dass die Hansestadt mehr und mehr zur „Schaltzentrale der See- und Weltraumverteidigung“ wird. Der Entschluss festige Bremens Position als wichtiger Technologie-Hub und bringe hunderte neue Jobs an die Weser oder sichere bestehende.
Und das Geld dafür liegt quasi schon bereit: Das Verteidigungsministerium allein plant, bis zum Jahr 2030 etwa 35 Milliarden Euro aus dem eigenen Budget für die Raumfahrt und die Sicherheit im All locker zu machen. (dpa/red)
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