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Droht Sarkozy HaftstrafeVerteidigung fordert Freispruch, Anklage will sieben Jahre

Frankreichs Ex-Präsident Sarkozy vor Gericht in Paris

Copyright: Simon Wohlfahrt/AFP/dpa

Die Verteidigung fordert auch in Berufung einen Freispruch für Sarkozy.

Sarkozy-Prozess: Anklage will 7 Jahre, Anwälte Freispruch

Im Prozess um dubiose Gelder aus Libyen kämpft das Anwaltsteam von Nicolas Sarkozy um alles. Für den früheren französischen Präsidenten wird im Berufungsverfahren die komplette Entlastung verlangt. Im Pariser Justizpalast machte Verteidiger Tristan Gautier die Haltung unmissverständlich klar: „Nicolas Sarkozy muss freigesprochen werden, weil er unschuldig ist“.

Sein Kollege Christophe Ingrain warnte eindringlich davor, eine Verurteilung auf eine bloße Annahme zu stützen. Sarkozy habe keine Handlung begangen und könne somit unmöglich in einer kriminellen Gruppe mitgemischt haben. Der Versuch, ihn für angebliche Gedankenspiele statt für nachweisbare Fakten zu belangen, sei unfassbar. In einem stundenlangen Vortrag wollen insgesamt vier Juristen für Sarkozy darlegen, warum die frühere Ikone der Konservativen in Frankreich freizukommen hat.

Ex-Präsident saß schon hinter Gittern

Ein Gericht hatte Sarkozy bereits in der ersten Runde wegen der Zugehörigkeit zu einer verbrecherischen Organisation für schuldig befunden. Es folgte ein in der neueren Historie Frankreichs beispielloser Vorgang für einen Ex-Präsidenten: Er bekam eine Strafe von fünf Jahren Gefängnis und landete trotz seines eingelegten Widerspruchs für mehrere Wochen hinter Gittern.

Zwar gab es für die Richter keine handfesten Beweise, dass im Wahlkampf um die Präsidentschaft 2007 wirklich finanzielle Mittel von der Regierung des damaligen libyschen Herrschers Muammar al-Gaddafi kamen. Die Überzeugung des Gerichts war jedoch, dass der konservative Politiker und seine nahen Weggefährten sich bemüht hatten, diese Summen zu erhalten.

Anklage will sieben Jahre Knast

Sarkozy selbst hat die Anschuldigungen durchgehend bestritten. Die Anklagebehörde verlangte im Berufungsverfahren allerdings sieben Jahre Gefängnis für das ehemalige Staatsoberhaupt. Ihm werden zusätzlich Korruption und eine unzulässige Finanzierung des Wahlkampfs zur Last gelegt. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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