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Eine Deutschland-PremiereSachsen-Anhalt gibt als erstes Land eine digitale Anleihe heraus

Sachsen-Anhalt plant Ausgabe von Kryptowertpapier

Copyright: Matthias Balk/dpa

Bisher wagten sich vor allem private Unternehmen oder Fintechs an diese Technologie heran. (Symbolbild)

Kryptopapier statt Schulden? Sachsen-Anhalt wagt es.

Ein deutsches Bundesland wagt, was sich bisher nur private Firmen trauten: Sachsen-Anhalt gibt als erstes Land überhaupt ein eigenes Kryptowertpapier heraus. Ein mutiger Schritt in die digitale Zukunft – oder ein riskantes Spiel mit Steuergeldern?

Sachsen-Anhalt plant, im Sommer 2026 eine digitale Schuldverschreibung auf den Markt zu bringen. Das Ganze basiert auf dem Gesetz über elektronische Wertpapiere (eWpG) und zielt auf institutionelle Anleger ab, wie das Finanzministerium in Magdeburg bekannt gab. Bislang haben sich vor allem private Unternehmen oder Fintechs an diese neue Technologie gewagt.

Dass nun erstmals ein staatlicher Akteur auf den Zug aufspringt, könnte dem gesamten Markt für digitale Wertpapiere einen ordentlichen Schub an Vertrauen und Seriosität geben. „Wir wollen die Chancen digitaler Technologien frühzeitig nutzen und praktische Erfahrungen mit modernen Emissions- und Registerprozessen sammeln“, erklärte Finanzminister Michael Richter (CDU).

Milliarden-Schulden und ein digitaler Rettungsanker?

Sachsen-Anhalt sitzt auf einem Schuldenberg von etwa 24 Milliarden Euro und hat eine der höchsten Verschuldungen pro Kopf in Deutschland. Mit dem Kryptowertpapier wird die klassische Papierurkunde komplett abgeschafft. Alles läuft digital.

Laut der Europäischen Investitionsbank (EIB) ist der Verkauf von Anleihen oft kompliziert und dauert lange. Die Digitalisierung verspricht hier klare Vorteile: schnellere Abwicklung, geringere Kosten und mehr Transparenz. Doch es gibt auch eine Kehrseite: Da die Technologie noch relativ neu ist, birgt sie auch Risiken, die noch nicht vollständig absehbar sind.

Handel in Deutschland kommt nur langsam in Fahrt

Obwohl die rechtlichen Grundlagen in Deutschland schon seit Juni 2021 bestehen, tut sich der Markt für Kryptowertpapiere noch schwer. In den ersten drei Jahren wurden laut einer Übersicht der Finanzaufsicht Bafin insgesamt nur rund 155 solcher Papiere gelistet. (dpa/red)

Immerhin: Im vergangenen Jahr nahm der Handel etwas an Fahrt auf. Mehr als 120 neue Wertpapiere kamen im vergangenen Jahr dazu. Der Schritt von Sachsen-Anhalt könnte nun ein weiteres Signal für die gesamte Branche sein. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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