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Unfassbare Worte im russischen TV Kreml-Vertrauer droht mit Atomraketen auf Städte in Europa und den USA

Der Propagandist Juri Kot erklärt in „Kanal 1“, einem Sender im russischen Staatsfernsehen, am Montag (8. August), Russland solle eine Rakete auf Washington und eine zweite auf London abfeuern, wenn dem Kernkraftwerk Saporischschja etwas zustößt.

Der Propagandist Juri Kot erklärt in „Kanal 1“, einem Sender im russischen Staatsfernsehen, am Montag (8. August), Russland solle eine Rakete auf Washington und eine zweite auf London abfeuern, wenn dem Kernkraftwerk Saporischschja etwas zustößt.

Seit seinem Einmarsch in die Ukraine droht Putin mit einem Atomschlag. Nun gewinnt die Drohung erneut an Bedeutung.  

International sind die Sorgen vor einem Zwischenfall im AKW Saporischschja im Südosten der Ukraine groß. Zuletzt hat der ukrainische Präsident Selenskyj angesichts der jüngsten Entwicklungen vor einer Situation wie in Tschernobyl gewarnt. 

In den vergangenen Tagen hat Generalmajor Walerij Wassiljew, russischer Befehlshaber der im Kraftwerk stationierten Truppe, unverhohlen damit gedroht, das Kraftwerk in die Luft zu sprengen. Laut ukrainischen Medien seien Energieeinheiten des Kraftwerks mit Sprengstoff verdrahtet worden.

Russland: „Eine Rakete auf Washington und eine zweite auf London“

Zudem haben sich beide Seiten beschuldigt, das AKW beschossen zu haben. Auf dem Gelände des Kraftwerks hat Putin Luftabwehrsysteme rund um die Anlage stationieren lassen. Und auch im russischen Staatsfernsehen wird verbal aufgerüstet, wenn es um das strategisch wichtige Atomkraftwerk geht. 

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Der russische Fernsehmoderator, Propagandist und Putin-Vertrauter Juri Kot drohte am Montag (8. August) Großbritannien und den USA mit nuklearen Erstschlägen. Auf „Kanal 1“ sagte Kot, wenn dem Kernkraftwerk Saporischschja etwas zustößt, solle Russland „eine Rakete auf Washington und eine zweite auf London“ abfeuern. 

Kot ging in der Sendung auf die Angriffe rund um die Anlage ein, Moskau machte Kyjiw für die Zwischenfälle verantwortlich. Kremlsprecher Dmitri Peskow forderte den Westen auf, Kyjiw dazu zu zwingen, die Angriffe auf die Anlage einzustellen. „Der Beschuss des Gebiets des Atomkraftwerks durch die ukrainischen Streitkräfte ist hochgefährlich.“

Kot warf dem Westen vor, eine „fiktive Realität“ zu erzeugen. „Wenn, Gott bewahre, das Kernkraftwerk Saporischschja beschädigt wird und eine Katastrophe passiert, sollten sofort zwei Raketen in Ihren Entscheidungszentren landen, eine in Washington und die andere in London.“

Russland: Staatsfernsehen mit neuen nuklearen Drohgebärden

Noch sind derlei Worte nichts als nukleare Drohgebärden. Moskau droht nach seinem Einmarsch in die Ukraine nicht das erste Mal mit seinen Nuklearwaffen, sondern tat dies auch nach der Krim-Annexion. Dennoch steht die Sorge im Raum, dass Putin die Drohungen wahr machen könnte – auch Kanzler Olaf Scholz (SPD) erklärte, dass er diese ernst nehme. 

Nun kommt mit der Lage rund um das AKW Saporischschja eine weitere Angst hinzu: jene vor einer nuklearen Katastrophe. Das größte Atomkraftwerk Europas war in den vergangenen Tagen mehrfach mit Raketen beschossen worden, Teile der Anlage wurden beschädigt, ein Reaktor musste abgeschaltet werden. Hinzu kommen die Drohungen seitens des russischen Militärs sowie von Propagandisten im Staatsfernsehen.

Auch international wachsen die Sorgen, UN-Generalsekretär António Guterres warnte kürzlich: „Jeder Angriff auf ein Atomkraftwerk ist eine selbstmörderische Angelegenheit.“ Der Chef der IAEA, Rafael Grossi, sieht eine „sehr reale Gefahr einer nuklearen Katastrophe“ im Kriegsgebiet. Bislang können weder das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) noch die USA radioaktive Strahlung in dem Gebiet ausmachen.

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