Russische Soldaten gegen PutinPartisanengruppe bereitet angeblich Sturm auf Moskau vor

Ein Polizist sichertam 30. Mai den Zugang zu einem Hochhaus in Moskau, hier soll es zu einem Drohnenangriff gekommen sein.

Ein Polizist sichertam 30. Mai den Zugang zu einem Hochhaus in Moskau, hier soll es zu einem Drohnenangriff gekommen sein.

In der Partisanengruppe „Legion Freiheit für Russland“ sollen russische Soldaten für die Ukraine kämpfen. Sie sollen auch Ziele in Russland selbst ins Auge fassen. Nun machen sie eine aufsehenerregende Mitteilung.

Für Putin ist der Krieg in den vergangenen Tagen und Wochen näher gerückt. Zuletzt hat ein Drohnenangriff auf Moskau für Schrecken in der russischen Hauptstadt gesorgt: Häuser wurden beschädigt, Fensterscheiben gingen zu Bruch. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums waren acht Drohnen im Einsatz. Viele sind spürbar verunsichert, andere wütend. 

Putin machte Kyjiw verantwortlich, Kyjiw wies jede Verantwortung für den Angriff zurück. Ob auch andere russische Kräfte hinter dem Angriff stecken könnten, bleibt unklar. Zuletzt hat die Partisanengruppe „Legion Freiheit für Russland“ – Legion „Svoboda Rossii“, wie sie auf Russisch heißt – für Aufruhr an der Grenze zur Ukraine gesorgt. In ihr sollen russische Soldaten für die Ukraine kämpfen. Viele sollen aus den Streitkräften kommen. Sie soll als Teil des internationalen Freiwilligenkorps innerhalb der ukrainischen Armee agieren.

Russland: Partisanengruppe nimmt Moskau zum Ziel

Vor rund einer Woche soll es „Svoboda Rossii“ gewesen sein, die mehrere Orte in der westrussischen Region Belgorod angegriffen haben. Stoßtrupps nahmen mehrere Dörfer ein, lieferten sich Gefechte mit der russischen Armee. Die soll zunächst überrumpelt worden sein, legen Berichte nahe. Am Ende aber habe sich die „Legion Freiheit für Russland“ wieder in die Ukraine zurückziehen müssen.

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Nun erklärt ein Kämpfer der Partisanengruppe gegenüber der britischen „The Times“, dass man weitreichende Pläne habe. Ein Mann, der sich „Caesar“ nennt, erklärt dem Bericht nach, dass man Moskau als Ziel habe, sobald man tausende weitere Partisanen rekrutiert habe. 

„Legion Freiheit für Russland“ will ukrainische Gegenoffensive unterstützen

„Wir haben Mörser, gepanzerte Fahrzeuge, Stinger-Raketen, tragbare Panzerabwehrsysteme und eine hocheffektive Drohneneinheit zur Aufklärung“, wird „Caesar“ zitiert. Die Legion habe aktuell die Größe eines Bataillons (zwischen 500 und 1000 Soldaten), doch man werde wachsen, erklärt der Kämpfer, wenn weitere Russen hinzustießen. Man werde kämpfen, „bis wir unser eigenes Stück russisches Territorium haben“. Man sei „keine Bande von Kriminellen oder eine private Militärfirma wie Wagner“, sondern Teil der ukrainischen Streitkräfte. Die Ukraine jedoch wies jede Beteiligung an dem bewaffneten Überfall auf die Region Belgorod zurück.

Die jüngsten Angriffe auf russischem Gebiet sollen die ukrainische Gegenoffensive unterstützen, erklärt „Caesar“ weiter, gleichzeitig wolle man weitere Russen rekrutieren. Um sie zu „ermutigen, Putin zu stürzen, bevor der Krieg zu ihnen kommt“. 

Der Kämpfer erklärte, dass man noch darauf warte, dass die ukrainische Armee die von Russland annektierte Krim befreit. „Putins politisches System wird durch die Niederlage auf der Krim gelähmt sein. Das ist der Zeitpunkt, an dem wir Moskau einen vernichtenden Schlag versetzen müssen.“ (mg)