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Waffen statt AutosRüstungskonzern verkauft Großteil seiner Autosparte

Rheinmetall

Copyright: Wolf von Dewitz/dpa

Rheinmetall-Logo an einem Werkstor.

Rheinmetall verkauft Autosparte und setzt voll auf Waffen

Rheinmetall sagt Tschüss zu Autos, Hallo zu Waffen! Der Konzern aus Düsseldorf krempelt alles um und verkauft sein Geschäft mit Fahrzeugkomponenten. Für Tausende Mitarbeiter beginnt eine neue Zeitrechnung.

Rheinmetall macht auf seinem Weg zum reinen Rüstungsunternehmen einen gewaltigen Satz nach vorn. Der Deal ist fix: Wie der Konzern in Düsseldorf mitteilte, wurde der Vertrag über den Verkauf des Hauptteils seiner Automotive-Sparte unterzeichnet. Für 350 Millionen Euro geht dieser Bereich an die Industrieholding Aequita aus München. Die Transaktion betrifft das Schicksal von rund 6.200 Mitarbeitern, während 34.000 Angestellte bei Rheinmetall verbleiben.

Dieser Schritt kommt nicht überraschend. Das Geschäft mit zivilen Fahrzeugteilen war für Rheinmetall schon lange ein Klotz am Bein, während die Militärsparte einen Erfolg nach dem anderen feierte. Die maue Autokonjunktur in Europa drückte auf die Bilanz. Verhandlungen über den Verkauf liefen bereits seit dem Vorjahr; der Abschluss des Deals soll nun im vierten Quartal erfolgen.

Neuss: Aus für Autoteile, Start für Satelliten

Ein Blick auf die Finanzen zeigt, warum: Im Jahr 2025 lag der Umsatz des Automotive-Bereichs bei zwei Milliarden Euro. Demgegenüber standen Einnahmen von circa 10 Milliarden Euro aus dem Waffensektor. Die Folgen dieser Neuausrichtung werden lokal spürbar, denn das Rheinmetall-Werk in Neuss wird schon umgebaut. Zukünftig kommen von dort Satelliten und weitere Rüstungsprodukte anstelle von Autokomponenten. Ein Werk in Spanien soll ebenfalls eine solche Umfunktionierung erfahren.

„Wir konzentrieren uns auf das margenstarke Geschäft mit den militärischen Kunden, wo wir hervorragende Wachstumschancen haben“, sagte Rheinmetall-Chef Armin Papperger. Er unterstrich, dass die zivile Sparte „in gute Hände“ übergeben werde. Aequita sei eine Industrieholding mit viel Know-how und einer auf Langfristigkeit ausgelegten Strategie.

Neuer Eigentümer Aequita ist hochzufrieden

Auch Aequita-Chef Axel Geuer äußerte sich positiv über die Übernahme. „Das Unternehmen stellt eine hervorragende Ergänzung für unsere Automotive-Division dar, die nun einen Umsatz von etwa 5 Milliarden Euro erzielen wird.“

Drei Standorte der Kfz-Sparte verbleiben zunächst aber bei Rheinmetall: Neckarsulm, Walldürn und Langenhagen. Laut Konzernangaben ist dies eine Lösung auf „mittelfristig“. In der Bilanz tauchen diese Werke jedoch schon jetzt unter der Bezeichnung „nicht fortgeführte Aktivitäten“ auf.

Der jetzige Verkauf ist Teil einer größeren Umstrukturierung. Schon in den Jahren 2023 und 2024 stieß Rheinmetall sein Kolbengeschäft ab. Die Absicht, auch den übrigen Teil der Sparte für die Autoindustrie zu veräußern, wurde im Dezember des Vorjahres publik gemacht. Ursprünglich war der Abschluss für das erste Jahresviertel anvisiert worden. Die schwierige Marktsituation im Automobilsektor habe aber, so Rheinmetall, sowohl die Bedingungen als auch den erzielten Preis beeinflusst. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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