Bomben-Geschäft für Heckler & Koch: Waffen-Riese aus Deutschland meldet Rekordzahlen
Rekord-Aufträge für H&KWegen Russen-Bedrohung: Umsatz so hoch wie nie zuvor

Copyright: Bernd Weißbrod/dpa
Ein Gewehr von Heckler & Koch in einem Ausstellungsraum der Firma in Oberndorf.
Die globale Unsicherheit, angeheizt durch die russische Aggression, spült ordentlich Geld in die Kassen von Heckler & Koch. Für Deutschlands größten Produzenten von Kleinwaffen läuft es blendend, wie die dpa meldet. Die Einnahmen des Unternehmens aus dem Vorjahr wurden um 14,4 Prozent übertroffen und erreichten 393 Millionen Euro – ein nie dagewesener Wert in der Geschichte der Firma.
Das Nettoergebnis legte ebenfalls kräftig zu: um ein Viertel auf 39,5 Millionen Euro. Die Auftragsbücher der Firma aus dem Schwarzwald-Ort Oberndorf sind zum Bersten gefüllt. Mit 802 Millionen Euro hat sich der Wert der neuen Bestellungen beinahe verdoppelt – auch das ein neuer Rekord. „Die globale Sicherheitslage bleibt angespannt“, bestätigt Firmenchef Jens Bodo Koch.
H&K rüstet auf: Hunderte Millionen für die Zukunft
Um der enormen Nachfrage gerecht zu werden, pumpt das Unternehmen hohe Summen in die Automatisierung und in eine modernere Fertigung. Zwischen 2019 und 2024 wurden bereits circa 100 Millionen Euro investiert, für den Zeitraum bis 2028 sind weitere 235 Millionen Euro eingeplant. „Der Ausbau unserer Kapazitäten und die Weiterentwicklung unserer Produktionsprozesse sichern unsere Wettbewerbsfähigkeit langfristig“, erklärt Manager Koch. Kuriose Randnotiz: Er teilt sich den Nachnamen mit dem Firmengründer Theodor Koch, ist aber nicht mit ihm verwandt.

Copyright: Daniel Karmann/dpa
Heckler & Koch setzt bei der Produktion komplett auf sein Stammwerk im Norden des Schwarzwalds.
Das Produktportfolio von Heckler & Koch umfasst Sturmgewehre, Maschinengewehre, Pistolen, Maschinenpistolen sowie Granatwerfer. Die Mitarbeiterzahl stieg auf 1.340 Personen und soll bis zum Jahr 2028 auf etwa 1.600 anwachsen. Die Mehrheit der Belegschaft ist am Hauptsitz in Oberndorf tätig, zusätzliche Niederlassungen existieren in den Vereinigten Staaten und in Großbritannien.
Eine zentrale Rolle für H&K spielt der nordamerikanische Markt. Dort ist es auch Privatpersonen gestattet, Pistolen der Waffenschmiede aus dem Schwarzwald zu erwerben. Ungefähr ein Viertel des Umsatzes wird in den USA erzielt, wohingegen der Verkauf an Zivilisten in Europa fast keine Bedeutung hat.
Bundeswehr ist Top-Kunde
Der wichtigste Auftraggeber für die Waffen ist die deutsche Bundeswehr. Diese erhält momentan phasenweise 80.000 neue Sturmgewehre von dem Schwarzwälder Unternehmen. Ein bestehender Rahmenvertrag erlaubt sogar die Order von bis zu 250.000 Exemplaren. Die neuen Modelle ersetzen das veraltete Gewehr G36, welches ironischerweise ebenfalls von Heckler & Koch stammte.
H&K erweitert zudem sein Portfolio um neue Bereiche. Hierzu zählt die Fertigung von Spezialmunition für Polizeibehörden sowie ein Granatmaschinenwerfer zur Abwehr von Drohnen, dessen Vertrieb 2027 beginnen soll. Darüber hinaus hofft die Firma auf große Sturmgewehr-Aufträge aus Rumänien und Südkorea. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
