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Fachleute alarmiertPutins Minister spricht im Radio plötzlich über Angriff auf Millionenstadt

Der russische Außenminister Sergej Lawrow im März 2022 bei einem trilateralen Treffen mit dem ukrainischen Außenminister und dem türkischen Außenminister.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow im März 2022 bei einem trilateralen Treffen mit dem ukrainischen Außenminister und dem türkischen Außenminister. 

Russlands Außenminister Sergej Lawrow deutete an, dass Russland die Absicht habe, eine Operation zur Eroberung der Millionenstadt Charkiws zu starten. Die Stadt könne dann angeblich als „Pufferzone“ dienen.

von Martin Gätke (mg)

Seit Tagen hat Russland seine Angriffe auf die Millionenstadt Charkiw im Nordosten der Ukraine, die zweitgrößte Stadt des Landes, intensiviert. Kraftwerke wurden gezielt rund um die Stadt attackiert, Bewohnerinnen und Bewohner sitzen oft über Stunden im Dunkeln. Die Stromerzeugung sei bereits komplett zerstört, erklärte der örtliche Gouverneur. 

Fachleute befürchteten bereits, dass die Angriffe eine größere Offensive vorbereiten könnten. Nun legt eine Aussage von Putins Außenminister Sergej Lawrow nahe, dass dies der Fall ist.

Putins Minister Lawrow signalisiert Absicht, Charkiw einzunehmen

Lawrow hat angedeutet, dass Russland beabsichtige, Charkiw einzunehmen. Damit ist er der erste hochrangige Kremlbeamte, der die Stadt direkt als potenzielles Ziel nennt.

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Während eines Radiointerviews mit russischen Staatspropagandisten sagte Lawrow, die Stadt spiele „eine wichtige Rolle“ in den Plänen des russischen Präsidenten, eine „entmilitarisierte Zone“ zu schaffen, um russische Grenzregionen vor ukrainischen Angriffen zu schützen. Das analysiert die US-Denkfabrik „Institut for the Study of War“ (ISW) am Freitag in einem Update zum Konflikt.

So werde versucht, russische Angriffe immer weiter in die Ukraine hinein zu rechtfertigen.

Russische Raketen werden von der Region Belgorod aus auf die Ukraine abgefeuert. Im Vordergrund ist Charkiw zu sehen.

Russische Raketen werden Mitte April von der Region Belgorod aus auf die Ukraine abgefeuert. Im Vordergrund ist Charkiw zu sehen.

Vor kurzem erst hat die Witwe des verstorbenen russischen Oppositionellen Alexej Nawalny in düsteren Worten vor den Gefahren gewarnt, die aus ihrer Sicht von Kremlchef Wladimir Putin ausgehen.

Moskau hat bereits in Vergangenheit deutlich gemacht, dass seiner Ansicht nach die einzige Möglichkeit zur Verteidigung des russischen Territoriums in einer solchen „Pufferzone“ bestehe. „Vor dem Hintergrund von Drohnenangriffen und dem Beschuss unseres Territoriums müssen Maßnahmen zur Sicherung dieser Gebiete ergriffen werden“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow im März.

Ukraine bereitet sich seit Wochen auf russischen Angriff in der Region vor

Er fügte hinzu: „Sie können nur gesichert werden, indem eine Art Pufferzone geschaffen wird, sodass alles, womit der Feind uns angreift, außer Reichweite ist.“

Bereits im März sagte der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Oleksandr Syrskyi, gegenüber der ukrainischen Nachrichtenagentur „Ukrinform“, er könne Berichte über Russlands Pläne, Charkiw anzugreifen, nicht ignorieren. Seine Truppen bereiteten sich auf ein solches Ereignis vor.

„Wir befestigen die Territorien, bauen Stellungen, installieren ein komplexes Zaunsystem und planen den Einsatz unserer Truppen für den Fall solcher Aktionen“, sagte er.

Erschwerend hinzu kommt, dass westliche Militärexpertinnen und -experten angesichts der jüngst vom US-Repräsentantenhaus gebilligten milliardenschweren Militärhilfe eine Zunahme russischer Raketen- und Drohnenangriffe in den kommenden Wochen erwarten. Putin werde die aktuellen materiellen und personellen Probleme des ukrainischen Militärs und den trockenen Frühling ausnutzen, bis sich das Fenster schließe und die US-Hilfe tatsächlich eintreffe, hieß es vom ISW weiter.