Die Bundesrepublik reicht weniger Schutzrechte ein, während die Volksrepublik mächtig aufholt.
Patent-Schock für DeutschlandInnovationskraft in Gefahr? Darum fällt die Bundesrepublik im Europa-Vergleich zurück

Copyright: Peter Kneffel/dpa
Das Europäische Patentamt in München. (Archivbild)
Ein Dämpfer für Deutschlands Ruf als Innovationsmotor: Bei den Patentanträgen hinkt die Nation im Europa-Ranking hinterher. Laut Meldungen der dpa wurden im letzten Jahr 24.476 Anträge aus der Bundesrepublik registriert, so das Europäische Patentamt (EPA). Diese Zahl bedeutet ein Minus von 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Dabei meldet das EPA eine Rekordzahl an Anträgen: Mit 201.974 eingereichten Patenten gab es eine leichte Zunahme im Vergleich zum Vorjahr. Die Bundesrepublik kann damit zwar ihre Position als Nummer zwei behaupten, aber der Wettbewerb wird härter.
Der Drache aus Fernost im Nacken
An der Spitze thronen unangefochten die Vereinigten Staaten mit 47.008 Anträgen. Aber auf den Rängen dahinter spitzt sich die Lage zu. Mit 22.031 Anträgen hat China Japan vom dritten Platz gestoßen – das ist ein Zuwachs von beinahe 10 Prozent. Wenn diese Entwicklung so weitergeht, droht China, Deutschland bereits in diesem oder im kommenden Jahr zu überflügeln.
Die bloße Anzahl der Patentanträge ist jedoch nicht zwangsläufig ein Maß für die tatsächliche Stärke bei Innovationen. Es existieren je nach Nation oder Firma verschiedene Vorgehensweisen, ob lediglich bedeutende Durchbrüche oder auch geringfügige Verbesserungen zum Patent gebracht werden.
Deutsche Konzerne mischen vorne mit
Bei den Firmen führen Samsung, Huawei und LG die Liste der meisten Anträge an. Siemens platziert sich mit 1.653 Anträgen als erfolgreichster deutscher Konzern auf dem sechsten Rang. Der Chemie-Gigant BASF erreicht mit 1.372 Anträgen ebenfalls den achten Platz.
Zusätzliche deutsche Vertreter unter den besten 50 sind Bosch (mit 1.185 Anträgen), die Fraunhofer-Gesellschaft (mit 599) sowie Siemens Energy (mit 480).
Bayern vorn, NRW auf dem Treppchen
Im innerdeutschen Ranking liegt Bayern deutlich an der Spitze: Aus dem Freistaat stammen 6.628 Anträge. Auf den weiteren Plätzen folgen Baden-Württemberg (5.327) und unser Heimatland Nordrhein-Westfalen, das mit 4.619 Anträgen den dritten Rang belegt.
Die Schlusslichter bilden Mecklenburg-Vorpommern mit 51, Bremen mit 76, Sachsen-Anhalt mit 84 und das Saarland mit 95 Anträgen. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

