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Abrechnung mit BenkoNobelpreisträgerin Jelinek lässt Tiere über den Signa-Skandal reden

Jelineks neues Werk „Unter Tieren“

Copyright: Tommy Hetzel/Wiener Burgtheater/dpa

Die Schauspielerinnen Mavie Hörbiger (l-r), Azaria Dowuona-Hammond, Sebastian Rudolph und Caroline Petersund bei der Leseprobe von Elfriede Jelineks «Unter Tieren» im Burgtheater.

Jelinek lässt Tiere über Signa-Pleite & Benko lästern.

Das ist mal eine Ansage! Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek nimmt sich in ihrem brandneuen Stück „Unter Tieren“ das Geldsystem, Banken und Wirtschaftspleiten wie Signa und Wirecard vor. In einer viereinhalbstündigen Marathon-Lesung gab das Wiener Burgtheater einen ersten Einblick, bevor die Premiere im August bei den Salzburger Festspielen stattfindet. Das Buch dazu kommt schon im Juni heraus.

Die österreichische Schriftstellerin zerlegt den Kapitalismus aus der Sicht von Tieren – und das ist der eigentliche Clou. Kein Witz! Schweine, Kühe und Hasen bekommen eine Stimme. Schon am Anfang diskutiert ein Taubenschwarm den krachenden Untergang des Signa-Imperiums.

Über die Unsummen, die Signa-Gründer René Benko für seinen riskanten Expansionskurs auftrieb, fällen die Vögel ein hartes Urteil: „Er bläst es auf und sich auch.“ Das Stück thematisiert zudem die Verflechtung von Wirtschaft und Gewalt sowie die Massentierhaltung.

Tosender Beifall für ehrliche Worte

Das Werk legt die Mechanismen des Finanzsystems offen und versucht, sie zu durchleuchten. Bei dieser Herangehensweise bleibt aber kaum Platz, um die Menschen dahinter – ob Mächtige oder Betroffene – genauer zu beleuchten.

Regie-Profi Nicolas Stemann, der bereits Erfahrung mit Jelineks Werken hat, inszeniert das Stück mit einer Top-Besetzung, zu der Caroline Peters, Mavie Hörbiger und Azaria Dowuona-Hammond zählen. Begleitet von einer Blaskapelle und weiteren Musikern probte das Ensemble den Text, der offen zugibt, wie undurchschaubar die Finanzwelt für viele ist. (dpa/red)

Ein Satz aus der Probe bringt es auf den Punkt: „Ich kapier's nicht, aber ich rede unaufhörlich davon“. Das Publikum im Burgtheater feierte diese ehrlichen Worte mit tosendem Beifall.

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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