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Nachfolge-Regelung verschobenSchockzustand nach plötzlichem Tod von Aiwanger

Nach dem plötzlichen Tod von Hubert Aiwanger sind die Freien Wähler im „Schockzustand“. Wie geht es weiter für die Partei im Freistaat?

Schockstarre bei den Freien Wählern in Bayern. Nach dem plötzlichen Tod von Parteichef Hubert Aiwanger (†55) ist unklar, wie sich die Partei künftig aufstellen wird. Zunächst wollen sie sich der Trauer widmen.

Erst dann soll es darum gehen, wie man sich neu aufstellt. Momentan sei die Situation so, „dass wir in einer Art Schockzustand sind“, sagte Fraktionschef Florian Streibl dem Bayerischen Rundfunk. Die Gremien müssten nun erst Trauerarbeit leisten.

Todesursache von Hubert Aiwanger weiter unklar

Aiwanger war am Mittwoch (4. November) tot in einem Berliner Hotelzimmer aufgefunden worden. Die Obduktion von Hubert Aiwanger ergab keine Anhaltspunkte für ein Verbrechen.

Die Todesursache ist nicht bekannt. Die Polizei will sich weiterhin nicht zu Details äußern: „Die konkrete Auffindesituation kann aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit noch nicht preisgegeben werden“, hatte ein Sprecher bereits am Donnerstag mitgeteilt.

Aiwanger, bayerischer Vizeministerpräsident, war seit 2018 Wirtschaftsminister und stellvertretender Regierungschef. Die Freien Wähler, deren Vorsitzender Aiwanger seit 2006 war, bilden in Bayern eine Koalition mit der CSU. Seit 2008 war er Abgeordneter im Landtag.

Noch ist völlig unklar, wie sich die Partei nun aufstellt. Man müsse sich erst bewusst werden, wie die Situation gerade sei. „Es ist bei vielen von uns noch nicht richtig angekommen.“ Auch er selbst könne den Tod Aiwangers bisher nicht fassen, es sei völlig „surreal“: „Ich meine immer noch, er ruft jeden Moment an“, so Fraktionschef Florian Streibl.

Erst in einem weiteren Schritt gehe es darum, zu überlegen, wie es weitergehe. Man werde Wege finden, um auch in Zukunft „sachorientierte Politik“ zu machen, sagte Streibl über die Partei, die mit der CSU die Regierungskoalition im Freistaat bildet.  (dpa)