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Rückendeckung vom KanzlerMerz steht zu umstrittenem Kulturstaatsminister Weimer

Bundestag

Copyright: Michael Kappeler/dpa

Der Regierungschef sagte im Bundestag: «Wolfram Weimer hat mein Vertrauen.»

Kanzler Merz stellt sich schützend vor seinen Minister.

Rückhalt für Wolfram Weimer: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat im Bundestag seinem Kulturstaatsminister den Rücken gestärkt. „Wolfram Weimer hat mein Vertrauen“, so die unmissverständliche Aussage des Kanzlers.

Merz zeigte sich überzeugt, dass Weimers Wirken im Kultur- und Mediensektor viel Anklang findet. „Diese Zustimmung teile ich.“ Der Kanzler hob zugleich hervor, dass ein Kulturminister auch anecken müsse, wenn er sich in heikle Diskussionen begibt. Das sei unausweichlich, sobald man Position bezieht und Beschlüsse fasst, die nicht jedem zusagen.

Streit um den Buchhandlungspreis

Für erhebliches Aufsehen sorgte kürzlich eine Maßnahme Weimers. Laut einer Meldung der dpa ließ er im Zuge des Deutschen Buchhandlungspreises drei als linksgerichtet geltende Buchläden von der Gewinnerliste nehmen. Dabei hatte eine Jury diese zuvor für eine Ehrung nominiert. Als Grund wurden „verfassungsschutzrelevante Erkenntnisse“ angeführt.

Deutliche Worte des Kanzlers an die AfD

Während der Regierungsbefragung im Parlament sah sich Merz mit einer Frage der AfD-Fraktion konfrontiert. Diese monierte die Prämierung anderer, ebenfalls linksgerichteter Geschäfte. Darauf erwiderte der Kanzler: „Es ist nun mal den meisten Buchhandlungen zu eigen, dass sie auch Bücher vertreiben, die nicht unbedingt die politische Meinung der jeweiligen Inhaber widerspiegeln. Das ist aber auch normal.“

Er persönlich stoße in Buchläden ebenfalls nicht ausschließlich auf Werke, deren Inhalt er befürworte, führte Merz aus. Sollte die Intention der AfD-Anfrage gewesen sein, zusätzliche Buchgeschäfte von Preisverleihungen auszuschließen, dann habe man sich „gründlich missverstanden“. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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