Er will mehr Geld für Stars wie Grönemeyer und Maffay rausholen. Doch als Kulturstaatsminister Wolfram Weimer auf seine eigene Krise angesprochen wird, wird er plötzlich ganz kleinlaut. Ein heikler Moment für den Politiker.
Einsatz für Musiker-GagenDoch bei DIESER Frage gerät der Minister ins Stottern

Copyright: Fabian Sommer/dpa
Wolfram Weimer hat sich mit Plattenlabels im Kanzleramt getroffen.
Es geht um eine gerechtere Entlohnung für Musikerinnen und Musiker auf Streaming-Portalen. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) hat sich deswegen mit Managern der Musikindustrie zusammengesetzt, wie die dpa meldet. Seine unmissverständliche Ansage: „Professionelle Musikerinnen und Musiker müssen mit Streaming nennenswerte Einnahmen erzielen und diese nachvollziehen können“.
Bei den Gesprächen, die Weimer als konstruktiv bezeichnete, ging es um die brennenden Fragen der Branche. Diskutiert wurde mit den Giganten Sony Music und Universal Music Group über Marktveränderungen, die Rolle von Künstlicher Intelligenz und wie künftige, faire Bezahlmodelle gestaltet sein könnten.
Zuvor schon Treffen mit Grönemeyer und Maffay
Der Minister zeigt, dass er es ernst meint. Bereits im Dezember empfing er Musik-Legenden wie Herbert Grönemeyer, Peter Maffay und Balbina im Kanzleramt – allesamt Stars, die auch in Köln die größten Hallen füllen. Für Montag ist ein Gespräch mit Vertretern der Streamingdienste angesetzt. Zudem lud er die Labels zu einer Gesprächsrunde ins Kanzleramt ein, bei der alle gleichberechtigt mitreden sollen.
Plötzlich steht Weimers Rücktritt im Raum
Doch mitten in den Bemühungen um die Musik-Zukunft wird der Minister von einer anderen Affäre eingeholt. Weimer, der seit knapp einem Jahr im Amt ist, steht wegen einer kontroversen Entscheidung schwer unter Beschuss. Er hatte drei Buchläden vom Deutschen Buchhandlungspreis ausgeschlossen – ein Vorgang, der für einen gewaltigen Aufruhr sorgte.
Der Bundestagsabgeordnete David Schliesing (Linke) ging sogar so weit, Weimers Rücktritt zu fordern. Als ein Journalist ihn nun darauf ansprach, wie er mit der Kritik umgehe und ob er seine Arbeit noch machen könne, wurde der Minister sichtlich nervös.
Statt einer klaren Ansage wich Weimer aus. Der Buchhandlungspreis sei heute nicht das Thema, meinte er. Man könne bei einer anderen Gelegenheit darüber sprechen, heute sei aber die Musikindustrie dran. Ein starkes Statement zur eigenen Situation sieht anders aus. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

