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Krankenkassen-BebenÄrzte-Boss fordert Kahlschlag bei den Bossen!

Arztpraxis

Copyright: Stephan Jansen/dpa

Die Hausärzte wollen, dass die Krankenkassen den Rotstift bei sich selbst ansetzen. (Archivbild)

Ärzte-Chef platzt der Kragen: Kassen sollen bei sich sparen, nicht bei den Patienten!

„Schluss mit der Selbstbedienung!“

Die Diskussion um die explodierenden Kosten bei den gesetzlichen Krankenkassen kocht hoch! Jetzt meldet sich der oberste Vertreter des Hausärzteverbands zu Wort und verlangt drastische Kürzungen – aber nicht bei den Versicherten, sondern direkt bei den Versicherungen. „Die Krankenkassen können ja mal ihre Mitglieder fragen, wofür sie ihre Beiträge lieber zahlen: Dafür, dass sie auch in Zukunft noch eine Hausarztpraxis finden oder dafür, 90 Kassen zu finanzieren“, erklärte der Bundesvorsitzende Markus Blumenthal-Beier gegenüber der „Rheinischen Post“.

Seine Botschaft ist glasklar: „Es wird Zeit, dass die Kassen endlich den Rotstift bei sich selbst ansetzen, statt immer nur bei der Versorgung ihrer Versicherten“, führte Blumenthal-Beier aus. Er geht sogar noch weiter und fordert, dass die Versicherungen ihre Verwaltungsausgaben mittelfristig „dringend halbieren“ sollen.

Rückendeckung aus der Politik

Auch aus der Politik kommt Zuspruch für einen schlankeren Apparat. In der „Rheinischen Post“ gab der CSU-Fraktionschef im bayerischen Parlament, Klaus Holetschek, den Kassen einen deutlichen Hinweis: Sie sollten „von sich aus verstärkt Synergien zu suchen, Kooperationen auszubauen und Zusammenschlüsse einzuleiten – bevor der Gesetzgeber handeln muss“.

Laut dem GKV-Spitzenverband existieren momentan 93 gesetzliche Krankenkassen in der Bundesrepublik. Diese Zahl wirkt fast schon winzig, wenn man in die Vergangenheit blickt: 1970 gab es sage und schreibe 1.815, und zur Jahrtausendwende waren es immer noch 420.

Das Geld-Dilemma: Ausgaben explodieren

Zwar konnten die gesetzlichen Kassen letztes Jahr, nach einer Runde von Beitragsanhebungen, ein Plus verzeichnen. Doch die Ausgaben schießen gleichzeitig durch die Decke, wie das Bundesgesundheitsministerium unlängst bekannt gab und auch die „dpa“ meldet. Laut Ministerin Nina Warken (CDU) wachsen die Ausgaben seit 2024 erheblich schneller als die Einnahmen. Die Hauptgründe für die Kostenexplosion: Behandlungen im Krankenhaus, Medikamente und Arztbesuche.

Eine von Ministerin Warken ins Leben gerufene Expertengruppe hat nun bis Ende März Zeit, um erste Ideen für die finanzielle Stabilisierung zu präsentieren. Bis zum Ende des Jahres sind dann umfassendere Reformpläne gefordert. Der Grund für die Eile ist düster: Für das Jahr 2027 wird ein riesiges Finanzloch im zweistelligen Milliardenbereich prognostiziert. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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