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Ukraine-Krieg Klitschko greift Kanzler Scholz an – und stellt dringende Forderung

25.07.2022, Ukraine, Kiew: Vitali Klitschko, Bürgermeister von Kiew und ehemaliger Boxprofi, steht auf einem Balkon der Residenz der deutschen Botschafterin in der Ukraine.

Vitali Klitschko, Bürgermeister von Kyjiw (hier Mitte Juli auf einem Balkon der Residenz der deutschen Botschafterin), kritisierte Kanzler Scholz für dessen Weigerung, die Visavergabe an Russinnen und Russen einzustellen.

„Das ist Putins Krieg, deshalb tue ich mich damit schwer“, sagte Kanzler Scholz am Donnerstag bei seiner Sommer-Pressekonferenz in Berlin, als es um ein Einreiseverbot für russische Staatsbürgerinnen und - bürger nach Deutschland geht. Ein Satz, der viel Kritik aus der Ukraine bekommt. Jetzt meldet sich Klitschko.

Kyjiws Bürgermeister Vitali Klitschko hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) für dessen Weigerung kritisiert, die Visavergabe an Russinnen und Russen einzustellen.

„Russische Bürger kämpfen in der Ukraine, quälen und töten friedliche Ukrainer und Kinder, zerstören unsere Städte und Dörfer“, schrieb der 51-Jährige in sozialen Netzwerken nach einem Telefongespräch mit seiner Berliner Kollegin Franziska Giffey (SPD).

Klitschko greift Kanzler Scholz an: Russinnen und Russin unterstützen Putin

Die russischen Bürgerinnen und Bürger würden in ihrer Mehrzahl die „Politik Putins und seine blutigen imperialen Ambitionen“ unterstützen, begründete Klitschko zudem seine Forderung nach einem Stopp der Visavergabe.

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Klitschko und Giffey hatten demonstrativ telefoniert, da die Berliner Bürgermeisterin im Juni auf einen Telefonscherz hereinfiel. Die 44-Jährige hatte damals statt mit dem ukrainischen Ex-Boxweltmeister mit kremlnahen russischen Komikern gesprochen.

Russland hatte die Ukraine am 24. Februar angegriffen und sich der ukrainischen Hauptstadt Kyjiws bis auf wenige Kilometer genähert.

Ende März zogen die russischen Truppen überraschend aus der Nordukraine ab. Sie konzentrieren sich seitdem auf den Osten und den Süden des Landes.

Als Strafe für die Unterstützung des russischen Angriffskriegs hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kürzlich von der EU gefordert, keine Visa mehr an Russen auszugeben. Scholz sprach sich am Donnerstag dagegen aus. (dpa/mg)

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