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KI-Rede zum Holocaust-TagSchwere Vorwürfe gegen Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt

Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU)

Copyright: David Hammersen/dpa

Wurden mehrere Reden und Gastbeiträge von Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt? (Archivbild)

KI-Wirbel um Voigt: Rede zum Holocaust-Gedenktag betroffen?

Riesen-Wirbel um Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU)! Schwere Vorwürfe stehen im Raum: Hat er für eine Rede zum Holocaust-Gedenktag Künstliche Intelligenz eingesetzt? Die politische Konkurrenz ist außer sich.

Ins Rollen brachte die Affäre das Portal „Frag den Staat“. In einem Bericht heißt es, diverse Ansprachen und Texte von Voigt seien mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) entstanden. Besonders heikel: Auch eine Rede zum Holocaust-Gedenktag 2025 soll betroffen sein.

Voigt selbst gibt sich gelassen. Dem „Tagesspiegel“ sagte er: „Wenn es wirklich einzelne Passagen gab, die auch mit Hilfe von KI erstellt worden sind, dann werde ich dafür keinem den Kopf abreißen.“ Er fügte hinzu, dass er die meisten Reden ohnehin frei halte und den Einsatz von KI befürworte. Zu den konkreten Anschuldigungen von „Frag den Staat“ schwieg Voigt auf eine dpa-Anfrage aber zunächst.

Linke wirft Voigt Regelbruch vor

Scharfe Kritik kommt von der Thüringer Linken. Sie wirft Voigt einen Verstoß gegen die Dienstanweisung seines eigenen Digitalministeriums vor. Der Punkt: In Voigts Reden und Artikeln fehle die vorgeschriebene Kennzeichnung für den KI-Einsatz. „Mit seinem Verhalten wird Mario Voigt zu einem Beispiel dafür, wie man KI nicht nutzt“, so die Landesvorsitzende Katja Maurer.

Es ist nicht das erste Mal, dass der CDU-Politiker mit diesem Thema für Aufsehen sorgt. Erst vor einer Woche gab es Wirbel um einen Gastbeitrag, den Voigt zusammen mit seinem Amtskollegen aus Sachsen-Anhalt, Sven Schulze (CDU), in der „Welt“ veröffentlichte. Auch da kam der Verdacht auf, dass Teile des Textes über die Quote für deutsche Musik im Radio von einer KI stammen könnten.

Wiederholungsfall bei Gastbeitrag?

Voigts Regierungssprecherin räumte damals ein, dass „moderne digitale Werkzeuge, darunter KI-Anwendungen“ genutzt würden. Sie stellte aber klar, dass die Inhalte, Argumente und die daraus gezogenen Schlüsse von den Autoren selbst stammten und von ihnen verantwortet würden.

Für Voigt (49) kommt die ganze Aufregung zur Unzeit. Er steht seit Monaten politisch massiv unter Druck, nachdem ihm die Technische Universität Chemnitz den Doktortitel entzogen hat. Der Regierungschef wehrt sich dagegen mit einem Widerspruch und kündigte an, notfalls vor Gericht zu ziehen. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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