Abo

Kebab-Zoff mit KFCNach Entschuldigung: Döner-Chef stellt US-Riesen eine Forderung

Streit um «Krispy Kebab»

Copyright: Friso Gentsch/dpa

«Einmal Döner, aber schön krispy!»

Nach Kebab-Klau: Döner-Chef stellt KFC harte Forderung.

Kebab-Zoff in Bielefeld: KFC rudert zurück, doch Döner-Chef stellt harte Forderung

Der Streit um den „Krispy Kebab“ geht in die nächste Runde. Fast-Food-Riese KFC hat sich entschuldigt, aber der Bielefelder Unternehmer Sergen Kolcu lässt sich nicht so leicht abspeisen. Jetzt liegt eine Bedingung auf dem Tisch.

Im Zoff um die Markenrechte für ein Kebab-Gericht zwischen dem Bielefelder Unternehmen Krispy Kebab und dem US-Giganten Kentucky Fried Chicken gibt es neue Entwicklungen. „KFC hat sich entschuldigt und gesagt, das haben sie alles nicht gewollt, und das sei nur ein Zufall gewesen“, berichtet Sergen Kolcu, der Gründer von Krispy Kebab, laut dpa. Doch Kolcu hat die Entschuldigung bisher nicht akzeptiert. Stattdessen konfrontierte er den Konzern mit einer Forderung, um die juristische Auseinandersetzung beizulegen. Was er genau verlangt, will er momentan nicht verraten.

Der Hähnchen-Konzern hat nun Bedenkzeit erhalten. Anfang der kommenden Woche wolle man sich erneut treffen, um die Angelegenheit zu klären, so Kolcu. KFC bestätigte lediglich, dass die Verhandlungen mit Krispy Kebab noch andauern. Zu weiteren Details schweigt sich das Unternehmen derzeit aus.

Dönerketten-Betreiber Krispy Kebab und KFC

Copyright: Friso Gentsch/dpa

Firmenchef Sergen Kolcu bei der Arbeit.

Wie bitte?! KFC klaut einfach den Namen?

Der heute 29-jährige Kolcu gründete seine Döner-Firma im Jahr 2017. Inzwischen betreibt er zwei eigene Läden in Bielefeld und hat 16 Standorte an Franchise-Partner vergeben. Bis zum Sommer sollen zwei weitere dazukommen. Seinen Angaben zufolge ließ er den Namen Krispy Kebab markenrechtlich schützen.

Und genau da fängt der Ärger an. Der US-Konzern hat in Deutschland vor Kurzem ebenfalls einen „Krispy Kebab“ eingeführt. Kolcu fürchtet deswegen Umsatzeinbußen, weil Kunden zur Konkurrenz abwandern könnten.

Erschwerend kommt hinzu, dass er seinen Franchise-Partnern Gebietsschutz zugesichert hat. In deren Region darf also kein anderer Krispy Kebab verkauft werden. Wenn KFC dies nun doch tut, könnten die Partner finanzielle Ansprüche an Krispy Kebab als Franchisegeber stellen, so die Sorge von Kolcu.

Dönerketten-Betreiber Krispy Kebab und KFC

Copyright: Friso Gentsch/dpa

KFC-Filiale in Bielefeld.

Freche Werbung mit Prinzen-Hit

Für zusätzlichen Zündstoff sorgt die Werbekampagne von KFC. Ausgerechnet mit dem Prinzen-Song „Alles nur geklaut“ präsentierte der Konzern seinen neuen Kebab in einem Werbevideo. Im umgedichteten Lied heißt es, Kebab gebe es schon lange und nun endlich auch bei KFC.

Döner-Unternehmer Kolcu warf KFC daraufhin vor, die Marke tatsächlich nur „geklaut“ zu haben. Der US-Anbieter wies das zurück, beteuerte aber, man wolle keinen „Beef“. „Unser Fokus liegt bekanntlich auf Chicken.“ Ein Wortspiel, denn „Beef“ bedeutet nicht nur Rindfleisch, sondern umgangssprachlich auch Streit.

Inzwischen zeigt sich der 29-jährige Kolcu etwas gemäßigter. „Ich glaube ihnen jetzt, dass sie mich nicht auf dem Schirm hatten.“ Ein erstes Angebot von KFC – Gratis-Werbung für seine Dönerkette – habe er laut dpa-Informationen jedoch abgelehnt. Das zweite Gespräch sei aber besser verlaufen, sagt er.

Ganz verdaut hat er seinen Ärger aber noch nicht. „Mich nervt das: Du baust Dir fast zehn Jahre lang etwas auf und dann kommt so ein Weltkonzern um die Ecke und macht das fast kaputt.“ (dpa/bearbeitet durch Gemini 2.5 Pro)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Netflix übernimmt Warner Bros.

Paramount schluckt Warner

Milliarden-Deal sorgt für Beben und Sorgen um den Sender CNN