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„Das ist wie russisches Roulette“ Karl Lauterbach mit drastischer Corona-Warnung

Karl Lauterbach (hier im März 2021 im Bundestag) hat sich im Zusammenhang mit neuen Studiendaten besorgt geäußert.

Karl Lauterbach (hier im März 2021 im Bundestag) hat sich im Zusammenhang mit neuen Studiendaten besorgt geäußert.

Über den Immunschutz bei genesenen Corona-Patienten gibt es große Unsicherheit. Jetzt hat sich Karl Lauterbach mit einer drastischen Warnung an Ungeimpfte gewandt.

Köln. Karl Lauterbach hat sich mit einer drastischen Corona-Warnung zu Wort gemeldet. Der SPD-Gesundheitsexperte bezog sich in seiner Stellungnahme auf neue Studiendaten über die Infektionsrate unter Genesenen.

Lauterbach befürchtet aufgrund der Daten, dass sich Genesene immer wieder mit dem Coronavirus anstecken dürften. Sogar in vergleichsweise kurzen Intervallen.

Karl Lauterbach auf Twitter: „Das ist wie regelmäßiges russisches Roulette“

„Schlechte Nachricht für Ungeimpfte: neue Daten in den US und UK zeigen, dass Genesene immer wieder erkranken dürften. Im Durchschnitt alle 16 Monate, viele schon nach 3 Monaten“, schreibt Karl Lauterbach am Mittwoch (20. Oktober) auf Twitter.

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Seine drastische Corona-Warnung an Ungeimpfte, auch wenn sie bereits eine Covid-Erkrankung durchgemacht haben: „Das ist wie regelmäßiges russisches Roulette.“

Über die Frage nach dem Immunschutz bei Genesenen, also bei Menschen, die bereits eine Covid-19-Erkrankung durchgemacht haben, wird seit Monaten intensiv geforscht. Die vergleichsweise große Ungewissheit ist auch darauf zurückzuführen, dass der Schutz bei Patienten offenbar unterschiedlich ausfällt.

Große Unsicherheit in Sachen Immunschutz für Genesene

Zwar könne man davon ausgehen, dass in der Regel ein guter Schutz bei allen, die Covid durchgemacht hätten, vorliegt, zumindest für eine gewisse Zeit. Allerdings falle die Entwicklung unterschiedlich aus, gab der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek, bekannt.

Cichuteks Schlussfolgerung: Allein am Antikörperlevel könne man sich in der Frage nach dem Immunschutz bei Genesenen nicht orientieren.

RKI und Stiko empfehlen einmalige Impfung für Genesene

Eine Aussage, der sich auch Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts, anschließen würde. „Es kann Menschen geben, die haben Antikörper im Blut, aber diese Antikörper schützen gar nicht“, erklärte Wieler in dem Zusammenhang. Andere hätten einen Schutz, obwohl keine Antikörper bei ihnen nachzuweisen seien.

Sowohl Wieler und Cichutek als auch Thomas Mertens, Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (Stiko) empfehlen deswegen in jedem Fall eine einmalige Impfung für Genesene. (mit dpa)

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