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Aufschrei nach ZDF-Sendung Karl Lauterbach sorgt mit Äußerung zu Corona-Toten für heftige Kritik

Karl Lauterbach (hier zu Gast 2021 in einer anderen ZDF-Sendung) sorgt mit seinen Aussagen für Wirbel.

Karl Lauterbach (hier zu Gast 2021 in einer anderen ZDF-Sendung) sorgt mit seinen Aussagen für Wirbel.

Karl Lauterbach hat mit seinen Aussagen im ZDF zu Corona-Toten für Wirbel gesorgt. Scharfe Kritik kam auch vom Ethikrat.

Eine Äußerung von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) zu einer stark steigenden Zahl an Corona-Toten im Falle einer Lockerung der Beschränkungen hat Kritik hervorgerufen.

Ethikratsmitglied Stephan Rixen sagte dem Portal ZDFheute.de am Mittwoch, 9. Februar, dass „Bedrohungsszenarien ins Blaue hinein Grundrechtsbeschränkungen nicht rechtfertigen“ könnten. Hamburgs CDU-Vorsitzender Christoph Ploß nannte Lauterbach bei „Bild“ einen „Angstminister“.

Karl Lauterbach warnt vor verfrühten Corona-Lockerungen

Karl Lauterbach hatte am Dienstagabend im ZDF erneut eindringlich vor verfrühten Lockerungen bei den Corona-Maßnahmen gewarnt. Wenn Deutschland den Weg Israels mit wegfallenden Maßnahmen gehen würde, käme Deutschland auf eine höhere Sterbequote. „Ich mag mir einfach gar nicht vorstellen, dass wir in einer Situation wären, so spät in der Pandemie, wo wir gute Impfungen haben, wo wir dann 400, 500 Tote am Tag hätten“, sagte der Gesundheitsminister.

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Am Mittwoch hatte das Robert-Koch-Institut 272 Tote gemeldet, am Dienstag 177. Auf Nachfrage von ZDFheute.de wollten Bundesgesundheitsministerium und Robert-Koch-Institut am Mittwoch keine Angaben machen, auf welchen exakten Daten und Annahmen die Berechnungen des Ministers basieren.

Rechtsexperte kontert Aussagen von Karl Lauterbach

Rechtsexperte Rixen sagte ZDFheute.de: „Grundrechtseingriffe müssen sich auf nachvollziehbare Prognosen zur weiteren Entwicklung der Pandemie stützen. Wenn nicht klar ist, wie die Zahl der Menschen, die wahrscheinlich wegen Corona-Lockerungen versterben, zustande gekommen ist, dann ist auch nicht klar, wieso Freiheitsbeschränkungen weiterhin geboten sein sollen.“

Thorsten Lehr, Leiter des Covid-19-Simulators, an der Universität des Saarlands teilte ZDFheute.de mit, dass 500 Corona-Tote pro Tag unter bestimmten Bedingungen möglich seien: „Nach unseren Simulationen sind 400 bis 500 Tote pro Tag im 7-Tage-Schnitt möglich, falls die Inzidenzen im Peak über 3.500 bis 4.000 liegen.“ Aktuell liegt die Inzidenz laut RKI bei rund 1450, Tendenz steigend. (afp)

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