Ein Versehen dürfte es kaum sein, wenn fünf russische Flugzeuge in die Luftverteidigungszone der USA fliegen. Das Militär reagiert und schickt noch mehr Maschinen, um die Russen hinaus zu eskortieren.
Kampfjets steigen aufRussische Bomber vor Alaska

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Ein russischer strategischen Bomber und Raketenträger Tu-95 MS im Flug während der Militärparade zum Tag des Sieges auf dem Roten Platz in Moskau. Die Tu-95 setzt Russland regelmäßig weit im eigenen Hinterland ein, um zivile Ziele wie Energieanlagen in der Ukraine unter Beschuss zu nehmen.
Aktualisiert
Russischer Bomber und Kampfflugzeuge sind in die Luftverteidigungszone vor dem US-Bundesstaat Alaska eingedrungen.
Mehrere Maschinen des US-Militärs stiegen deshalb zu einem Abfangeinsatz auf.
US-Maschinen eskorieren russische Kampfflugzeuge
Zwei russische Langstreckenbomber vom Typ TU-95, zwei Kampfjets vom Typ SU-35 und ein Luftraumaufklärungsflugzeug des Modells A-50 seien von den eingesetzten Maschinen bis zum Verlassen der Luftverteidigungszone eskortiert worden, teilte das Kommando für die nordamerikanische Luftraumverteidigung (Norad) mit.
Die russischen Maschinen seien bei ihrem Vorstoß nicht in den kanadischen oder amerikanischen Luftraum eingedrungen.
Nach Angaben von Norad, das die USA zusammen mit Kanada betreiben, waren an dem Einsatz mehrere Flugzeuge beteiligt: je zwei Kampfjets vom Typ F-16 und F-35, vier Tankflugzeuge des Modells KC-135 sowie ein Awacs-Flugzeug zur Luftraumaufklärung vom Typ E-3.
Es blieb unklar, ob es sich dabei ausschließlich um Flugzeuge des US-Militärs handelte oder ob auch kanadische Maschinen darunter waren.
Norad erklärte weiter, es gebe regelmäßig solche Zwischenfälle mit russischen Flugzeugen. Diese würden nicht als Bedrohung aufgefasst. Nach Ansicht von Militärexperten nutzen Staaten ein solches Vordringen häufig, um die Verteidigung der betroffenen Länder zu testen.
Die Luftverteidigungszone liegt vor dem Luftraum eines Staates: Sie ist nicht Teil des Hoheitsgebiets, sondern bildet gewissermaßen eine Pufferzone. Dort müssen sich alle Flugzeuge identifizieren und ihre Koordinaten bekanntgeben. Diese diene der Gewährleistung der nationalen Sicherheit, heißt es bei Norad. (dpa)

