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Marine entert HilfsschiffIsrael geht erneut gegen Gaza-Flotte in internationalen Gewässern vor

Gaza-Hilfsflotte

Copyright: Murat Kocabas/AP/dpa

Gaza-Hilfsflotte beim Aufbruch aus der Türkei in Richtung Gaza. (Archivbild)

Israels Marine greift erneut bei Gaza-Hilfsflotte ein.

Wieder hat die israelische Marine gegen die internationale Hilfsflotte für Gaza eingegriffen. Eine Live-Übertragung der „Global Sumud Flotilla“ dokumentierte, wie Soldaten ein Schiff mit Aktivisten an Bord nahmen.

Ihr eigenes Ortungssystem zeigte die Position der Flotte zu diesem Zeitpunkt westlich von Zypern. Das Ziel der propalästinensischen Teilnehmer war es, die seit 2007 von Israel und Ägypten aufrechterhaltene Seeblockade des Gazastreifens zu überwinden und Versorgungsgüter in das umkämpfte Gebiet zu liefern.

Zweiter Anlauf nach Zwangspause

Die „Global Sumud Flotilla“ legte am vergangenen Donnerstag wieder ab, nur zwei Wochen nachdem sie von der israelischen Marine aufgehalten worden war. Der Startpunkt war der türkische Hafen Marmaris. An der Aktion beteiligten sich Personen aus 40 Nationen mit über 50 Wasserfahrzeugen.

Einen früheren Zwischenfall gab es bereits am 30. April, als Israels Marine nahe Kreta über 20 Schiffe der Flottille in internationalen Gewässern stoppte. Laut israelischen Quellen wurden dabei 175 Personen in Gewahrsam genommen. Die Mehrheit von ihnen wurde von Griechenland aufgenommen, das ihre Heimreise organisierte. Zwei Aktivisten wurden nach Israel gebracht, aber nach etwas mehr als einer Woche des Landes verwiesen. Der Protest organisierte sich daraufhin in der Türkei neu.

Rechtliche Debatte und deutsche Zweifel

Der Einsatz löste diplomatische Reaktionen aus. Einige EU-Nationen, Deutschland inklusive, stellten die Vereinbarkeit des Stopps in internationalen Gewässern mit dem Völkerrecht infrage.

Israel wiederum pocht darauf, dass die Maßnahme völkerrechtskonform sei. Zudem beschuldigt der jüdische Staat manche Teilnehmer, Kontakte zur islamistischen Terrororganisation Hamas im Gazastreifen zu pflegen. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

David Lammy

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