Sex-Gewalt-Report: Israel legt UN-Zusammenarbeit auf Eis
Eklat bei den UNIsrael bricht mit Guterres nach Vorwurf sexueller Gewalt

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Der israelische UN-Botschafter in New York, Danny Danon.
Eskalation in New York! Die israelische Mission bei den UN legt die Zusammenarbeit mit Generalsekretär António Guterres auf Eis. Auslöser ist ein geheimer Report mit heftigen Anschuldigungen.
In New York stellt die israelische UN-Mission die Kommunikation mit dem Büro von UN-Chef António Guterres ein. Botschafter Danny Danon nannte die Aufnahme Israels in den Bericht eine „ungeheuerliche Entscheidung“ und sprach von einer „Kampagne“ gegen sein Land.
Auf X, der Social-Media-Plattform, fand Danon noch schärfere Worte: „Wir sind fertig mit diesem Generalsekretär!“
Geheimer UN-Report sorgt für Eklat
Aber worum geht es genau? Das Außenministerium in Israel gibt an, dass staatliche Institutionen in die Anlage eines Jahresberichts zu sexueller Gewalt in bewaffneten Auseinandersetzungen aufgenommen wurden. Das Dokument stammt aus dem Büro des Generalsekretärs und wurde bisher unter Verschluss gehalten.
Früher umfasste dieses Dokument eine Aufzählung von mutmaßlichen Tätern sexueller Gewalttaten in Kriegsgebieten – für 2024 standen darauf zum Beispiel die islamistische Hamas und die Terrormiliz IS. Eine Nennung auf dieser Liste ist daher eine ernste Sache.
UN-Spitze bietet Gespräche an
Stéphane Dujarric, der Sprecher von Guterres, teilte mit, dass man von Israels Schritt über Social Media erfahren habe. Zum Inhalt des Reports wollte sich Dujarric nicht äußern, unterstrich jedoch die ständige Bereitschaft zu einem Dialog.
Ganz aus heiterem Himmel kommt diese Entwicklung allerdings nicht. Schon im vorigen Bericht hatte Guterres eine mögliche Aufnahme israelischer Armee- und Sicherheitskräfte in den nächsten Report in Aussicht gestellt. Als Begründung dienten: „erhebliche Bedenken hinsichtlich bestimmter Formen sexueller Gewalt, die von den Vereinten Nationen wiederholt dokumentiert wurden“.
Im Detail wurden für 2024 die folgenden Vorfälle benannt: „Verstöße gegen Palästinenser in mehreren Gefängnissen, einem Haftzentrum und auf einem Militärstützpunkt“. Laut dem Dokument zählten dazu „Gewalt gegen die Genitalien, langanhaltende erzwungene Nacktheit sowie wiederholte Leibesvisitationen“. (dpa/red)
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